Das Café Saphir

Das Café SaphirEine Boulangerie zum Verlieben

Frühstücken wie Gott in Frankreich – auf diesem Gefühl sind wir irgendwie hängen geblieben, seit wir das erste Mal das kleine Paradies der Unvernunft nahe dem Prinzregentenplatz betreten haben. Der gebürtige Tunesier Issam Ben Ahmed und seine Frau Baran haben uns mit ihrer authentischen Boulangerie einen Spielplatz der Sinne geschenkt: Der unvergleichliche Duft frisch gebackener Croissants, die farbenfrohe Auswahl der feinen Patisserie-Kunstwerke und die hochwertige Butter aus der Bretagne, die uns auf der Zunge zergeht, verzaubern uns gleichermaßen und entführen uns für einen klitzekleinen Moment gedanklich in ein charmantes Straßencafé in der sonnengeküssten Provence. Enchanté, liebes Saphir – Wir freuen uns, deine Bekanntschaft zu machen.

 

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Bienvenue! © Geheimtipp München

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Klein, aber so fein. © Geheimtipp München

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Sunny side of life. © Geheimtipp München

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Lädt auch innen zum Verweilen ein. © Geheimtipp München

Savoir vivre in München

Es ist ein sonniger Tag und wir schlendern durch die Grillparzerstraße auf der Suche nach der besten Croissanterie der Stadt – so jedenfalls die Aussage, als man uns das versteckte Café in Haidhausen empfahl. Das lassen wir uns natürlich nicht zweimal sagen: Da müssen wir hin! Die kleinen bunten Tischchen weisen uns unübersehbar den Weg in das wahrhaftige Schlaraffenland eines jeden Backwaren-Verehrers, dessen Herz für hausgemachte Spezialitäten aus Tunesien und Frankreich schlägt. Wo wir auch noch mal bei der Unvernunft wären. Wir raten euch nämlich jetzt schon mal dringend von einem Besuch ab, wenn ihr gerade auf der Mission „Bikinifigur“ seid. Die hat hier nämlich nichts zu suchen. 

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Noch Fragen? © Geheimtipp München

Un café s'il vous plaît!

Aber zurück zum Wesentlichen: Wir werden begrüßt vom freundlichen Lachen der aufgeschlossenen Inhaberin – und der einladenden Auslage, die uns mindestens so sehr zum Strahlen bringt wie die sympathische Baran selbst. Butterweiche Croissants, verführerische Pain au Chocolat, unwiderstehliche Lemon Tarts – und, Moment, was sehen unsere müden Augen da (ja, es war noch früh … sehr früh.)? Ein Franzbrötchen? In München? Man muss dazu sagen, dass wir seit Monaten auf der Suche nach einem essbaren Exemplar der zimtigen Spezialität sind, die wir sonst nur genießen dürfen, wenn wir bei unseren Hamburger Kollegen zu Besuch sind. Was auf unserem Teller landet, könnt ihr euch jetzt natürlich denken. „Ein Franzbrötchen und einen Cappuccino, bitte!“

Comme d'hab' (oder auch: wie immer)

Bevor wir gemeinsam mit den anderen Sonnenanbetern ein Plätzchen vor der Genuss-Oase ergattern können, betritt ein freundlich aussehender Zeitgenosse schnellen Schrittes den Laden: „Servus Fred!“ Man kennt sich also. Fred gibt eine Bestellung auf, von der wir wahrscheinlich noch die nächsten zwei Wochen essen könnten. Er bemerkt unseren verwunderten Blick und grinst: „Ich versorge teilweise meine gesamte Ottobrunner Nachbarschaft mit den Plunderteilchen.“ Ach so – ja nee, is klar. Kommt der auch nach Unterföhring? Baran hakt ein: „Am Anfang lief der Laden überhaupt nicht. Und mittlerweile kommen die Leute vom anderen Ende der Stadt zu uns.“

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Was darf's denn sein? © Geheimtipp München

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Lemon Tart? © Geheimtipp München

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Pain au Chocolat? © Geheimtipp München

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Oder alles? © Geheimtipp München

Ah bon?

Kein Wunder, wie wir in nur wenigen Minuten, beim Biss ins Franzbrötchen feststellen sollten. Sorry Hamburg, aber da könnt ihr nicht mithalten. Kaum in die Spezialität unser nordischen Freunde gebissen, breitet sich in unserem Gaumen eine Geschmacksexplosion übernatürlicher Zimtigkeit aus – außen weich, innen saftig. Also genau wie es sein soll, nur besser. In unschlagbarer Kombination mit dem köstlichen französischen Wachmacher, – bei den Italienern ist der Schaum zu hoch sagt Issam, der grandiose Patissier – ein wahrer Retter der Morgenstund und der schönste Start in den Tag. 

Á tout à l'heure!

Unser Fazit: Mehr Wohlfühlen geht nicht. Ein Gute-Laune-Plausch mit Baran, die ersten Sonnenstrahlen an der frischen Luft tanken, dazu eins von Issams grandiosen Backwerken genießen – Wir könnten über unsere Neuentdeckung, die es eigentlich schon ziemlich lange gibt, kaum glücklicher sein. Einziges Manko für Langschläfer: Hier gilt tatsächlich noch das altbekannte „wer zuerst kommt, mahlt zuerst“. Denn da beim frühen Vogel Issam alles zu nachtschlafender Zeit mit Liebe frisch gebacken wird, gibt's halt nichts mehr, wenn's nichts mehr gibt. Und wenn ihr dann so einen Fred vor euch habt, wird's halt schwierig. Aber hey, das nehmen wir gerne in Kauf! Den für so ein Franzbrötchen lassen wir uns auch schon um sieben Uhr aus dem Bett fallen. 

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Ein Herz & eine Seele – und einer der besten Gründe warum wir den Laden so lieben. © Geheimtipp München

Das Oh happy Café

Austausch, Inspiration und glutenfreie Köstlichkeiten

Bilder von Murat Kaydirma für Geheimtipp München.

Dieser Beitrag ist auf redaktioneller Ebene entstanden.

Julia Knobe

Seit sich unser abenteuerlustiges Nordlicht Julia mit 'nem echten Bayern eingelassen hat, hat sich in ihrem Leben einiges geändert: Statt steifer Brise ist frische Bergluft angesagt! Den Heimathafen Hamburg immer im Herzen, könnte Julia sich ans fesche Dirndl, das süffige Helle und den charmanten Dialekt durchaus gewöhnen.