Mit Well Outside im verschneiten Karwendel Ain’t no mountain high enough!

Unverhofft kommt oft… Ausnahmsweise eine Weisheit, die uns nicht erst seit dem Jahr 2020 bekannt ist. Und doch kommt diese Winterwanderung für uns überraschend früh. Denn ehrlich gesagt hatten wir an diesem wunderbaren Herbsttag mit einer schönen Runde und Blick auf bunte Blätter an den Bäumen gerechnet, doch wenig später stehen wir knöcheltief im Schnee – was uns übrigens im positiven Sinne umgehauen hat.

Ausblick vom Startpunkt am Gasthaus Eng.
© Well Outside
Unverhofft früh wird es langsam weißer…
© Well Outside
Diese Weite!

Ready, set, go…

Wir starten im hinteren Engtal – oberhalb des großen Ahornbodens – am letzten Parkplatz (der Mautstraße für 4,50 Euro) beim Gasthof Eng. (Achtung, die Mautstraße hat ab November eine Wintersperre – zu dieser Zeit sollte man die Tour also durch das Laliderer Tal starten.) An unserem Startpunkt bei den Engalmen sehen wir die Überreste des letzten Schneefalls: das bunte Blätterwerk der Bäume geht in der Höhe schnell in weiß bedeckte Wiesen und Felsen über.

Eine wunderschöne Schneewanderung – unterwegs seid ihr circa 4,5 – 5 Stunden. Startpunkt ist der Gasthof Eng. Am Ziel gibt’s im Winter (und aktuell sowieso weil Corona) eine Brotzeit und im Sommer die Falkenhütte. Gegessen wird bei atemberaubenden Karwendelblick.

Auch in diesem Fall nicht vergessen: Die Stöcke! Die sind im Schnee nämlich goldwert. Ach – und bei dem Ausblick kann eine Kamera natürlich auch nicht schaden…

Von der Sonne geküsst

Los geht’s vorbei an den wunderschönen Almen und wir machen uns in den Anstieg zum Hohljoch. Dieser führt zunächst über Wiesen und durch letzte kurze Waldstücke ständig vor der atemberaubenden Kulisse der Laliderer Wände! Nach etwa 500 Höhenmetern lichten sich die Bäume. Gleichzeitig wird die Schneelage deutlich stärker und schon bald laufen wir über eine geschlossene Schneedecke. Durch die Höhe der umliegenden Bergketten kommt zu dieser Zeit die Sonne erst spät zum Vorschein, doch als sie uns endlich trifft, sind wir wie verzaubert. Wir stapfen komplett alleine und bei strahlendem Sonnenschein über die schneebedeckte Landschaft bis zum Hohljoch. What a feeling – eben gerade deshalb, weil wir damit (noch) nicht gerechnet hatten!

© Well Outside
© Well Outside
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Die Well Outside Crew Outdoorlover & Gipfelstürmer

Wir sind Well Outside – denn draußen ist unser Zuhause. Fasziniert von der Schönheit der Berge und der Natur verbringen wir jede freie Minute draußen. Einen Teil der ganz besonderen Augenblicke und Momente unserer Abenteuer möchten wir in Zukunft nicht nur auf unserem Blog mit euch teilen – sondern auch hier, bei Geheimtipp München. Ab sofort überraschen wir euch mit Gastbeiträgen und erkunden mit euch die Welt. Seid ihr bereit, Stadtkinder?

Schneebedeckter Abstieg

Auf dem Hohljoch angekommen, sehen wir schon hinüber zur Falkenhütte und dem Ladizköpfl. Drüben, auf der Nordseite der massiven Laliderer Wand, liegt sowohl der leichte Abstieg als auch der Übergang inklusive der Hütte selbst leider überwiegend im Schatten, doch hier oben ist der Winter ein Traum! Um unsere Brotzeit in der Sonne zu feiern, geht es von der Falkenhütte noch ca. 15 Minuten auf das Ladizköpfl, wo wir uns bei Kaffee und Tee stärken und das Panorama genießen können. Der Abstieg erfolgt auf demselben Weg – je nachdem wie man angereist ist, kann man aber auch zum Beispiel ins Laliderer Tal absteigen.

© Well Outside
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