Mit Well Outside über den Rudl-Eller-Steig Herbstwanderung auf die Karlsbader Hütte

Geheimtipp Muenchen Indieberge Welloutside Karlsbaderhuette 23 – ©Well Outside

Unsere erste Tour in Osttirol, genauer gesagt in den Lienzer Dolomiten, hat gleich einiges zu bieten. Kein Wunder – wurde doch unser Tagesziel, die Karlsbader Hütte, am wunderschön gelegenen Laserzsee, erst kürzlich zur schönsten Gegend Tirols gekürt. Wir beschreiten die anspruchsvollere Aufstiegsvariante über den Rudl-Eller-Steig zunächst bei mystisch-nebligem und später dann perfekt sonnigem Herbstwetter und erleben eine abwechslungsreiche Tour vor der Traumkulisse der nördlichen Gailtaler Alpen.

Im Frühnebel Richtung Rudl-Eller-Steig

Ausgangspunkt für Wanderungen hinauf zur Karlsbader Hütte und den umliegenden Gipfeln ist der Parkplatz unterhalb der Dolomitenhütte, den man über eine Mautstraße (8€/PKW) südlich von Lienz erreicht. Von hier gibt es mehrere Möglichkeiten zur Karlsbader Hütte aufzusteigen. Option 1: über den Fahrweg. Option 2: über einen leichten Wanderweg, der den Fahrweg immer wieder kreuzt oder Option 3 (unsere klare Empfehlung): über den Rudl-Eller Steig! Hierzu sollte man allerdings trittsicher und schwindelfrei sein, denn dieser führt mit kleinen Klettereien und seilversicherten Passagen immer entlang der massiven Laserzwand. Die Herausforderung lohnt sich! Hierzu starten wir vom Parkplatz aus linker Hand zunächst in den sehr mystischen Herbstwald, wo es über wurzlige Wege vorbei an der Weißensteinalm hinauf geht.

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Die Well Outside Crew Gipfelstürmer & Outdoorlover

Wir sind Well Outside – denn draußen ist unser Zuhause. Fasziniert von der Schönheit der Berge und der Natur verbringen wir jede freie Minute draußen. Einen Teil der ganz besonderen Augenblicke und Momente unserer Abenteuer teilen wir nicht nur auf unserem Blog und bei Instagram mit euch – sondern auch hier, bei Geheimtipp München. Wir überraschen euch mit Gastbeiträgen und erkunden mit euch die Welt. Seid ihr bereit, Stadtkinder?

Hände benutzen ausdrücklich erlaubt

Ab etwa 2000 Höhenmeter wird es spürbar felsiger und die Kraxelei beginnt. Der Aufstieg durch eine gut gesicherte Rinne macht aber extrem viel Spaß. Danach führt der Steig durch ein Kar im Geröll steiler hinauf. Alternativ gibt es hier sogar die noch anspruchsvollere Möglichkeit auf einen Klettersteig zu wechseln – dazu ist aber ein Klettersteigset unbedingt notwendig. Wir erreichen schließlich das Hohe Törl – ein Nadelöhr, hinter dem sich der Ausblick zu den Spitzkofeltürmen öffnet. Von hier aus ist der Weg wieder einfacher zu gehen und nur noch an wenigen Stellen seilversichert. Er führt uns zunächst leicht bergab hinein in das Hochtal an dessen Ende auch die Karlsbader Hütte am Laserzsee liegt und mündet schließlich auf den Fahrweg, der die letzten Meter zur Hütte leicht überwinden lässt.

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Kraxeln inklusive: Auch wenn das eine wirklich herrliche Rundtour ist, solltet ihr nicht ganz schwindelfrei sein. Rund 11,2 Kilomenter seid ihr unterwegs, die Tour geht circa 4,5 Stunden und ihr legt dabei rund 800 Höhenmeter zurück. Der höchste Punkt: 2260 Meter. Gestartet wird am Wanderparkplatz Dolomitenhütte – gewandert wird bis zur Karlsbader Hütte/ Dolomitenhütte für eine herzhafte oder süße Stärkung.

Für den Rückweg empfehlen wir euch den leichteren, „normalen Weg“. Kamera wie immer auch einpacken: Ihr habt einen atemberaubenden Blick auf die Lienzer Dolomiten und den Laserzsee.

Bergsee-Traum trifft Hütten-Traum

Bevor wir uns die Pause in der Karlsbader Hütte gönnen, steht noch ein echtes Highlight an. Den gleich bei der Hütte gelegenen Laserzsee kann man in ca. 20 Minuten einmal umrunden und das sollte man auch unbedingt tun. Die Spiegelung im tiefblauen, kristallklaren Bergsee mit Blick auf das Panorama der Lienzer Dolomiten und der Hütte lässt eure Foto-Herzen höherschlagen.

Die Karlsbader Hütte selbst wurde schon als schönste Hütte Tirols ausgezeichnet und wir können die Wahl absolut nachvollziehen: das holzvertäfelte Haus mit den stilechten rot-weißen Fensterläden lädt zur Einkehr ein. Von der großen Terrasse bietet sich ein wunderschöner Ausblick auf die schroffen Spitzen ringsherum. Ganz nebenbei hat uns die Hütte auch kulinarisch mit üppigem Zwetschgen-Strudel und Speckbrett überzeugt. Wer also länger bleiben will: die Hütte ist auch toller Ausgangspunkt für Klettersteige (z.B. auf den Roten Turm) und weitere Touren (z.B. Laserzwand).

In den Herbstfarben hinab zur Dolomitenhütte

Den Rückweg starten wir von der Terrasse der Hütte auf einem einfachen Pfad, der den Fahrweg immer wieder kreuzt. Der Abstieg ist technisch unschwierig und schnell zu gehen, sodass man schon nach circa 1,5 Stunden wieder bei der Dolomitenhütte ankommt. Bei traumhaftem Sonnenschein können wir auch hier einer Einkehr nicht widerstehen und saugen von der sonnigen Terrasse zum Abschied den Ausblick auf die Lienzer Dolomiten auf. Oh du schönes Osttirol, wir kommen wieder!

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