Münchner Kultläden #12 Das Baader Café

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Das Glockenbachviertel rund um die Fraunhoferstraße ist ein absolutes Gastro-Mekka in München. Quasi jedes zweite Gebäude hier beheimatet ein Restaurant, Café oder eine Bar. Aber keins ist wie das andere – und das Baader Café sticht da besonders hervor. Es ist eine Institution im Viertel. Hier wurden bereits zahlreiche Geschichten geschrieben, Breakfast Burritos verspeist und Konzerte gespielt. Und dank des großen gelbleuchtenden Schanigartens ist es auch kaum zu übersehen.

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Hereinspaziert!
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Ein Urgestein in der Münchner Gastronomie

Seit 1985 gibt es das Baader Café nun schon hier in der Baaderstraße. Von der hat das Café übrigens auch ihren Namen – und diese wiederum verdankt ihren Namen dem Mystiker Franz Xaver von Baader. Um nur einen klitzekleinen Geschichts-Exkurs zu geben. Wie schon gesagt, das Baader Café erkennt man sehr leicht an dem riesigen gelben Schanigarten vor dem Lokal, der dank eines glücklichen Beschlusses des Stadtrats den ganzen Winter stehen bleiben durfte. Das Farbschema von draußen setzt sich auch im Inneren fort: Der große Raum strahlt uns in einem kräftigen gelb und warmem lila entgegen. Wir merken: Das Baader Café ist keins, dass sich in die Reihe der schicken urbanen Standardcafés einordnen lässt – das Baader Café sticht aus der Masse heraus.

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Wo sie recht haben…
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Von Kunst und Kassetten

Wir setzten uns an die Bar und lassen das Lokal erst mal auf uns wirken. Das Planet der Affen Plakat können wir genauso wenig übersehen wie die große Weltkarte an der Wand, auf der der schwarze Vogel des Münchner Künstlers Andreas Hoferthront. Die Farbwelt entspannt – und so lauschen wir ein bisschen dem angeregten Gespräch neben uns an der Theke. Die weitläufige Fensterfront verleitet die Gäste, die an den runden Tischen am Fenster sitzen, dazu, ständig das Treiben der Stadt zu beobachten. Hier sieht man und wird gesehen. Aber auf eine lässige Art und Weise – nicht auf die klischeehafte. Besonders begeistert sind wir von der wahnsinnigen Kassettensammlung hinter der Theke, die Tonbänder stapeln sich förmlich und tatsächlich läuft im Baader Café auch nur Musik von eben diesen Kassetten. Da ist die Zeit noch ein wenig stehen geblieben in der Baaderstraße. Und das finden wir schön.

Italien oder Bayern – Hauptsache lecker!

Genug beobachtet, jetzt wird es aber mal Zeit, sich den wichtigen Dingen des Lebens zu widmen – ihr ahnt es bereits – dem Essen! Also stöbern wir ein wenig durch die Speisekarte. Es gibt jeden Tag eine wechselnde Tageskarte, aber auch ein paar Klassiker, die immer serviert werden. Dazu gehören zum Beispiel der BLT- Toast, Sandwiches, Penne Arrabiata, Käsespätzle oder Panini und Focaccia. Die Karte ist bunt, hier will man sich nicht auf italienisches oder bayerisches Essen festlegen – es gibt einfach alles. Am Tag unseres Besuches zum Beispiel Lasagne, Schnitzel und Ravioli. Gemessen am Lächeln in den Gesichtern der Gäste (unsere eigenen sehen wir ja nicht, wir fühlen es aber), dann scheint alles ziemlich gut zu schmecken. Für alle Langschläfer unter euch ist das Baader Café besonders zu empfehlen, denn hier gibt es täglich bis 15 Uhr Frühstück – und zwar reichlich. Die Auswahl ist riesig: von Croissants über French Toast bis hin zum typischen English Breakfast ist für alle etwas dabei. Eins steht also fest, verhungern müsst ihr im Baader Café sicher nie. Auch für Vegetarier und Veganer gibt es schmackhafte Alternativen.

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Was darf es heute sein – leicht oder deftig?
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Schaut nicht nur gut aus, das Schnitzel!
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Die Lasagne können wir nur empfehlen!
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Wir schweben im siebten Kuchenhimmel nach dem Cheesecake.
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Bringt den Beat zurück

Wie wir finden, ist der Name „Café“ für die Institution in der Baaderstraße fast ein wenig irreführend, denn hier gibt es zwar Kaffee und saftigen, selbst gemachten Kuchen (unsere Empfehlung der Cheesecake!) und auch Frühstück, – bekannt ist das Lokal aber ursprünglich für Musik. Vor Corona haben hier nämlich regelmäßig DJs aufgelegt und den Gastraum zum Pulsieren gebracht. Der Laden war immer brechend voll – die Jugend aber auch das gesamte Viertel, egal ob jung oder alt ist hier zusammengekommen und hat den Alltag für ein paar Stunden vergessen. Die Inhaber*innen des Baader Cafés hoffen, dass das ganz bald wieder Realität wird. Und noch ein wirklicher Geheimtipp von uns an euch: Unbedingt ans Bargeld denken! Kartenzahlung gibt es hier nämlich nicht… und wir wollen ja nicht, dass ihr – wie wir – erst mal zum nächsten Geldautomaten steppen müsst.

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