Fizzy Bubele Their mom cooks better than yours

Mittwoch Mittag, 13.00 Uhr, wir haben uns am provisorischen Elisabethmarkt verabredet. Gemeinsames Mittagessen aus dem Home-Office sozusagen. Die Sonne scheint, aber es ist frisch geworden. Dick eingepackt mit Mütze, Handschuhe und Wintermantel machen wir uns auf die Suche nach diesem einen Streetfood Stand mit dem lustigen Namen, von dem uns seit Wochen alle vorschwärmen. Lange suchen? Müssen wir nicht. Die Schlange an wartenden Menschen spricht ganz für sich. Da waren wir wohl heute nicht die einzigen, die Lust auf Falafel und Halloumi hatten… 

"My mom cooks better than yours."
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Kann man gar nicht übersehen: Fizzy Bubele an Stand 3.
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Das mit dem Glühwein ist jetzt erstmal hinfällig… aber die Speisekarte steht!
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Hübsch dekoriert…
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…aber dennoch nur to-go!
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Spread Hummus not Covid

Wir stellen uns also brav hinten an und schielen allen, die mit seligem Grinsen im Gesicht an uns vorbeiziehen, neidisch auf das bereits ergatterte, großzügig gefüllte Pita-Brot. Zu unserem Glück ist das Fizzy Bubele Team mittlerweile so gut aufeinander eingespielt, dass wir kaum die Speisekarte fertig studiert haben, bis es auch schon heißt: „Die Nächsten, bitte!“ Jetzt wird es also ernst: Mr Sabich’s Pita mit frittierten Auberginen, Kartoffelcuts und Amba-Tahini? Ein Falafel Teller mit Aubergine, Hummus, Pita und würzigen Pickles? Oder doch lieber die marinierten Hähnchenschenkel mit dem ausgefallen Namen „Hummus Juicy Chicken Pargiot“? Ja, was denn bloß? Na gut: Alles hat in unserem Magen keinen Platz, also entscheiden wir uns für den exotischen Mr Sabich und – aber nur, weil wir wirklich nicht widerstehen können – für ein paar knusprige Halloumi Fries, die mit Granatapfelkernen, Minze, Joghurt-Sauce, Honig und Chilliflocken serviert werden. 

Moderner Twist auf dem traditionsreichen Elisabethmarkt

Während wir sehnsüchtig auf unser herzhaftes Mittagessen warten, haben wir noch einen kurzen Moment Zeit, den kleinen Wagen der sympathischen Fizzy Bubele Crew zu studieren. Zwischen all den alteingesessenen Metzgern, Obsthändlern und Käseständen wirkt die Fizzy Bubele Bude fast ein bisschen wie ein Paradiesvogel. Was keineswegs negativ ist – eher gehen sie Hand in Hand. Sie hauchen dem Markt-Urgestein frischen Wind ein und bringen gleich ein paar junge Gäste mit. Und Mühe haben sie sich gegeben – dank frischen Blumen, witzigen Aufkleber, guter Laune und weihnachtlichen Lichterketten fällt uns das „leider nur to-go“ ja fast ein bisschen schwer. 

Ob's uns schmeckt? Sieht man doch!
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Press Pause

Aber hilft ja nix. Wir müssen weiter. Platz machen für die nächsten ausgehungerten Falafel-Liebhaber. Bewaffnet mit unserer reichhaltigen Ausbeute machen wir es uns nur ein paar Meter weiter bei dem kleinen Spielplatz in der Sonne gemütlich. Schnell ist klar – das war nicht unser letzter Besuch. Die gelungene Kombination aus frischen Zutaten und besonderen Aromen erklärt die Schwärmereien der zahlreichen glücklichen Gäste auch ganz ohne Worte. Wir würden es sogar wagen, dem Ganzen den „Streetfood at it’s best“-Stempel aufzudrücken. Und na ja, während wir da so sitzen, uns die Sonne anlacht, wir unseren Mr Sabich genießen und die unterschiedlichen Marktbesucher beobachten, drücken wir einen ganz kleinen Moment auf unseren imaginären Pause-Knopf. Denn auch wenn die Zeiten gerade noch so wild sind: Mit einem lieben Menschen und fabelhaftem Essen ist das Glück eigentlich nie wirklich fern. 

Hunger bekommen? Hier geht's weiter mit der Schlemmerei.