Café Kuko Kuchenliebe auf Esperanto im Westend

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Als wir letztens Lust auf guten Kaffee hatten, wussten wir, dass wir im Westend nicht lange suchen müssen. Dieses vielfältige Stadtviertel ist das Bindeglied zwischen dem unaufgeregten Münchner Westen und der aufbrausenden Innenstadt, wo Tradition auf Interkulturalität trifft – so auch die verschiedensten Welten und internationale kulinarische Schmankerl. Hier gibt es wirklich alles, vom bayerischen Wirtshaus bis hin zu den besten Falafeln Münchens, von alteingesessenen Münchern bis hin zu edgy Kunststudenten. Es ist eben das Stadtviertel in München, in dem wir von Laden zu Laden schlendern, uns in interessanten Kulturen verlieren und die verschiedenen Geschichten der Menschen hören können, die dieses Viertel so einzigartig machen. Kein Wunder, dass das Café Kuko hier 2019 sein neues Zuhause gefunden hat. Denn nicht nur der Name deutet darauf hin, dass es dort eine Menge zu entdecken gibt, – auch das süße Logo ist uns beim Vorbeilaufen sofort aufgefallen.

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Ein echter Hingucker im Westend!
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Die Sprache der Liebe

Bestimmt habt ihr euch gefragt, was es mit dem Namen auf sich hat. Also wir haben das zumindest getan. Der Kuchen, der die Fassade des süßen Cafés ziert, ist eigentlich schon ein Wink mit dem Zaunpfahl. Denn Kuko heißt ganz einfach Kuchen. Und zwar auf Esperanto. Wer diese Sprache schon einmal in einem Song von Freundeskreis gehört hat, wird jetzt vielleicht eine Ahnung haben. Wenn nicht (ist ja ein paar Jährchen her), den klären wir gerne auf: Esperanto ist eine Plansprache, die nicht natürlich entstanden ist, sondern zu einem bestimmten Zweck von Ludwik Lejzer Zamenhof gegründet wurde. Es sollte eine neutrale Sprache sein, die die Menschen unabhängig ihrer kulturellen Herkunft zusammenbringen sollte. Und genau das haben wir im Café Kuko gespürt. Bereits beim Reinkommen waren wir von verschiedenen kulturellen Eindrücken verzaubert: vegane Schokolade von einem bulgarischen Familienunternehmen, Karten von afrikanischen Hauptstädten an den Wänden und die hausgemachte Marmelade von der Mama – aus Bayern. 

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Interkulturalität zum Anfassen

Als wir uns die Geschichte von Besitzerin Veronika Geiger angehört haben, hat auch alles einen Sinn ergeben. Sie hat, bevor sie sich den Traum vom eigenen Café erfüllt hat, in der Flüchtlingshilfe der Stadt München gearbeitet und wollte sich nach einiger Zeit selbstständig machen und die Dinge selbst in die Hand nehmen. Und so spüren wir ihre Hilfsbereitschaft und die Liebe zum Detail auch im Café Kuko. Ihre wohltätige Ader und Kontakte aus ihrem vorherigen Job nutzt sie heute dafür, um weiterhin soziale Projekte zu unterstützen. Sie verkauft zum Beispiel Untersetzer, die in Uganda aus Kronkorken hergestellt wurden. Von dem Erlös werden die Einwohner von Kaguma, einem kleinen Dorf in Uganda, unterstützt. Aber auch das große Bücherregal ist uns gleich aufgefallen. Ursprünglich ist Veronika Geiger gelernte Buchhändlerin, weswegen wir durch eine beträchtliche Auswahl an verschiedenen Büchern stöbern konnten. Sie sagt, so kann sie für die unterschiedlichen Themen, die ihr am Herzen liegen und ihr wichtig sind, einstehen. Zum Beispiel Feminismus, Antirassismus und Interkulturalität. Das macht sich auch hinter der Theke bemerkbar. Im Café Kuko gibt es unter anderem eine arabische Spezialität nach syrischem Rezept: Basbusi, Grießkuchen. Das hört sich lecker an – kein Wunder, dass die schon vergriffen waren. 

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Ein Ort zum Verweilen

Dann ist uns wohl nichts anderes übrig geblieben, als den Apfelkuchen zu probieren (ein ganz schweres Schicksal, schon klar). Zu unserem Glück hat Veronika genau an diesem Tag das Rezept ein wenig angepasst, sodass er noch saftiger war als sonst. Die fluffig-zimtigen Streusel haben diesen Gaumenschmaus abgerundet. Dazu ein Cappuccino und wir sagen: ein gelungenes Nachmittagskäffchen! Wir hätten wirklich Stunden im Café Kuko verbringen und uns durch die verschiedenen Kulturen stöbern können und haben bestimmt auch noch nicht alles gesehen. Wenn ihr also neugierig geworden seid und euch die internationalen und regionalen Leckereien nicht entgehen lassen wollt, nehmt auf jeden Fall viel Zeit mit. Und wenn wir uns noch ein wenig gedulden, können wir schon bald zu Frühlingstemperaturen im Garten sitzen.

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Aufgepasst! Samstags gibt es…

…frische Waffeln mit verschiedenen Toppings! Seid ihr Typ Zimt & Zucker oder doch Schoko-Banane? Nichts wie hin für ein fluffig-süßes Frühstück!