Von der Straße aus kann man ihn leicht übersehen. Kein Wunder – der Thiersch-Turm an der Gabelsbergerstraße gehört bei Weitem nicht zu den höchsten Türmen Münchens. Umso überraschender ist der Moment, wenn man ganz oben steht, direkt vor dem Ziffernblatt des historischen Uhrturms. Wenn man den Blick über Münchens Dächer schweifen lässt und fast schon den Schnee auf den Alpen beim Schmelzen beobachten kann, dann wirken die 37 Meter plötzlich alles andere als klein.
Als Thomas F. Hofmann, der Präsident der TUM, vor gut sechs Jahren das erste Mal den Thiersch-Turm betrat, war die Uhr das Einzige, was noch funktionierte und die vier Etagen waren bis zur Decke mit Kisten aus den 1970er Jahren zugestellt. Heute hat der Thiersch-Turm mittlerweile nichts mehr mit einer Abstellkammer zu tun. Im Gegenteil: Seit seinem Umbau 2018 ist er schlicht und modern.
Keine vier Etagen mehr, sondern ein einziges weißes Treppenhaus, das in der Mitte genug Platz für ein helles Atrium lässt. Bunte LED-Lichter scheinen durch die offenen Stahltreppen. Genutzt wird das Turminnere zu besonderen Anlässen. “Zum Beispiel, wenn wir Nobelpreisträger empfangen”, sagt TU-Präsident Hofmann. Anlässe, die für kleine Kreise gedacht sind. 30 Menschen passen in den Raum. Und eine kleine Jazzband.
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