Selbsttest Kryotherapie

Selbsttest KryotherapieBei minus 120° Celsius fit & gesund frieren

Sind minus 20° Celsius kalt? Denkste! Unserer Figur und unserem Immunsystem zur Liebe gönnen wir uns seit dem Herbsteinbruch regelmäßig Kurzbesuche in der Kältekammer, in der wir bei sage und schreibe minus 120° Celsius verweilen. Der Fachbegriff für diesen Wahnsinn (zumindest scheint die Aktion auf den ersten Blick so) lautet "Kryotherapie". Ihr kennt uns, wir scheuen uns ja vor keinem Geheimtipp - also haben wir auch diesen Trend mal für euch ausprobiert.

Hier wird's frostig: Unser Teststudio im Stadtzentrum. © Cryopoint

Der Experte nennt's "CRYO"

Oktober 2019. Die Temperaturen sinken, die Hände zittern, die Nasenspitze fröstelt. Alles, was unser Körper jetzt gerne hätte, ist eine warme Tasse Tee und eine Kuscheldecke. Doch da das Leben bekanntlich kein Wunschkonzert ist, machen wir einen großen Bogen um das gemütliche Wohnzimmer und steuern geradewegs auf die Kammer des Kälte-Schreckens alias Eisbox zu und wappnen uns für unsere erste Session CRYO, kurz für Kryotherapie. Als Ort für unser Geschehen haben wir uns den CRYOPOINT unweit des Münchner Viktualienmarkts ausgesucht. Nach der super lieben Begrüßung durch unsere „Trainerin“ lassen wir die Hüllen fallen, packen Hände und Füße in (Hand-) Schuhe und schreiten in die Eisbox. Bevor wir uns versehen, sind wir schon mit -120° Celsius kaltem Stickstoff-Dampf umgeben und fragen uns ab Sekunde eins, wie wir die nächsten zwei Minuten überstehen sollen.

Frieren, was bringt das eigentlich?

Was in der Eisbox mit uns passiert? Dass Kälte dem Körper bei Verletzungen gut tut, wisst ihr von kleineren Verletzungen, die ihr zu Hause mit Eispads kühlt. CRYO setzt bei diesem Effekt an und hebt ihn auf ein anderes Level: Es wird nicht nur eine Stelle langsam aber sicher gekühlt, sondern der gesamte Körper über einen kurzen Zeitraum starken Kältereizen ausgesetzt. Der Organismus soll so zur Eigenregeneration angeregt werden und zahlreiche Prozess in den Gang setzen. Gemäß der Beschreibung soll die Behandlung, die schon seit Jahrzehnten in der Sportmedizin zum Einsatz kommt, wahre Wunder wirken: Wir sollen besser schlafen, uns wohler in unserer Haut fühlen und Stress besser wegstecken können. Die Haut soll von der Kryotherapie ebenso profitieren wie die Muskeln, denen die Regeneration erleichtert wird. Auch das Kaloriendefizit darf sich freuen: Bis zu 800 KCAL sollen 3-Minuten Kältetherapie zum Schmelzen bringen.

Draußen ist euch nicht kalt genug? Dann hier hereinspaziert! © Cryopoint

Frieren für's Wohlbefinden

Der erste Erfolg: Wir haben die zwei saukalte Minuten überlebt! Und nachdem wir uns mehrere Wochen regelmäßig in die Eisbox gewagt hatten, konnten wir tatsächlich noch ein paar mehr Effekte feststellen. Nach den Anwendungen fühlen wir uns trotz winterlichem Ekelwetter fit und frisch, die Haut ist reiner, auch das Einschlafen fällt uns leichter. Und wenn uns nicht alles täuscht, sitzt die Jeans schon ein bisschen lockerer. Das alles gibt’s für zwei Minuten frieren - nicht schlecht oder?! Sicherlich nicht's für jeden, aber unser Kampfgeist gegen den bösen Winterblues ist geweckt. Kommt vielleicht auch daher, dass wir seit jeher mit den berühmten Schneehasen-Genen bedacht wurden. Und die freuen sich auch dann über ein bisschen Fröstelei, wenn das natürliche Winterwonderland noch auf sich warten lässt.

Bilder von Cryopoint.

Dieser Beitrag ist auf redaktioneller Ebene entstanden.

Johanna Böllmann

Espresso Shot in einer Person“– treffender kann man Johanna nicht beschreiben. Gleich nach dem Abi kletterte die gebürtige Nördlingerin aus dem beschaulichen Rieskrater, um zu sehen, was die weite Welt zu bieten hat. In Venedig gab’s den besten Spritz, in New York neue Lifestyle-Trends, in London die Highlights der Gastro-Szene. Nun ist Johanna zurück in ihrer Lieblingsstadt München, um die Fühler nach Geheimtipps im Bereich Food und Lifestyle auszustrecken.