Das Spendierbrett von hey München VEREINt #8: Solidarität zum Anklemmen

Es braucht nicht immer eine große Geste, um Solidarität zu zeigen. Nicht nur in Zeiten wie diesen, sondern immer. Ein herzliches Lächeln, eine feste Umarmung oder eine spendierte Tasse Kaffee – schon zaubern wir unseren Mitmenschen ein Lächeln ins Gesicht. Vor allem denjenigen, die es im Leben nicht immer einfach haben. Mit einer ganz besonderen Idee setzt sich das Team von hey seit 2019 für eine liebevollere Welt ein. Erfrischend unkompliziert und mit ganz viel Herz.

Das hey-Team zeigt: Solidarität fängt bei den kleinen Dingen an.
© hey

Geben und nehmen, ganz ohne Hintergedanken

In der neapolitanischen Kultur hält sich schon seit den 20er-Jahren der Brauch des „caffè sospeso“ – des aufgeschobenen Kaffees. Neben dem eigenen Heißgetränk kann in vielen Bars ein weiterer Kaffee bezahlt werden, der dann vom Barista notiert und auf Nachfrage an einen Bedürftigen ausgeschenkt wird. Und ganz nach diesem Prinzip funktioniert auch hey: Wer kann und möchte, zahlt beim Bäcker, im Restaurant oder im Café etwas extra und kann so jemand anderem eine Freude machen – zum Beispiel mit einer spendierten Breze oder der besagten Tasse Kaffee. „Mit hey verbinden wir zwei Welten, die sonst nur wenige Berührungspunkte miteinander haben“, erklärt Susanne Eckes, eines der Gründungsmitglieder. „Es ist nur ein kleiner Bon, der den Besitzer wechselt. Aber es macht etwas mit dem Menschen im Viertel“.

Das hey-Spendierbrett wartet im Kassenbereich auf euch.
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Mit einer lieben Botschaft verschenkt ihr gleich doppelt so viel Freude!
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Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser

Bei seiner Aktion setzt das hey-Team voll und ganz auf Vertrauen. Das heißt: Kontrolliert, wer sich einen Brettchen-Bon nimmt, wird nicht. Dadurch soll Stigmatisierung verhindert und gleichzeitig das Gemeinschaftsgefühl gestärkt werden. Ebenso frei ist auch die Entscheidung, welche kleinen Aufmerksamkeiten ihren Platz auf dem Spendierbrett finden. Und wer das Ganze noch ein bisschen persönlicher gestalten will, kann bei den Verkäufer*innen nach einem Stift fragen und ein paar liebe Zeilen dalassen. Wer weiß, wem sie den Tag versüßen!

Es ist nur ein kleiner Bon, der den Besitzer wechselt. Aber es macht etwas mit dem Menschen im Viertel.

Susanne Eckes von hey

Lasst uns einander zuhören

Menschen in Kontakt bringen, das war von Anfang an das Ziel hinter hey. Ob im Café, im Restaurant oder im Laden – das Spendierbrett verbindet Welten, die im Alltag selten aufeinandertreffen. Bei diesen Begegnungen darf eines aber nicht fehlen: Raum fü’s Zuhören. Um einen noch intensiveren Austausch zu ermöglichen, hat das hey-Team mit „Momo hört zu“ ein weiteres Herzensprojekt gestartet. Mitten in der Stadt gibt es jetzt einen geschützten Zuhör-Raum. Hier ist jeder willkommen, der etwas loswerden, reflektieren oder einfach nur für jemand anderen da sein möchte – wertfrei und auf Augenhöhe. Wir finden: Ein weiterer toller Weg, um einen liebevollen Austausch in der Nachbarschaft zu ermöglichen – und der ist vor allem in Zeiten der Isolation so wichtig.

Momo hört zu – Münchens erster Zuhör-Raum.
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#heyoftheday Share your hey!

Ihr habt etwas ans Brettchen gehängt oder selbst ein kleines Geschenk ergattert? Mit #heyoftheday könnt ihr euren Glücksmoment auf Instagram, Facebook oder Twitter teilen und euch mit der hey-Community austauschen. Mehr Infos rund um hey und die teilnehmenden Partner findet ihr auf der Website. Einen kleinen Auszug der Läden, an dem ihr hey schon findet, haben wir hier: Caspar Plautz am Viktualienmarkt, emilo und Bergwolf im Glockenbach, das Café Kustermann, beim Ballabeni am Stiglmaierplatz, im Käfer Deli Bistro, bei der Bäckerei BrotZeit, im beirutbeirut und und und…