Nine O Five Kreative Pizza trifft auf hochkarätigen Wein

Über die Pizza an sich müssen wir eigentlich nicht viel sagen. Aber über die klassische neapolitanische Pizza schon. Und über das Nine O Five sowieso. Denn das bietet nicht nur den ursprünglich italienischen, mit mannigfaltigen Zutaten belegten Weizenboden an, sondern auch über 500 verschiedene Weine. Die Mission: höchsten Aromen-Genuss mit bodenständigem Essen kombinieren. Eine Auswahl zu treffen, fällt uns allerdings immer schwer. Nur ist selbst das im Nine O Five kein Grund zur Sorge – denn egal wie man sich entscheidet: Es schmeckt eh alles hervorragend. Wir haben stichprobenartig aber durchaus exzessiv getestet.

© wunderland media GmbH
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Qualität und gute Atmosphäre

Flo Kopp, einer der Geschäftsführer, empfängt uns an einem Freitagnachmittag sehr herzlich in seiner Pizzeria in der Herzogstraße. Coronabedingt stehen die Tische momentan weiter auseinander als sonst. Eine Tatsache, die den eigentlichen Charme des Ladens ein bisschen kaputt mache, erzählt uns Flo etwas betrübt. „Von der lebhaften Atmosphäre lebt ja eigentlich unser Konzept. Wir wollen keinen Schicki-Micki Laden. Wir wollen Qualität und eine gute Atmosphäre, in der sich die Leute gerne treffen und ’ne gute Zeit haben.“ Von Schicki-Micki sehen wir hier auch nicht viel. Die massiven Holztische und bequemen Stühle laden uns ein, die Pizza nicht schnell zu verschlingen und dann wieder das Weite zu suchen. Wir wollen bleiben. Und lieber noch ein weiteres gutes Weinchen und ein Dessert genießen. Trotz Corona ist gut zu tun im Nine O Five. Die besondere Pizza scheint also nicht nur uns überzeugt zu haben, sondern den Rest von München ebenso. Und der kommt geballt in das urban gestaltete Lokal in Schwabing – meist mit vielen Freunden oder auch mit Businesspartnern. Als Datingspot sei das Nine O Five aber ungeeignet, gibt uns Flo als Tipp mit: „Dafür ist es hier zu rough. Und zu laut.“ Aber auch das sei eben genau so gewollt. Ein bisschen wie in Italien halt.

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Holy Guacamoly!

Wir haben an diesem Tag kein Date. Zumindest nicht mit einem Liebelein. Wohl aber mit einer richtig guten Pizza. Und mit zwei Gläsern Wein. Ach und mit dem Antipastiteller „Wolllust“. 24 Monate gereiftem Parmaschinken, Parmesan, Südtiroler Bacon, Salami, Black Angus-Bresaola, Saftschinken und eine Olivencreme. Damit fertig sind wir eigentlich schon satt. Aber die klassisch neapolitanische Pizza wollten wir uns nun wirklich nicht entgehen lassen. Vor allem auch, weil uns schon die Karte in große Vorfreude versetzt hat. „Holy Guacamole“ mit Avocado-Basilikumcreme und Süßkartoffelchips soll es sein – solch eine Pizza hatten wir nun wirklich noch nie. Aber auch die Klassiker wie Margherita mit Büffelmozzarella und frischem Basilikum oder Pizza Parma bieten Flo und sein Team an. Der neapolitanische Teig schmeckt genau so, wie er schmecken soll: Vollmundig und lecker. Und als Nachspeise? Gibt’s dann doch noch einen Klassiker: ein cremiges Tiramisu.

Pizza-Style im Nine O Five: original neapolitanisch.
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Bodenständiges Essen trifft auf edlen Tropfen – die zwei Pfeiler des Nine O Five Konzeptes.
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Nine O Five Fahrenheit

Das Besondere an der neapolitanischen Pizza ist – neben dem Fakt, dass sie die ursprünglichste Form der Pizza ist – dass sie nur 60 Sekunden Garzeit im Ofen braucht. Und zwar bei genau 485 Grad – aka 905 Fahrenheit. Und merkt ihr was? – Genau, daher auch der Name Nine O Five. Bevor er in den Ofen kommt, ruht er aber erst. Ganze 72 Stunden. So, wie es sich in Neapel nun einmal gehört. Das Nine O Five Team pumpt diese besondere Art der Zubereitung mit einem extra kreativen Twist in den Zutaten. Zum Beispiel eben mit Guacamole. Die Zutaten kommen zum Großteil nicht von irgendeinem Großhändler, sondern direkt aus Italien, Griechenland oder Kolumbien. Mit allen Zulieferern arbeiten Flo und Co. eng zusammen. So können sie auch die Qualität sicherstellen.

Die Weinauswahl den Kennern überlassen

So, und was geht am besten zu einer Pizza? Wein, ganz recht. Da das Nine O Five über 500 Weine auf der Karte hat, haben wir uns einfach von Flo beraten lassen. Die einzige Anforderung war „Gerne leicht fruchtig, nicht zu süß und nicht zu schwer“ – bekommen haben wir ein Glas, von dem wir nur zu gerne noch ein zweites getrunken haben. Und überhaupt merkt man, dass hier nicht nur groß Reden geschwungen werden, sondern wirklich jemand Ahnung hat. Flo erzählte uns nicht nur einiges über die riesige Weinauswahl, sondern unter anderem auch Geschichten über die Bauern und deren Black Angus Rinder oder von dem Parmesan, den er aus südlichen Gefilden bezieht. Gefällt uns richtig gut, wenn wir wissen, was genau es da auf unsere Teller geschafft hat. Und nicht nur die Geschichten bei Tisch gefallen uns, sondern auch das entspannte und lockere Ambiente, die leckeren Pizzen, die Weinauswahl und der Service. Und somit werden wir bald mal wieder vorbeischauen. Und darauf hoffen, dass wir auch tatsächlich einen Platz abbekommen. Aktuell eben nur auf der Terrasse. Aber das macht uns gar nix!

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