La Burrita California Dreaming an der Münchner Freiheit

Was wir von Kalifornien wussten? Dass die Sonne immer scheint, die Strände endlos und die Surfer wagemutig sind. Und dass der Highway 1 die wohl meistbefahrendste Panoramaroute der Welt ist. Was wir ehrlicherweise noch nicht wussten: Dass die kalifornische Küche besonders facettenreich ist und von Einflüssen aus Mexico, Asien und Europa geprägt ist. Ein Melting Pot dreier Regionen, dessen Kombination in dieser Form einzigartig ist. So erklärt uns das jedenfalls Stefan Tschorner, Quesadilla-Liebhaber und Mitgründer vom La Burrita, der mit seinem Partner Andreas Kolenda den Westküsten-Vibe in die Schwabinger Nachbarschaft schwappen lässt. 

Mexikanisch-kalifornische Gastro-Perle in der Occamstraße.
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Ob zum romantischen Dinner für zwei…
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… oder in geselligen Runden.
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Crushing on Cali

Wir entdecken das La Burrita sofort als wir in der Occamstraße eintrudeln: Die farbenfrohe Stuhlauswahl ist unser Wegweiser zum Eingang des „California Street Food“- Place, der erst Mitte diesen Jahres seine Eröffnung feierte. Nur ohne Feier natürlich, weil … ihr wisst schon. Da uns dieser Herbsttag leider alles andere als kalifornische Sonnenstrahlen schenkt, geht es für uns gleich rein in die gute Stube, in der wir sogleich von den beiden Geschäftspartnern und Freunden Stefan und Andi empfangen werden.

Stimmiges Konzept

To be very honest: Wir sind ein bisschen baff. Statt dem erwarteten Imbiss-Feeling, das wir ursprünglich mit dem Begriff „Street Food“ verbunden haben, stehen wir in einem wunderschön gestalteten Restaurant. Gemütliche Sitzmöglichkeiten aus Samt; aufwändige Wandmalereien (wo wir wieder bei den Surfern wären); eine beeindruckende goldene Bar, die gleichzeitig Herzstück und Hingucker ist und ein perfekt aufeinander abgestimmtes Farbkonzept aus kräftigem Rot, zartem Rosé und sanftem Blau. Stefan grinst: „Hätten wir als zwei Männer das eingerichtet, wäre es vielleicht ein bisschen anders geworden – aber wir hatten tatkräftige Unterstützung von einer Architektin.“ Soso, das Farbkonzept hat wohl einiges an Überzeugung gekostet. Zum Glück mit Erfolg – denn alleine fürs Interieur hätten die beiden sich schon ein Sternchen auf dem Walk of Fame verdient. 

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Lichterlaunen & Stimmungsuntermalung

Dass die beiden Gastgeber auf eine erfolgreiche Karriere in der Gastronomie zurückblicken können, merken wir dann spätestens, als sie uns in die geheimen Tricks (bleibt ja unter uns, oder?!) der Ambiente-Gestaltung einweihen, die wir als Gast dankbar hinnehmen, uns aber womöglich keine weiteren Gedanken drum gemacht hätten: Die gläsernen Lampen strahlen im tagesabhängigen, durchdachten Lichtkonzept; der Raum ist perfekt temperiert und aus den Lautsprechern klingt ein unaufdringlicher Elektro-Beat, den wir auch in einem quirligen Stadtviertel in Santa Barbara erwarten würden. Vor lauter Begeisterung hätten wir fast vergessen, weswegen wir eigentlich hier sind – unser Magen meldet sich lautstark zu Wort und Stefan reagiert blitzschnell mit: „Ich lass euch mal was in der Küche zusammenstellen.“

Wir haben den Fisch Tacos über die Schulter geschaut…
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…beziehungsweise dem lieben Küchenchef!
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Präzise Perfektion steht stets an oberster Stelle.
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Und ab damit auf unseren Tisch!
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Kulinarisches Kalifornien-Getaway

Wie wir kurze Zeit später feststellen, hat Stefan es extrem gut mit uns gemeint. Gut für uns, schlecht für unseren Sommerbody 2021. Aber hey – da wir in nächster Zeit wohl sowieso keine kalifornischen Strände im echten Leben zu Gesicht bekommen, schlemmen wir ungeniert bis wirklich nichts mehr geht. Los geht’s mit den besten „Pollo Asado“ Quesadillas, die unsere Geschmacksknospen je kosten durften. Gefüllt mit allerhand frischer Zutaten und dank dem cremigen Käseerlebnis ein perfekter Start in unser kulinarisches Kalifornien-Getaway. Der Platz auf dem Tisch wird schnell knapp: Frische Fisch-Tacos; aufwendige Fajitas mit feinstem US-Beef, knackigem Gemüse und typisch mexikanischen Zutaten; echte Buffalo Style Chicken Wings mit Blue-Cheese-Dip, scharfer Sauce und Sellerie und – weil das ja noch nicht genug war – ein köstlicher, perfekt gewickelter Burrito. 

Wer zur Mittagspause in den Genuss von La Burrita kommen will und nicht gerade an der Münchner Freiheit sitzt, der kann auch in die erste, kleinere Filiale von Andi und Stefan gehen: Am Rindermarkt 15 findet ihr sozusagen die große, kleine Schwester vom Restaurant in der Occamstraße.

Der Liebling der Gäste sind übrigens die Kimchi-Quesadillas. Und ein weiteres Highlight, das wir probieren müssen: Der Old School Burger. Saftig, klassisch, käsig. So wie wir es am liebsten mögen.

Eine Selbstverständlichkeit für die Profis: Viele Gerichte gibt es auch in vegetarischer oder veganer Ausführung. Die Beef-Lover unter euch müssen also auf keinen Fall auf Begleitung verzichten.

Münchner Preise? Werden hier nicht verlangt. Es gibt übrigens Mittagsmenüs – zu jedem Mahl gibt es den Softdrink für 2€ dazu – und eine faire Preisgestaltung. Was super ist – so können wir nämlich mehr als nur einmal im Monat im La Burrita vorbeischauen.

Cheers to you, California!

Normalerweise würden wir zu dem ausgiebigen Mahl natürlich standesgemäß mit Margaritas anstoßen, die ein absolutes Must-Try auf der Barkarte des La Burrita sind. Da unser Besuch allerdings zur Mittagszeit stattfindet (und wir ja auch irgendwie noch arbeiten mussten danach), lassen wir uns zwei erfrischende hausgemachte Limonaden schmecken. Nur zum krönenden Abschluss und zu inneren Aufräumarbeiten, serviert uns der herzliche Betriebsleiter Daniel, der seine Professionalität schon in zahlreichen Sterne-Hotels bewiesen hat, dann noch einen feinen Mezcal. Der übrigens all unsere Tequila-Traumata aus der Jugend blitzschnell über Bord wirft. Hach, was war das für ein gelungener Kurzurlaub in Richtung Golden State… see you soon, La Burrita! 

Eiskalte Erfrischung… beim nächsten Mal gibt's aber Margaritas!
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