Daytrip Jochen Schweizer Arena

Daytrip Jochen Schweizer ArenaHöhenflüge, Wellenritte & Gaumengaudi

Was Sportangebote angeht sind wir Münchner wahrlich so verwöhnt wie kaum ein anderes Großstadtvölkchen: Die Alpen immer im Blick, quasi an jeder Straßenecke ein quirliges Gewässer, schöne Natur zum Durchwandern, unzählige Rad- und Joggingwege... Wo sonst also als in unser sweet Minga passt ein Freizeit- und Funsport-Mekka wie die Jochen Schweizer Arena besser hin?! Seit März 2017 bietet sie dem actionfreudigen Münchner einen Pilgerort, an dem er an 365 Tagen im Jahr seinen Adrenalinspiegel immer auf's Neue herausfordern kann und dazwischen und danach wieder kulinarisch in den Chill-Mode gebracht wird. Um die komplette Bandbreite des Angebots zu testen und euch einen Ein- und Überblick zu geben, haben wir uns in die Fluten geworfen, sind in die Luft gegangen und haben uns durch die komplette Lunchkarte probiert. One fine Day @ Jochen Schweizer Arena - here we go!

Morning Wakeup beim Bodyflying

Man stelle sich ein stylisches Café vor in dessen Mitte ein riesiger 15 Meter Glaszylinder steht, in dem Menschen schweben. Klingt surreal? Ist es auch. Damit aus unserem Probeflug kein Absturz wird, stellt man uns Instructor Roland an die Seite, ein professioneller Fallschirmspringer und Fluglehrer. “Euer Körper hängt gleich wie eine Banane in der Luft. Wie, als wenn ihr die Hand aus dem Fenster des fahrenden Autos haltet - nicht anders funktioniert das Bodyflying." Schnell noch ein paar Körperhaltungstipps und wichtige Zeichen zur späteren Kommunikation im Luftkanal abgeklärt (denn dort ist es laut!) und schon geht’s in die Garderobe. Im Handumdrehen sieht man dank des Fallschirmsprung-Anzuges aus wie ein fertiger Adrenalinjunkie... mit etwas bedepperter Brille... aber das gehört halt dazu.

 

Eine Luftschleuse später stehen wir in der Vorkammer zum Himmel. Mit dem Einschalten der Turbine steigt nicht nur die Windgeschwindigkeit im Kanal auf durchschnittlich 180km/h sondern auch der Adrenalinspiegel. Flink die Hohlkreuzbanane geformt, lässt man sich ins Sturmvergnügen fallen. Klar wird schnell: ohne Roland geht hier nichts! Fliegen ist gar nicht so leicht. Jede noch so kleine Körperbewegung wirkt sich auf das Flugverhalten aus. Die Hände agieren auf einmal wie Landeklappen. Wenn die Körperspannung und die eigene Hektikkontrolle funktionieren, gibt’s zu guter Letzt noch das Air-Taxi. Mit über 200 Sachen werden wir mit unserem Instructor durch die vollen 15 Meter des Spaßzylinders geblasen. Auf diese Art und Weise „durchspringt“ man in zwei Minuten ca. 5000 Meter Luft. Wie bei einem echten Fallschirmsprung also. Wieder in der Vorkammer angekommen, zeigt dann noch schnell mal Roland, wie man diese Sturmmaschine richtig bedient. Aber wie soll eine Landratte das Können eines Vogels beschreiben? Gar nicht. Das müsst ihr schon selber sehen!

Lunchtime in Schweizer's Kitchen

So, nach dem Bodyflying muss der Adrenalinspiegel erst einmal wieder runter kommen... Vielleicht erst einmal um den Magen kümmern?! Unbedingt! So einladend, wie uns das interne Restaurant empfängt. Das Interieur: vom Stil her passend zur Arena selbst - sportlich-puristisch und stylisch. Mitten in der Arena hinter dem Eingangsbereich gelegen, bildet Schweizer's Kitchen das Herzstück, von dem aus ihr die einzelnen Bereiche Wasser, Luft und Outdoor ansteuern, oder eben zwischen euren Erlebnis-Slots entspannen und genießen könnt. Das geht am Mittag in legerer Atmosphäre mit leichten Gerichten und Snacks oder am Abend mit Candle-Light-Dinner-Potenzial bei Wagyu Steak und Co. Natürlich ist hier auch jeder willkommen, der keinen Erlebnis-Slot gebucht hat.

Wir entscheiden uns für das Lunch-Menü, Vor- und Hauptspeise für mehr als faire 10,90 Euro. Los geht's mit einem vegetarischen Antipasti Teller getoppt mit Parmesan, danach gibt's zum Beispiel die Gemüse-Quiche mit Sour-Cream-Dip, ein fruchtiges rotes Curry oder einen knackigen Caesars Salat mit Rinderfiletstreifen. Crossover-Küche mit Fokus auf Klassikern, modern interpretiert. Und vor allem: alles echt leicht. Darum fallen wir nach dem Essen auch nicht ins Foodkoma, sondern direkt wieder in Tatendrang... Es gibt ja noch so viel zu entdecken!

Spazierengehen nach dem Essen ist ja gesund... Bei Jochen Schweizer läuft der Verdauungswalk aber etwas anders ab. Im Hochseilklettergarten in bis zu 12 Metern Höhe können wir nicht nur frische Luft schnappen, sondern uns auch motorisch warm machen... immerhin soll es heute noch auf's Surfbrett gehen! Der multifunktionale Hochseilklettergarten ist eine Weiterentwicklung des klassischen Hochseilgartens. Heißt zum Beispiel: hier hängt man sich nicht ständig neu in den Karabinerhaken ein wie in den meisten Parks (ganz schön nervig und zeitaufwendig), sondern wird zu Beginn vom Guide eingehängt und zieht dann nur das Drahtseil mit - mega praktisch, so kann man sich ganz auf das Höhenerlebnis an sich konzentrieren. Und den Kletterparcours. Der hat steigende Schwierigkeitsgerade für Einsteiger und Fortgeschrittene parat.

Auf der Aussichtsplattform lassen wir den Blick schweifen... oh, da wartet ja noch der Flying Fox XL Parcours auf uns! Acht Seilrutschen mit einer Gesamtlänge von 330 Metern, ein Rundflug in bis zu knapp 10 Metern über das gesamte Gelände. Getoppt vom Sky Jump, der Sprung vom 12-Meter-Turm. Sagen wir mal so: wir testen ja immer gerne für euch... aber manchmal muss man auch mal passen. 

Nachmittagsabkühlung beim Indoorsurfen

Das Surfen auf stehender Welle gehört ja quasi zur Stadt-DNA. Aber wer stürzt schon seinen nicht-hawaiianischen Körper in die Eisbachfluten, nach all den Gruselgeschichten über geschundene Knochen, die da draußen existieren?! Dank des Hauses Schweizer und dem Deep-Water-System in der Arena in Taufkirchen, geht das nun wesentlich gechillter. Jeder, der das 8. Lebendsjahr und die 30 Kilo-Marke passiert hat, darf sich hier im polynesischen Volkssport ausprobieren. Sommerliche 25 C° Wassertemperatur bei konstanter Pointbreak Welle bis zu 1,40m Höhe. Unter dir kein messerscharfes Riff, sondern entspannte 1,20 Meter "tiefes" kühles Nass.

In den Anfänger-Slots bekommt ihr sogar die ersten 15 Minuten eine Haltestange an die Hand, um erst einmal ein Gefühl für die Sache zu bekommen. Dabei wird die Lernkurve so steil wie die Welle hinter euch. Das Erfolgserlebnis über Wasser zu "wandern" ist da auf jeden Fall garantiert, ganz gleich ob ihr eher Körper-Klaus oder Astral-Athlet seid. Und natürlich sind auch hier die ganze Zeit Surflehrer dabei, die euch unterstützen und Tipps geben. Eins können wir euch garantieren: Einfacher lernt man das Surfen nie. Shaka!

Das Finale: Sundowner auf der Sonnenterasse

Frisch geduscht und beflügelt von diversen Adrenalinkicks, die der Tag uns gebracht hat, lassen wir uns mit einer hausgemachten Limo auf der Sonnenterrasse nieder, die kürzlich erst umgebaut wurde und bis zu 250 Gästen Platz zum Essen, Chillen und Sundownen liefert. Klar, als Münchner kann man an jeder Ecke Sport in allen Facetten genießen. Aber so spektakuläre Angebote komprimiert auf einem Fleck, wie man sie in der Jochen Schweizer Arena vorfindet, sind auch für uns ein Highlight. Der nächste Surf-Slot ist übrigens schon gebucht, denn wir haben Blut geleckt. Frei nach dem Motto: Du bist, was du erlebst. 

Pics by Thomas Tomski und Oliver Rothstein./ Drohnenshots by Jochen Schweizer.

Dieser Beitrag ist in Kooperation mit Jochen Schweizer entstanden. 

Oliver Rothstein

Olli ist eine gebürtig rheinische Frohnatur, wurde aber um ein Haar in München geboren. Keiner ist perfekt. Die Stadt erkundet er ausschließlich zu Rad, so entgeht ihm kein versteckter Winkel. Er liebt die Seen, die Berge aber vor allem den Stadtdschungel.