Arnulfsteg Eisenbahnromantik und Aussichtsspot über München

Sonnenuntergänge an der Hackerbrücke zu bewundern, ist schon fast kein Geheimtipp mehr. Trotzdem zieht es uns immer wieder auf die Brücke über den Gleisen. Hat eben einfach etwas, dieser Blick in die Ferne während unter einem die Züge vorbeifahren. Für die Eisenbahnromantiker unter euch und diejenigen die gerne in die Ferne blicken, gibt es seit Mitte Dezember einen neuen Aussichtsspot: der Arnulfsteg zwischen Donnersberger- und Hackerbrücke. Wir sind für euch mal drüber spaziert.

Unter uns die Gleise, über uns der Himmel.
© wunderland media GmbH


Vom Norden in den Süden

Schon während wir in der S-Bahn sitzen können wir aus dem Fenster den neuen Arnulfsteg bewundern. Im Dezember 2017 wurde die Ausführungsgenehmigung für den Bau erteilt. Jetzt kurz vor Weihnachten konnte der Steg vom Baureferat München eröffnet werden. Die neue Fuß- und Radwegbrücke verbindet von nun an den Norden also Maxvorstadt und Neuhausen mit der im Süden gelegenen Schwanthalerhöhe. Das Schönste? Der Steg ist, im Gegensatz zur Hacker- und Donnersberger Brücke, frei von motorisiertem Verkehr. Schön ruhig und sicher.

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Spiralförmige Auffahrten

Wer über den Arnulfsteg spazieren möchte, der steigt am besten an der Donnersberger Brücke aus. Von den Bahnsteigen kommen Fußgänger über eine Treppe auf den Arnulfsteg. Uns fällt auf, dass leider kein barrierefreier Zugang von den Bahnsteigen aus möglich ist. Vermutlich, weil diese so schmal sind, dass nur Platz für die Treppe war. Auf beiden Seiten, an der Erika-Mann-Straße und an der Philipp-Loewenfeld-Straße, ermöglichen jedoch barrierefreie Rampen und Aufzüge einen Zugang für alle. Die spiralförmigen Auffahrten sind nicht nur praktisch, sondern sehen auch ziemlich cool und modern aus finden wir. Schon allein diese sind richtig gut fotografisch in Szene zu setzen. Probiert’s mal aus!

Mit dem S-Bahn München Magazin Das Münchner Umland entdecken

Sie bringt uns nicht nur zur Arbeit oder zur Uni, sondern auch zu den schönsten Orten im Münchner Umland – unsere S-Bahn München. Doch wie funktionieren Technik und Betrieb überhaupt? Und was sind die besten Freizeitentdeckungen entlang der Gleise?  Schaut exklusiv hinter die Kulissen im S-Bahn Online Magazin und erfahrt in spannenden Beiträgen mehr über die Geschichte unserer roten Flitzer.

Verglaster Windschutz mit super Sitznischen

Dann spazieren wir über den etwa 240 Meter langen und ca. fünf bis sechs Meter breiten Steg. Ganze 37 Gleise des Gleisvorfeldes des Münchner Hauptbahnhofs überqueren wir dabei. Für Trainspotter und alle, die München auch anders entdecken mögen, gibt´s also wirklich viel zu sehen. Sowohl Regionalzüge, ICEs als auch unsere roten S-Bahnen flitzen unter uns hindurch. Trotz der winterlichen Temperaturen ist es hier oben angenehm windstill. Das ist dem verglasten Windschutz zu verdanken. Gleichzeitig bieten die Scheiben und die Nischen einen super Spot zum Sitzen und in die Ferne blicken. Sogar die Zwiebeltürme der Frauenkirche können wir von hier bewundern. Die Vorfreude auf den Sommer steigt jetzt schon, denn bei wärmeren Temperaturen lässt es sich hier bestimmt etwas länger aushalten und staunen.

Unser neuer Lieblingsaussichtsspot!
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Mehr Lieblingsplätze? Haben wir!