Wolkenkratzer-Ersatz für München

Wolkenkratzer-Ersatz für MünchenKultplace Alter Peter

Wer keine Lust auf den Olympiaturm hat, um sich mal den Überblick zu verschaffen, der geht am Besten zur ältesten erwähnten Pfarrkirche Münchens. Da findet sich nämlich ein Türmchen, von dem man einen tollen Ausblick auf die Innenstadt Münchens hat. Zwischen Marienplatz und Rindermarkt gelegen ist der Turm (und natürlich die Kirche) immer einen kleinen Abstecher wert!

Die Aussicht, ein Traum!

Einziges Manko: Kein Lift wie im Olympiaturm und 300 Treppenstufen. Ungute Kombi für die Nichtsportlichen unter uns und für die Weißbierliebhaber, die meinen sich die Kalorien vom Weißwurstfrühstück auf dem Viktualienmarkt abtrainieren zu müssen. Deswegen oberste Prio: Turnschuhe und nüchtern. Der Turm ist 91 Meter hoch (das die überhaupt eine Baugenehmigung in München bekommen haben?!). Jetzt schlagen da jedenfalls regelmäßig Blitze ein. Der Blitz hat ja auch nicht soviel Auswahl an Hochhäusern. Also auch bei schlechtem Wetter das Türmchen lieber meiden, ihr Lieben!

Nach den kleinen Don‘ts, nun das große Do, wieso ihr da hoch sollt: Der Peter ist berühmt. Die Erkennungsmelodie des BR-Verkehrsfunks ist die erste Zeile des Liedes „Solang der alte Peter“ und der Teufel war auch schon zu Besuch. Der soll nämlich das Turmkreuz um 90 Grad durch einen Fußtritt gedreht haben. König Ludwig II  hat das aber schon wieder repariert als er mal nicht das tausendste Türmchen in Neuschwanstein gebaut hat. Der Peter ist einfach ein Wahrzeichen. Kein München ohne Peter. Kein Peter ohne München. Außerdem ist die Aussicht einfach herrlich - nirgendwo sonst sieht man so hübsch über Marienplatz, Rindermarkt und Viktualienmarkt! Und bei guter Sicht bis 100 Meter ins Alpenvorland!! ALPENBERAUBEND!

Der Alte Peter ist das ganze Jahr über geöffnet

Im Sommer: Mo-Fr 9-18.30 Uhr/ Wochenende 10-18.30 Uhr.
Im Winter: Mo-Fr 9-17.30 Uhr/ Wochenende 10-17.30 Uhr.

Eintritt für Erwachsene 2€, ermäßigt 1€.

Andrea Schwaiger

Kapstadt und Tel Aviv haben der Münchnerin schöne Augen gemacht - trotzdem liebt Andrea ihre Heimatstadt einfach am meisten. Als Juristin geht sie den Sachen gerne auf den Grund - neben dem Gesetzbuch aber am liebsten den schönen Seiten des Lebens. Dabei fühlt sich Andrea im kleinen Imbiss um die Ecke ebenso dahoam wie im piekfeinen Gourmetrestaurant.