Wohnungswahnsinn!

Wohnungswahnsinn!Fünf unkonventionelle Geheimtipps für die Suche aller Suchen

Eine Menschentraube, keiner spricht, keiner lacht. Die Stimmung ist angespannt. Die ausgetauschten Blicke sind argwöhnisch. Nein, es handelt sich hier weder um ein Bewerbungsgespräch, noch um die Vorrunde für die neue TV-Casting-Show. Es geht um eine ganz normale Wohnungsbesichtigung. Hier hört der Spaß in München bekanntlich auf. Denn entweder man ist Großerbe oder Single mit dickem Geldbeutel - alle anderen müssen sich auf einen harten Konkurrenzkampf einlassen, der auch dem geduldigsten Menschenfreund unter uns die Sorgenfalte auf die Stirn treibt. Chancengleichheit ist auf dem Wohnungsmarkt meist ein Fremdwort. Wie wäre es also mal mit einem Losverfahren oder einem Blind-Casting?! Aus gegebenem Anlass (ja, das Geheimtipp-Team ist mal wieder auf der Suche nach neuen Büroräumen) haben wir uns an die Recherche gemacht. Und sind dabei auf ein paar etwas "andere" Ansätze gestoßen, wie man die Suche nach den neuen vier Wänden angehen kann. Denn ganz ehrlich: Nach der zwanzigsten Massenbesichtigung kann einen die Hoffnung durchaus mal verlassen...

Traumwohnung über Instagram bekommen? Geht!

Wohnzimmer, schönes Wohnzimmer, Zimmer, Licht

Traumwohnung gesucht

Immer wieder kann man Eintrittskarten und andere Schmankerl auf Facebook oder Instagram gewinnen. Liken und Folgen lautet hier der Weg zum Glück. Nach diesem Prinzip Vorteile bei der Wohnungenssuche vergeben? Warum eigentlich nicht! Das hat sich die KWAG auch gedacht. Das mittelständische Unternehmen möchte ein Zeichen gegen Massenbesichtigungen setzten. Für ein aktuelles Projekt - das Holzkontor in Haidhausen - können sich alle Wohnungssuchenden auf diese Weise auf eine Wohnung bewerben. Von der 1- bis zur 4-Zimmer-Wohnung ist alles dabei. Wer der KWAG unter kwag_immobilien auf Instagram folgt und sich auf www.holzkontor-vermietung.de vormerken lässt, bekommt die Chance sich auf eine der Wohnungen im schönen Haidhausen zu bewerben und schon 72 Stunden vor Vermietungsstart einen Blick darauf zu werfen. Alles was ihr dann noch tun müsst, ist gute Vibes an die Glücksfee zu schicken. 

Online kann jeder - offline guckt keiner...

Bunte Postest, Post its, bunt

Pin it - analoge Wohnungssuche

Im Studentenleben fängt es an - das ewige Scrollen durch WG-Seiten. Beim Berufsstart geht es oft nahtlos weiter. Man freut sich auf seine ersten eigenen vier Wände und landet wo? In den unendlichen Weiten der Online-Immobilien-Portale. Die Erfolgsrate ist extrem gering und der Spaßfaktor geht gegen null. Wagt euch mal wieder in die analoge Welt, während alle ihr Frustrations-Level vor dem Bildschirm ins Unendliche steigern. Denn es gibt sie noch - die Menschen, die Inserate in Tageszeitungen aufgeben. Gerade die Generation unter den Hausbesitzern, die ohne Internet sozialisiert wurde. Und auch euer kreatives Gesuch könnte - abgedruckt in der Zeitung - euer Leben verändern. Wer den Printmedien allerdings schon ade gesagt hat, der kann sich an den schwarzen Brettern dieser Stadt austoben. Auch die gibt es noch: In Supermärkten, beim Bäcker, im Café. Oder ihr entwerft einen Steckbrief - a la Wild Wild West und verteilt ihn an den Ampeln dieser Stadt. Denn wir alle wissen, der Wohnungsmarkt ist mindestens so gnadenlos wie ein Knarrenduell.

Großstadt-Utopie Genossenschaft - Es gibt sie doch!

You matter, you are not alone

Nicht aufgeben!

Du kennst wen, der wen kennt, der in einer sog. Genossenschaft wohnt? Die bestehenden Wohnungsgenossenschaften sind ausgelastet. Sie nehmen niemanden mehr auf, und wenn überhaupt nur enge Verwandte, von bereits bestehenden Mitgliedern. ABER: Genossenschaften entstehen nicht einfach aus dem Nichts. Sie werden gegründet. Zumeist von Menschen, die wissen, dass sie gemeinsam mehr Ressourcen und mehr Kraft haben, als alleine. Zusammen kehren sie dem Münchner Wohnungsmarkt den Rücken, um selbst ein Haus zu bauen und der Solidarität zu geloben. Ein solches, junges Modell heißt "Kooperative Großstadt" ein anderes "Progeno". Wer selbst keine Genossenschaft gründen will, wird hier Mitglied. Auch hier muss man viel investierend, der Prozess ist aber nicht halbwegs so frustrierend.

Eigenlob stinkt... nicht.

Wohnung finden - oft ganz schön heavy!

Warum nicht einfach der eigene Werbeträger sein?! Immer wieder sieht man Autos durch die Stadt fahren, die Werbesticker präsentieren. Diese Form von Werbung nutzen viele Firmen. Und was die können, können wir schon lange! Seid eure eigenen Litfaßsäulen: warum nicht einen knalligen Pulli, T-Shirt oder Cap bedrucken lassen und so "laufend" Werbung für sich als Nachmieter machen. So könnt ihr schon auf dem Weg zur Arbeit unglaublich viele Leute erreichen. Wer sich eine eigene Email-Adresse für diese Art der Wohnungssuche einrichtet, muss sich dabei auch nicht vor Spam im privaten Postfach sorgen.

Make new friends - Aber die Richtigen!

Nachbarn, Cap, Cappy, Mütze, Love your Neighbor, Love

Nein, wir raten euch jetzt nicht, in die Münchner Schickeria einzutauchen und Euch bei Austern und Champagner anzubiedern. Doch jeder weiß: Über Kontakte, gute Freundschaften und die Community geht so einiges. Ein stabiles Netzwerk ist wertvoll. Und warum immer in der eigenen Generation unterwegs sein. Das Projekt "Wohnen gegen Hilfe" macht es vor, dass Freundschaften auch über Altersgrenzen hinweg nützlich sein können. Die Initiative des Studentenwerks München und des Seniorentreffs Neuhausen machen es vor. Sich einander helfen - das ist auch der Spirit des Newsletters WoLoHo, das steht für Work, Love, Home. Hier kann man sich anmelden und helfen und die Unterstützung anderer in Anspruch nehmen - auch bei der Wohnungssuche. Keine schlechte Idee!

Manchmal muss man einfach Glück haben.

Mit Instagram zur neuen Wohnung

Zum Vermietungsstart gibt die KWAG all ihren Instagram Followern die Möglichkeit, sich 72 Stunden vor Vermietungsstart und damit vor allen anderen für eine der Neubauwohnungen im Haidhausener Holzkontor zu bewerben. Das müsst ihr tun:

  1. Der KWAG auf Instagram folgen: kwag_immobilien
  2. Euch auf der Webseite vormerken lassen
  3. Euch mit dem euch zugeschickten Code für eure Traumwohnung bewerben

Dieser Beitrag ist in Kooperation mit der KW AG entstanden

Jennifer Lichnau

Jennys Spiritanimal ist der Dackel. Nicht nur weil sie ein waschechtes Münchner Kindl ist. Sie ist klein, frech und manchmal durchaus hartnäckig. Perfekte Voraussetzungen, um sich in ihrer geliebten Heimat durchzubeißen. Denn München bedeutet für sie nicht nur Spritz in der Sonne trinken. Gott sei Dank! Gerne entdeckt sie neue Ecken der Stadt – ganz abseits von Glanz und Gloria, wie zum Beispiel im Westend – ihrer Homebase. Guter Kaffee ist ihr Lebenselixier, wenn sie also nicht mit einem ihrer Pflegehunde an der Isar ist, sitzt sie wahrscheinlich im Café um die Ecke.