Von Brückenträumen und Klosterkunst Einfach mal los #19: Ein Kultur-Ausflug nach Fürstenfeldbruck

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Wir haben uns die Landkarte geschnappt (im Fachjargon auch: Google Maps) und haben die Umgebung unserer Lieblingsmetropole etwas genauer unter die Lupe genommen. Da hätten wir den Ammersee und den Starnberger See – sehr schön, aber dort waren wir ja vor gar nicht langer Zeit. Was sehen wir noch so? Fürstenfeldbruck? Da sind wir schon ein paar Mal vorbeigefahren, aber so richtig wahrgenommen haben wir das kleine Städtchen noch nie. Wir werfen einen kurzen Blick auf die Bilder der Stadt: ein hübsches Kloster, viele Brücken – okay, überzeugt, da fahren wir hin. Ein paar Minuten später sitzen wir in der S-Bahn und sind gespannt, was das kleine Örtchen Fürstenfeldbruck so für uns bereit hält.

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Mehr Kunstwerk als Kirche

Angekommen am Bahnhof sind wir nicht sofort überzeugt von der Idylle, – wirkt doch ein wenig grau und kahl hier. Doch nur ein paar Meter weiter führt eine große, immer noch mit Morgenfrost überzogene Wiese uns in Richtung Kloster Fürstenfeldbruck. Die aus der Ferne zu erkennenden Kirchtürme lassen uns die Schönheit des Gotteshauses bereits erahnen. Wir durchqueren ein kleines Tor und finden uns dann im Klosterhof wieder, der Anblick hat nicht zu viel versprochen – das gesamte Gelände wirkt eindrucksvoll auf uns. Was für eine Baukunst. Da hat der Münchener Oberhofbaumeister Giovanni Antonio Viscardi im 18. Jahrhundert ein wahres Kunstwerk geschaffen. Gold und Stuckverzierungen im Inneren wohin das Auge reicht, – wir sind sprachlos bei diesem Anblick. Wäre es nicht so früh am Tag, würden wir auf dieses Kunstwerk erst mal im Klosterstübchen gegenüber mit einer Halben anstoßen. Stattdessen bestaunen wir die Werke im angrenzenden Museum. Das Museum Fürstenfeldbruck bietet spannende Ausstellungsstücke zum Kloster Fürstenfeld, Leben in Bruck um 1900 und Römer, Kelten, Bajuwaren . Rundum informiert über die regionale Geschichte und Kultur verlassen wir das imposante Klostergelände wieder.

Eine belesene Mühle

Wir folgen den Schildern nun in Richtung Innenstadt. Der Weg führt uns durch einen hübsch angelegten Park entlang eines kleinen Wasserlaufs. Hier könnte man im Sommer schön verweilen, die Blumenpracht bewundern und eine Runde fast lebensgroßes Schach spielen. Ein großes Spielfeld am Rande der Grünfläche lädt dazu ein. Heute ist es allerdings wirklich zu kalt dafür, also huschen wir flink zu unserem nächsten Ziel: der Aumühle. Die ehemalige Mühle, die bereits 1331 in Urkunden erwähnt wurde, bietet heutzutage Raum für die Stadtbibliothek. Hier stöbern wir entspannt durch die prall gefüllten Bücherregale und genießen einen heißen Cappuccino, um langsam aufzutauen. Nachdem wir unsere Finger wieder fühlen können, treten wir den weiteren Weg Richtung Zentrum an.

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Die Brücke zur Innenstadt

Der Weg hält eine wunderschöne Überraschung für uns bereit – Fürstenfeldbruck ist tatsächlich die Stadt der Brücken. Wir schlendern weiter durchs Grüne und kommen zum malerischen Silbersteg. Er führt über die Amper, ist umrandet von Bäumen und Sträuchern – ein bisschen verträumt und absolut friedlich dieser Ort. Auf einmal haben wir es gar nicht mehr so eilig ins Zentrum zu gelangen, viel lieber bleiben wir eine ganze Weile auf dem Steg stehen und bewundern die Aussicht auf Amper und Innenstadt — allein für dieses Idyll hat sich der Ausflug schon gelohnt. Kalt ist es allerdings immer noch, also raffen wir uns auf und erreichen kurz hinter dem Steg endlich die kleinen verwinkelten Gässchen der Innenstadt. 

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Auch im Grau sticht der Silbersteg heraus.
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Winterlich-weihnachtliche Atmosphäre in Fürstenfeldbruck
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Zum Abschluss – die Suche nach dem schönsten Bild

Wir lassen uns durch die Straßen treiben, bewundern das alte und das neue Rathaus – beide Häuser bestechen durch eine wunderschöne Optik. Über uns scheinen funkelnde Lichter und uns zieht es zum letzten Punkt auf unserer Touri-Bucketliste – der Amperbrücke. Sie ist DER Fotospot hier in Fürstenfeldbruck. Am Ufer der Amper blickt man wunderschön auf die steinerne Brücke, während daneben die Blätter der massiven Trauerweide im Wind wehen und die bunten Häuser im Hintergrund das Grau des Winters für einen kurzen Moment verdrängen – Cheeesseee! Und fertig ist das perfekte Erinnerungsfoto. Wir kommen allerdings wieder: Schließlich müssen wir noch die ganzen kleinen Lädchen und Cafés auschecken. Also: Bleibt gespannt!

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Mit diesem zauberhaften Foto sagen wir: Ciao Fürstenfeldbruck!
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Das war noch lange nicht alles! Wie wäre es doch mal mit einem Ausflug zum Starnberger See?