Top 10 Münchner Macher  #2

Top 10 Münchner Macher #2Alles was der Nightlife-Performer braucht

Dass die Geheimtipp München Redaktion einen echten Faible für lokale Produkte und Start-Ups hat, dürfte sowohl bekannt, wie auch selbsterklärend sein. Auf heimische Geschäftsmodelle zu stehen ist weniger Trend als echte Überzeugung. Im Folgenden haben wir einige empfehlenswerte lokale Zutaten zusammengetragen - alles was dem leidenschaftlichen Nightlifekonsumenten gefallen dürfte. Was genau soll das sein? Zunächst einmal - natürlich - gute Alkoholika. Dann braucht es Brot zum Aufsaugen, Wasser - die Dehydration ist der größte Feind des Trinkers - und zu guter Letzt natürlich Kaffee zum Klarkommen.

The Duke Gin

Schon lange vor der Peak des Gin-Trends haben die beiden Gründer von The Duke an den Erfolg von Manufaktur Destilaten geglaubt und im Herzen von Schwabing angefangen, köstliche Wacholdergeister heraufzubeschwören. Auch hier hat sich mittlerweile das Erfolgswachstum eingestellt und der Duke ist der erfolgreichste Gin der Stadt, wenn nicht des Südens. Ein absolutes Highlight ist die wiederbelebte Traditionsdestille in Aschheim, die dem Unternehmen zu neuer Schönheit verholfen hat. Übrigens: Eine Reise Wert. Ihr erinnert euch vielleicht an unseren Bericht aus dem letzten Jahr…

Aircraft von Airbräu

An einem Flughafen auf der Durchreise festzustecken und dann Speis und Trank zu suchen, macht soviel Spaß, wie auf der Autobahn zu tanken. Man weiß vorher schon, dass man über den Tisch gezogen wird. Dass das auch anders geht, weiß jeder, den es mal ins Münchner Airbräu am Flughafen verschlagen hat. Nicht nur, dass der Preis hier der normalen Welt entspricht, es besticht auch die Qualität des Essens.Die weltweit einzige Flughafen Brauerei hat das Craftbier quasi im Blut und trägt bayrische Lebensart in die ganze Welt dank vorbildlicher Wirtshauskultur an einem internationalen Dreh- und Angelpunkt.

Brotmanufaktur Schmidt

Die gesamte Branche des Bäckerhandwerks befindet sich schon seit Jahren im radikalen Umbruch. Kaum ein Handwerk hat so viele Betriebe verloren wie die fleißigen Nachtarbeiter unseres Frühstücks. Wenn sich da ein weit über hundert Jahre alter Betrieb immer wieder im neuem Gewand zu präsentieren versteht und trotzdem die Flamme der Tradition bewahrt, zeugt das von vorbildlichem Unternehmertum.

Aqua Monaco

Wasser ist Lebendsspender wie auch blaues Gold zugleich. Welche Auswirkungen diese Kapitalmacht nach sich ziehen kann, hat uns Nestlé gelehrt. Natürlich sind nicht alle Wasserhändler Gesandte des Bösen, dennoch braucht es eine gehörige Portion Mut, es mit lauter Goliaths aufzunehmen. Dass das aber durchaus von Erfolg gekrönt sein kann, zeigen Manufakturen wie Aqua Monaco. Wenn das Wasser aus der Münchner Schotterebene dann auch noch von solch einer Qualität ist, wundert’s nicht, dass sich auch noch köstliches Ginger Ale und Tonic Water daraus kreieren lassen.

Feel Gin

Wer beim Konsum von seinem Lieblings-Gin Tonic nicht auf seinen Nachhaltigkeitsanspruch, wohl aber auf Industriezucker verzichten möchte, der sollte beim Pasinger Feel Gin hellhörig werden. Korbinian Achternbusch hatte genau diese beiden Grundansprüche zum Ausgangspunkt seiner Gin-Geschichte gemacht. Dieses heere Ideal hat ihn dann über ein ganzes Jahr Rezeptforschung und ein alchemistengleiches Leben gekostet, bis er mit dieser Leckerei wieder aus seinem Keller hervorkommen konnte. „Leckeres er da geschafft hat, die Kraft mit ihm ist!“

Hopfmeister

Momentan noch als Gipsy-Brauerei tätig, hat der Hopfmeister zumindest keine feste Adresse. Der Vorteil solch einer Brautechnik ist, dass Brauereien, die nicht ganz ausgelastet sind, freie Slots verkaufen können und junge Brauereien nicht sofort den sehr teuren Schritt zum eigenen Equipment gehen müssen. Als sehr junge Brauerei ist das noch genau das Richtige für den Hopfmeister Marc Gallo. Ein Großer ist er allerdings schon jetzt, wenn es um seine Designs der Flaschen geht. 2016 hat er direkt erstmal den Red Dot Design Award für das beste Kommunikationsdesign abgeräumt.

SØDA

„Infusiertes Wasser“, oder wie der Hipster sagt „infused water“ klingt zwar nach `nem überflüssigen Trendthema, ist aber eigentlich einer der smartesten Moves, die man bringen kann. Wir alle Wissen, dass die allermeisten Industriedrinks nicht besonders gesund sind, viel Zucker, künstliche Farbstoffe und so weiter. Da hilft dann auch kein Zerrro! Doch leider haben wir uns auch alle an Wasser mit Geschmack gewöhnt. Die Lösung ist Wasser, das mit Zugabe von Obst, Kräutern oder sogar Gemüse zum guten Geschmack kommt. Das ist gesund, kommt ohne Zucker aus und beherbergt sogar die positiven Wirkstoffe der Geschmacksspender. SØDA gibt’s in Ginger Water, Lime oder Ginger Shot.

Emilo Kaffee

Dass auch das absolute Alltagsgut „Kaffee“ gewissen Qualitätsunterschieden unterworfen ist, wurde in Deutschland lange genug ignoriert. Völlig zu Recht erlebt der (gute!) Kaffee nun seit einigen Jahren eine wahre Renaissance. Der grundlegende Unterschied besteht zum einen natürlich im Rohstoff, zum anderen in der Röstung. Das da eine örtliche Manufaktur wesentlich bessere Arbeit leisten kann als ein massenorientierter Konzern, zeigt nun schon seit einigen Jahren das Emilo Team. Die Jungs sind so erfolgreich, dass auch der FCB-Basketball seit 2 Jahren Partner des Geschmacks ist. Geröstet wird in den alten Togal-Werken in Bogenhausen.

Man versus Machine

Kaffee gehört in unseren Augen nun einmal einfach nicht in die Hand von Starbucks und Konsorten - das habt ihr ja zuvor schon gelesen. In diesem Feld echte Pioniere der Stadt sind auch Man versus Maschine. Die in der Müllerstraße beheimatete Rösterei hat auch gleich das hauseigene Café mit dabei. Die Preise vor Ort sind erstaunlich normal, ob das den Stylehipster abschreckt, weil er zu wenig Geld ausgibt, wissen wir nicht. Was wir wissen ist, dass das Ehepaar Mehrwald scheinbar gerne den unkonventionellen Weg geht. Wer sich die Story zum Krokodilslogo anhört, muss das zumindest glauben. „Das Krokodil machte einfach am wenigsten Sinn. Sogar der Designer war überrascht, dass wir uns für diesen Vorschlag entschieden haben.“ Na dann... weiter so!

Probier mal!

Alle oben genannten Label...

... und noch viele mehr, könnt ihr währen der Hirmer Kauf Lokal Aktion vom 5. Februar bis 3. März kennenlernen. Und auch probieren! Die verschiedenen Tastings finden immer von donnerstags bis sonntags zwischen 12 und 19 Uhr auf allen Etagen des Herrenmodehauses auf der Kaufingerstraße statt. Mehr Infos zum Kauf Lokal findest du hier.

Oliver Rothstein

Olli ist eine gebürtig rheinische Frohnatur, wurde aber um ein Haar in München geboren. Keiner ist perfekt. Die Stadt erkundet er ausschließlich zu Rad, so entgeht ihm kein versteckter Winkel. Er liebt die Seen, die Berge aber vor allem den Stadtdschungel.