The Whiskey Foundation

The Whiskey FoundationThe Sound of Munich #6

The Whiskey Foundation - das sind 5 Jungs, die die Leidenschaft zum Blues Rock verbindet. 5 Jungs, die bei der ersten gemeinsamen Jam-Session beschlossen haben, eine Band zu gründen. 5 Jungs, die bereits als Vorband für AC/DC und Deep Purple auf der Bühne standen und trotzdem kein bisschen abgehoben sind. Vielmehr sind es 5 Jungs geblieben, die wahnsinnig gern zusammen Musik machen - und das unglaublich gut. Ach ja, und gelegentlich trinken sie Whiskey dabei.

Murat Kaydirma © Geheimtipp München

Pascal Fischer © Geheimtipp München

Janis Gursky © Geheimtipp München

Julian Frohwein © Geheimtipp München

Franz Klein © Geheimtipp München

Billiger Fusel - oder wie alles begann

Bis Musiker einen Bandnamen finden, fließt zuweilen viel Gehirnschmalz. Und wenn man danach fragt, wird der Prozess - oft pathetisch anklingend - nacherzählt. Bei The Whiskey Foundation ist das anders: Pascal, der Gitarrist der Band, ist eines Nachts Murat begegnet. Dieser hatte, wie so oft, seine Mundharmonika dabei. Pascal, der zu dieser Zeit zusammen mit Janis und Franz eine Band namens Lucky Fish hatte, lud Murat zu einer Jam-Session ein. Zu trinken gab's Whiskey. Und da hat es sofort gefunkt zwischen den Jungs. Auslöser für die Gründung der Band war zwar nicht der Whiskey(-Rausch). Aber er war er Namensgeber. War übrigens ganz billiger Fusel. Macht nichts, denn der hat München eine Band beschert, die den Black Keys locker Konkurrenz macht.

The Whiskey Foundation

LIVE IM STROM

Wenn euch im Dezember zu kalt wird, solltet ihr Euch den 20.12.19 dick im Kalender anstreichen. Denn wenn die Jungs im Strom auf der Bühne stehen, wird's heiß.

Whiskey für die Ohren

Seit 2013 zählt die Band drei veröffentlichte Alben und eine große Fangemeinde, weit über Deutschlands Grenzen hinaus. Ein viertes Album ist geplant. Der Prozess dahin? Auch hier bekommt man eine simple Antwort aus der Runde: Wir treffen uns und machen Musik. "Manchmal bringt einer der Jungs einen Song oder eine Melodie mit, die er bereits eine Weile mit sich rumträgt, und manchmal ergeben sich Songs bei der gemeinsamen Jam-Sessions", sagt Murat, schaut in die Runde, die Jungs nicken. Wenn Murat singt, klingt seine Stimme, als hätte er sie mit zwei Flaschen Whiskey gewärmt und aufgeraut: Whiskey für die Ohren - aber kein Fusel, sondern feinster Tropfen.

Unbekümmert, bescheiden & eindrucksvoll

Die 5 Jungs sitzen in ihrem Bandraum auf der Galerie. Jeder fläzt auf einer Couch oder im Sessel. Gleich haben sie einen Auftritt. Nichts großes. Die Atelier-Gemeinschaft, in der sich ihr Bandraum befindet, feiert ein Hoffest und hat gefragt, ob die Jungs  ein paar Songs spielen würden. Viel ist nicht los, aber die Band will ihren Teil beitragen. Gefragt nach einem Wunsch für die Zukunft, kommt eine bescheidene, wie eindrucksvolle Antwort: "Wir wollen weiterhin so unbekümmert Musik machen dürfen, wie wir es jetzt tun können." Das sieht die Band als ein Privileg in dem Wissen, dass das sicherlich nicht alle Künstler genießen dürfen. 

Einfach gemeinsam Musik machen

Bevor Murat, Janis, Pascal, Franz und Julian sich auf die kleine Bühne vor den Ateliers stellen, rauchen sie noch am Fenster des Bandraums, den sie sich gemeinsam mit einer anderen Künstlerin teilen. Ihren Musikstil bezeichnen sie selbst als Blues Rock, der offen ist, in alle Richtungen. Als das Wort progressiv fällt, entfacht eine kurze Diskussion. Julian beendet diese mit dem Satz. "Also wir empfinden es zumindest als progressiv", sagt er und lächelt verschmitzt. Mit dieser Aussage scheinen alle zufrieden. Insgesamt wirken die Jungs wie ein eingespieltes Team. "Es ist wie bei einer Familie", sagt Murat, "man liebt sich und manchmal streitet man sich auch". Kein Wunder, die Jungs haben schon viele Stunden gemeinsam im Tour-Bus verbracht, das schweißt zusammen. 

Ein eingespieltes Team © Geheimtipp München

Bilder von Frank-Achim Schmidt für Geheimtipp München.

Jennifer Lichnau

Jennys Spiritanimal ist der Dackel. Nicht nur weil sie ein waschechtes Münchner Kindl ist. Sie ist klein, frech und manchmal durchaus hartnäckig. Perfekte Voraussetzungen, um sich in ihrer geliebten Heimat durchzubeißen. Denn München bedeutet für sie nicht nur Spritz in der Sonne trinken. Gott sei Dank! Gerne entdeckt sie neue Ecken der Stadt – ganz abseits von Glanz und Gloria, wie zum Beispiel im Westend – ihrer Homebase. Guter Kaffee ist ihr Lebenselixier, wenn sie also nicht mit einem ihrer Pflegehunde an der Isar ist, sitzt sie wahrscheinlich im Café um die Ecke.