State of Mind

State of MindFotokunst im Flamingo Container

Die meisten Menschen geben ungern Einblick in ihre Beziehungen zu anderen. Für den aufmerksamen Betrachter lassen sich in den richtigen Momenten aber Details sehen, die alles verraten. Ein Blick, eine beiläufige Bewegung, die Körperhaltung - das alles passiert in Sekundenschnelle. Und verrät doch trotzdem so viel. Ein guter Fotograf schafft es, diese fast unsichtbaren Augenblicke festzuhalten. Und mit nur einem Bild sehr viel von den Menschen vor seiner Linse preiszugeben. Ein solcher Fotokünstler ist der Münchner Harald Rumpf. In seiner Ausstellung „State of Mind“ im Flamingo Container der Container Collective könnt ihr euch ab Freitag ausgewählte Werke anschauen. Und dabei vielleicht noch einiges über Menschen, deren Beziehungen - eventuell ja sogar über eure eigenen - lernen.

Harald Rumpfs Fotografien bringen in nur einem Bild das Verhältnis von den gezeigten Personen auf den Punkt. Nicht nur untereinander. Sondern auch zu ihrer Umgebung. Und zum Fotografen selber. Dabei sind Straßenfotografien, die ganz zufällig entstanden sind, zum Beispiel in New York. Aber auch Fotografien, die die "Objekte" in direkter Konfrontation zeigen mit der Kamera. „Die Fotografie wird zum Alibi, um an Dingen und am Leben anderer teilzuhaben und für einen Moment darin einzutauchen", verrät der Künstler in der Ankündigung des Openings.

Meine Fotos und Filme erschließen die Welt auf eine subjektive Art. Vom Auge ins Herz und vom Herz ins Auge.

Harald Rumpf, Münchner Fotograf und Filmemacher

Eine Handvoll Bilder geben zudem einen Einblick in die Geschichte der Isarmetropole. Sie sind Teil des Projektes „München in den 80er Jahren“. Darin setzt sich Harald Rumpf mit der abflachenden Protestära der 60er und 70er Jahre und der daraus entstehenden Neuausrichtung auseinander. Wir erwarten: hohe Fotokunst. Die noch dazu völlig for free ist! Der Eintritt ist das ganze Wochenende über umsonst. Die gesparten Euronen könnt ihr dann zum Beispiel gleich um die Ecke in der Bar of Bel Air investieren. Und als gebührenden Ausklang für das arty Wochenenddate bei ein, zwei Drinks an der eigenen Beziehung zum mitgebrachten Lieblingsmenschen arbeiten. So macht Beziehungsarbeit doch mal richtig Laune! 

Pics by Harald Rumpf

Julia Katharina Tomski

Ursprünglich aus dem bodenständigen Nordrhein-Westfalen folgte Julia dem Ruf der Medienstadt München und fand als Feingeist mit Hang zu schönen Dingen, gutem Geschmack und herzerwärmenden Menschen hier ihr Glück und einen Quell an Inspiration. Trotzdem: Im Alltag trägt Julia statt weißem Blüschen und Perlenohrringen lieber zerrissene Jeans und das Herz auf der Zunge. Denn: U can take the girl out of the Pott but U can never take the Pott out of the girl.