Sparkling Munich

Sparkling MunichSechs hochkarätige Hotelbars in einer Nacht

Eine gute Bar ist wie eine interessante Person. Sie hat ihren eigenen Charakter. Und wie es bei einem uns unbekannten, aber durchaus sympathischen Fremden oft der Fall ist, braucht es erst eine Einladung – vielleicht ein kleines Lächeln - bevor man ihn anspricht. Und ohne diese kleine Willkommensgeste hätte man sich wahrscheinlich nie kennengelernt. Als solch eine Einladung versteht sich die Eventreihe Sparkling Munich. Immer mal wieder lädt sie in sechs der erstklassigsten Hotelbars der Stadt.

So auch geschehen am vergangenen Freitag. Afterwork der besonderen Art. Wir beginnen die Tour gegen 19 Uhr im Sofitel an der Bayerstraße. Die hauseigene ISArBAR empfängt uns – wie alle Locations an diesem Abend – mit einem Motto. In diesem Fall Mexiko. Fingerfood in Form von Mini-Cubes voll Chilli con Carne, kleinen Tacos und einigen anderen feurigen Leckereien in praktischer und hübsch hergerichteter Miniatur. Dazu ein Gläschen Empfangschampus… so lassen wir den Arbeitstag doch recht zügig hinter uns. Zeit die Atmosphäre zu genießen: neben dem modernen italienischen Design machen die vor allem die Kellner aus. Nicht nur wegen der kleidsamen Fliegen und Hosenträgern, sondern durch ihre professionelle Aufmerksamkeit. Aber das macht eine gute Bar neben qualitativ hochwertigen Drinks eben maßgeblich aus: gut ausgebildete Barkeeper und Servicekräfte. Und die können es nun einmal so gar nicht haben, wenn Gläser leer rumstehen. Ganz zu unserer Zufriedenheit... denn auch für uns ist ein leerer Drink kein Zustand.

Auch wenn es uns gefällt, wir bleiben nur kurz. Heute zumindest. Denn wir haben ja noch einiges vor. Sechs Bars sieht die Tour vor. Alle Locations zu schaffen, ist natürlich kein Muss. Aber ein erstrebenswertes Ziel. Denn wer will schon etwas verpassen?! Zweite Station ist für uns das LeMeridien, direkt über die Straße. Die Hotelbar: Longitude 11. Leider ist das Wetter mehr als bescheiden. Sich bei Sonnenschein in der grünen Sommer Lounge 41 bewirten zu lassen, ist besonders schön. Aber wir trösten uns. Und zwar nicht zu knapp. Mit dem Signature Drink des Abends: Sparkling Munich, ein frischer, leicht herber Cocktail auf Gin-Base. Und auch hier gib’s was auf’s Händchen und ins knurrende Bäuchlein: Häppchen a la neo bavarian cuisine. Yummie!

How to do the Sparkling Munich:

3 Blätter Basilikum & 1 Rosmarinzweig im Shaker stampfen.

6cl Gin, 2cl Holunderblütensirup und einen Schuss Honig dazugeben.

Mit 0,2 Litern Tonic Water auffüllen, shaken und mit einer Orangenschale garnieren. 

Die dritte Station unserer besonderen Feierabendtour verlang nach ein paar Schritten mehr. Oder aber nach einem Gefährt. Dafür ist gesorgt. Nach dem Prinzip der Hop on Hop off Stadttouren, hat das Sparkling Munich Team für seine Gäste schwarze Shuttle-Minibusse organisiert, die sie an diesem Abend etwa im 15-Minuten Takt zwischen den sechs Locations umherkutschieren. Nette Gespräche und Erfahrungsaustausche zu den Hotelbars zwischen den Fahrgästen inklusive.

So kommen wir trockenen Fußes zur nächsten Location: Sophia’s Bar im The Charles Hotel Rocco Forte Munich in der Sophienstraße. Ein Highlight unserer Tour! Nicht nur die acht Meter lange Bar und die stilvolle Lounge im marrokanischen Stil beeindrucken uns, sondern vor allem der Einfallsreichtum der Barkeeper. Die Nähe zum Botanischen Garten findet sich hier nämlich auch in den Gläsern wieder. Barmanager Roman Kern setzt für die Cocktailkreationen selber Kräuteressenzen an, legt Gewürze ein, trocknet Früchte und Gemüse. So entstehen ganz eigene, flüssige Geschmacksbomben im Glas. 12 Euro für einen Cocktail zahlt man in dem Fall mehr als gerne. Auf die Ohren gibt’s an dem Abend Jazz. Live vom betagten aber alles andere als in die Jahre gekommenen Trio The Butch Kellem Band. Saxophon und Luis Armstrong Feeling sorgen für Tanzstimmung. Doch bevor wir uns zu wohlfühlen, fahren wir weiter. Es gibt noch viel zu sehen!

There can be nothing more frequent than an occasional drink.

Oscar Wilde

Next Stop: Ruby Lilli Hotel und Bar. Zentral gelegen am Stiglmeyerplatz dreht sich hier alles liebevoll ironisch um die Münchner Schickeria. Wobei die Bar selber im Vergleich zu allen Locations des Abends wahrscheinlich am wenigsten Schickeria-Atmosphäre versprüht. Sondern eher coolen, urbanen industrial Look, der trotzdem irgendwie gemütlich daherkommt. Der Stopp hat etwas von Clubbing. Am DJ Pult: DJ Steve Itch feat. Live Act Pique. Wir entscheiden uns für ein kühles Helles statt für einen der Cocktails. Irgendwann muss man ja auch mal Pause machen…

Aber nicht zu lang, denn zwei Locations hat die Nacht für uns noch parat. Positiver Ausgehstress, so mögen wir das! Zunächst zum vorletzten Hotel: die Schwarzreiter Tagesbar im Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski. Wir sagen nur: Glamour Baby! Aber auf entspannte Art. Neben guten Drinks gibt’s hier auch lässiges aber qualitatief hochrangiges Zeug auf die Teller. Zum Beispiel den Schwarzreiter – einen Saibling aus dem Königssee, angeblich das Lieblingsgericht von König Ludwig II - und Namensgeber der Bar. Soso, wider was gelernt…

There can't be good living where there is not good drinking.

Benjamin Franklin

Unseren Absacker nehmen wir in einer Hotelbar ein, die in Sachen Eleganz dem Abend mal noch einmal so richtig die Krone aufsetzt: The Bar 31 im Mandarin Oriental. Die Einrichtung dunkel gehalten in Blau-, Grün- und Bronzetönen lässt vorab erahnen, was wir in der Cocktailkarte finden: einen Fokus auf asiatisch-inspirierte Drinks. Aber auch die Klassiker sind am Start. Und zwar gut. So wird der letzte Drink des Abends ein kräftiger Whisky. Pur. Und während die Sparkling Munich Meute noch weiterzieht – zur großen Aftershowparty ins Filmcasino – lassen wir den Abend ruhig ausklingen und genießen den Nachgeschmack einer ereignisreichen Genusstour wie den Nachgeschmack unseres Whiskis, der eben noch wohlig warm wie Kehle hinunterlief. In diesem Zustand der zufriedenen Angeschwippstheit ziehen wir unser Fazit.

Fakt ist: wer in München besondere Orte sucht, sollte viel öfter mal in guten Hotels die Bar aufsuchen. Das haben wir heute gelernt. Was man in jedem Fall mitbringen sollte, ist die Lust und die Akzeptanz für qualitativ und geschmacklich hervorragende Drinks, fachlich guten Service und eine besondere Atmosphäre den ein oder anderen Euro mehr zahlen zu wollen. Wer den Sparmodus ausschalten kann und will, für den warten in vielen Hotels unserer schönen Stadt Barträume, die es zu entdecken gilt. Für uns steht fest: in den Bars, die wir an diesem Abend kennengelernt haben, waren wir nicht zum letzten Mal. Und das ist ja letztlich auch der Sinn von Sparkling Munich: ein bleibender Eindruck. In diesem Sinne: Cheers, auf die nächste Runde!

Aftershowparty im Filmcasino

Pics by Sparkling Munich, sowie den genannten Hotelbars.

Julia Katharina Tomski

Ursprünglich aus dem bodenständigen Nordrhein-Westfalen folgte Julia dem Ruf der Medienstadt München und fand als Feingeist mit Hang zu schönen Dingen, gutem Geschmack und herzerwärmenden Menschen hier ihr Glück und einen Quell an Inspiration. Trotzdem: Im Alltag trägt Julia statt weißem Blüschen und Perlenohrringen lieber zerrissene Jeans und das Herz auf der Zunge. Denn: U can take the girl out of the Pott but U can never take the Pott out of the girl.