Soy Vegan

Soy VeganAuch Vietnam kann Tapas!

München wird immer grüner. Bei unseren kulinarischen Entdeckungsreisen fällt uns mehr und mehr auf, wie viele  Gastronomien Plastik meiden. Aber auch die Bandbreite an veganen Angeboten wächst und wächst. Begeistert von diesem Trend, konnten wir es garnicht erwarten, dem Soy Vegan in der Maxvorstadt einen Besuch abzustatten. Dort serviert Pham Hung mit seinem Team nämlich vietnamesische Köstlichkeiten. Nur wird hier zum Seitan-Huhn und Tofu-Schwein gegriffen. 

Auf einen Drink ins Soy! © Geheimtipp München

Beim Anblick des Essens... © Geheimtipp München

...konnten wir allerdings nicht nein sagen. © Geheimtipp München

Inhaber Pham liebt die Küche aus seiner Heimat. © Geheimtipp München

Ich denke, dass ein veganer Laden in München kein Risiko ist.

Pham Hung, Inhaber des Soy

Esskultur aus Südostasien

Pham erzählt uns: Über die Jahre hinweg hat sich die Esskultur in Vietnam verändert. Sie ist stark beeinflusst durch China und Thailand, der Buddhismus hat für eine Fülle an vegetarischen Gerichten im Land gesorgt. Reis und Reisnudeln gehören zu den Hauptzutaten, wie sie auch im Soy zu finden sind. Veganismus ist mittlerweile zum Trendprodukt geworden. Das Soy beweis eindrucksvoll: Vegan ist nicht immer gleich "einfach Grünzeug". So finden wir auf der Karte Gerichte wie einen Reistopf mit karamellisiertem Tofu (Com Thap Cam), eine traditionelle Reisbandnudelsuppe mit kräftiger Brühe (Pho Chay) oder Lau Chay, der vietnamesische Feuertopf für zwei Personen. "Mein Partner und ich haben schon lange einen veganen Laden in Berlin Mitte. Der ist sehr bekannt", erzählt uns Pham. "In München ist so etwas vielleicht noch neu. Aber ich denke, dass ein veganer Laden in dieser Stadt kein Risiko ist. Ich bin bisher auf jeden Fall sehr zufrieden hier."

Tapas! Aus Vietnam? Aber ja!

Neben den Hauptgerichten serviert das Soy noch etwas ganz Spezielles: Die Tapasvariationen fallen uns beim Blick auf die Karte als Erstes ins Auge. Die Spanischkenner unter euch werden vielleicht schon dran gedacht haben: Der Name "Soy" deutet nicht etwa irgendwas mit "Soja" an, sondern heißt schlicht und ergreifend "Ich bin" auf Spanisch. Warum man einem vietnamesischen Lokal einen spanischen Namen gibt, haben wir auch nicht ganz verstanden. Fakt ist aber: Es gibt Tapas - und das freut uns! So haben wir nämlich die Möglichkeit, nicht nur von einem, sondern von vielen typischen Gerichten der vietnamesischen Esskultur zu probieren. "Siebzig bis achtzig Prozent unserer Gerichte schmecken genau wie in Vietnam, so wie Buddha sie gegessen hat. Nur die Schärfe ist etwas geringer", sagt Pham und schmunzelt. 

Im Gespräch mit Inhaber Pham. © Geheimtipp München

Das Ambiente lädt... © Geheimtipp München

...zum verweilen ein. © Geheimtipp München

Pham ist happy mit seinem neuen Projekt! © Geheimtipp München

Stilvolle Holzelemente... © Geheimtipp München

...paaren sich mit traditionellen Elementen. © Geheimtipp München

In meiner Heimat Vietnam ernähren sich die Menschen größtenteils vegan - wie Buddha.

Pham Hung, Inhaber des Soy

Ankommen und Ruhe tanken

Neben vietnamesischen Leckereien könnt ihr im Soy eine echt entspannte Atmosphäre genießen. Das Lokal ist zwar recht groß, überfordert seine Gäste aber nicht. Liegt unter anderem an den liebevollen, gestalterischen Details - Holzornamente, Lampen und Co., die die Räume durch indirektes Licht so richtig gemütlich machen. "Unser Laden ist nicht so typisch eingerichtet wie andere vegane Lokale - nicht so hell, keine grellen Farben. Der Gast soll bei uns eher zur Ruhe kommen." Das gelingt, finden wir und bleiben gerne noch auf eine zweite Runde hausgemachte Limo und 'nen Cocktail.  

Teilen? Is nich! © Geheimtipp München

Dafür schmeckt's hier viel zu gut! © Geheimtipp München

Die Pho wärmt von innen an kalten Tagen... © Geheimtipp München

...und die Tapas sind perfekt für größere Gruppen. © Geheimtipp München

So kann jeder mal probieren! © Geheimtipp München

Bilder von Anna Pauels für Geheimtipp München. 

Dieser Beitrag ist auf redaktioneller Ebene entstanden. 

Anna Pauels

Anna – unsere Wahlmünchnerin fällt nicht nur durch feuerrote Haare, sondern auch durch mehrere Tattoos und Piercings auf. Sie liebt das Extreme und weiß nicht nur in Sachen Körperkult, wo der Bär steppt - sondern auch, in welchen Münchner Clubs und Bars. Ganz getreu dem Motto: Wer aus der Reihe tanzt, hat mehr Platz zum Tanzen.