Selbsttest Frank Juice

Selbsttest Frank JuiceGeheimtipp München eine Woche auf Saft!

We love food - soviel ist mal sicher! Neben dem Tippen diverser Artikel widmen wir von Geheimtipp München einen Großteil unserer Zeit den heimlichen Foodies in uns. Oft berichten wir euch von neuen Restaurants, testmampfen für euch Sushi und Bowls - doch das hatte neulich alles ein Ende... zumindest für eine Woche. Wir setzten unsere Redaktion - ok, einen Teil davon - fünf Tage lang auf Saft! Keine feste Nahrung, maximal eine Suppe pro Tag stand auf dem Kurplan. Modernes Kurzzeit-Fasten ist schon seit einiger Zeit ziemlich IN bei Bloggern und Co. Aber bringt's was (anderes als Hunger?), macht's vielleicht sogar Spaß oder ist es einfach nur eine Qual? Wir haben die Saft- und Suppenkur der Münchner Marke Frank Juice zur Brust... oder besser gesagt zum Mund geführt und den Trend für euch getestet.  

Ein Saft namens Frank - wer und was steckt dahinter?

Aber erst einmal: was steckt überhaupt hinter diesem Saft, der uns aus dem Kühlregal in Supermarkt und Lieblingscafé angrinst? Die Köpfe hinter Frank Juice sind die drei Münchener Daniel (32), Korbi (31) und Marco (30). 2013 stieß das Trio in ihrem New York Urlaub auf die Saftkuren. Dabei waren sie überrascht, wie grün die Amerikaner neben McDonalds, Kentucky Fried Chicken und Co. sein können. Warum so ein Produkt also nur in den Staaten an den Start bringen und nicht auch in Deutschland? Noch im selben Jahr fingen die Drei mit ersten Saftexperimenten an... 

Bio? Logisch!

„Frankly“ bedeutet soviel wie „offen“ und „ehrlich“ - deswegen Frank Juice. Ein Saft, frei von allen Zusätzen. 

Kurz darauf kam bereits der Durchbruch: zwei große deutsche Supermarktketten nahmen die Säfte in ihr Sortiment auf. Seitdem gibt’s Frank Juice nicht nur in München, sondern auch überregional. Ganz bequem kann man sich online die 3- oder 5-tägige Saft- oder Suppenkur nach Hause bestellen. Durch das Cleanse sollen sich Körper und vor allem Darm mal wieder ordentlich erholen und so auf Vordermann gebracht werden.

Die drei Jungs hinter Frank Juice: Marco, Korbi und Daniel

Wie funktioniert die Säftchenkur?

Eine Woche ohne feste Nahrung, geht das wirklich? Wie alltagstauglich ist so eine Saftkur? Vier mutige Geheimtipp Tester wollten’s wissen: Statt Augustiner, Pizza, Zigaretten, Koks und Nutten gab’s eine Woche lang Säfte und Suppen von The Frank Juice. Und so geht's: Der freundliche Paketbote liefert dir einen großen Karton. Je nachdem für welche Kur man sich entscheidet, bekommt man 6x verschiedene Säfte oder 5x Saft plus 1x Suppe - pro Tag der Kur. Feiglinge machen 3 Tage, die Geheimtipp Crew gibt es sich voll und wählt gleich mal den 5tages-Trip. Vorab sei gesagt: nein, sie haben sich in der Redaktion nicht die Köpfe eingeschlagen... aber ein happy clappy Fastenhoch sieht auch irgendwie anders aus...

Julia - Variante Saftkur pur

Geschmack

Mein Gott, was war ich erleichtert, als ich den ersten Saft
probiert hab und er sogar geschmeckt hat... Fünf Tage
lang nichts kauen und dann schmeckt's auch noch blöd?!
No way, da wäre ich sofort ausgestiegen! Besonders Angst
hatte ich bei den grünen Säften, die man morgens
und nachmittags trinken soll (da gibt's einen Plan,
dem man folgen kann, wenn man möchte). Ich bin
eigentlich kein Fan von Brokkoli und Gurke in flüssiger
Form, aber eisgekühlt hat mir auch das echt gut geschmeckt.
Nur die Variante mit Rote Bete musste ich mir eher
pflichtbewusst reingießen.

Hunger

Entgegen der Erfahrung meiner Kollegen kann ich nur sagen:
Hunger hatte ich nicht. Lust zu essen? Klar.
Aber richtig hungrig war ich wirklich nie. Im
Gegenteil war es bei mir sogar so, dass ich statt
6 Säfte an zwei Tagen nur 5 geschafft habe.
Immerhin sind das jeweils 0,5 Liter... und man soll
zwischendurch immer viel Wasser oder Tee trinken,
um dem Körper beim Ausspülen der Giftstoffe zu helfen.
Was ich bei der ganzen Flüssigkeit über die 5 Tage
echt gelernt hab: oft missversteht man das Grummeln
im Bauch anscheinend nur als Hunger - statt dessen
einfach mal mehr trinken! Das vergesse
zumindest ich im Alltag viel zu häufig.

Energie

Eins steht fest: verausgaben sollte man sich während so einer
Saftkur nicht. Kann man auch gar nicht. Also
ich konnte es zumindest nicht. Denn obwohl
es mir während der ganzen Zeit wirklich gut ging: nach Bäumen
ausreißen war mir nicht zumute. Arbeitstechnisch
war spätestens am Nachmittag die Luft raus, mein Gehirn
hatte dann einfach keinen Bock mehr. Und ich
saß meistens nur am Schreibtisch! Andere Kollegen
waren in der Zeit deutlich mehr unterwegs, auf
Interviewterminen und Co. - ihnen fiel die Kur deutlich
schwerer. Wenn man so etwas macht, sollte man sich also
definitiv eine kleine Auszeit vom Alltag gönnen, oder zumindest
für die paar Tage die Arbeit etwas zurückschrauben können.

Miles - Variante Saftkur mit Suppe

Geschmack

Eins muss man dem Frank Juice Trio lassen, Säfte mischen
können die Jungs! Spannend scharfe Exoten wie Kurkuma
& Cayenne bringen Abwechslung in den Saftalltag.
Aber auch alle anderen Kombis überzeugen auf der Zunge.
Ganz klarer Favorit bleibt jedoch: „Der Weiße“
mit Nuss, Vanille und Zimt. Könnten Cashews Milch geben
wäre das die Beste!

Hunger

Keinen Hunger?! Sorry guys, nicht mit mir… Aber so ganz
und garnicht! 24/7 drehen sich seit der ersten Saftmahlzeit
meine Gedanken nur darum welche Köstlichkeiten, die auf
diesem Planeten schlummern, ihren Weg in meinen Mund
verpassen. Vor allem die fehlende feste Nahrung lässt
meinen Magen non-stop wehleidig jaulen wie ein allein
gelassener Hund. Vom Ehrgeiz gepackt bin ich aber
die ganze Woche nicht schwach geworden, aus akutem
Energiemangel habe ich lediglich eine Suppe zum Mittag
zusätzlich zur Kur supplementiert.

Energie

Seit Tag 2 begleitet mich ein unangenehmes Gefühl der
Ausgelaugtheit. Zu dieser Jahreszeit sprühe ich sonst
eigentlich vor Energie und Aktionismus - durch diese Woche
schleppe ich mich allerdings eher träge im Faultiermodus.

Thommy - Variante Saftkur mit Suppe

Geschmack
Ich liebe Suppen, darum war für mich schnell klar, welche
Kur ich wähle. Und ich muss sagen: wenigstens
ein Mal am Tag was zu bekommen, das man zumindest als
"Gericht" bezeichnen kann, war schon ganz beruhigend
und hat mir beim Durchhalten geholfen. Die Suppen
haben mir geschmeckt... ok, ich geb's ja zu, ich
hab etwas Salz und Pfeffer dran getan... Bissl
Feuer hat ja wohl noch niemandem geschadet!
Hunger
Wasser und Tee, und zwar bis zum Abwinken! Das war meine
Strategie gegen das Hungergefühl... und das
war echt immer da! Nachdem ich kurz darüber
nachgedacht hatte, während der Kur-Zeit einfach
so einen Bier-Helm gefüllt mit Tee zu tragen,
hab ich mir einen Wecker gestellt und jede halbe Stunde
ein Glas Flüssigkeit geext. Alle zwei Stunden
kam ein Saft dran, den dann aber langsam
trinken und auch mal kauen... so der Tipp von
Frank Juice. Hat geklappt. Bei mir zumindest.
Länger als fünf Tage hatte ich das aber echt nicht ausgehalten!
Energie

Eigentlich gehe ich zwei bis dreimal die Woche zum Sport - das
war während der Kur nicht drin. Ab Tag 3
hab ich mich schon recht schlapp gefühlt. Statt
Sport hab ich mich dann abends vor die Playstation
gehockt... auch mal nett, eine gute Ausrede zu haben
um's Fitness zu schwänzen. Allerdings war ich auch
irgendwie drauf eingestellt und wollte mich auf die Kur
voll einlassen. Wenn man die eigene Sparflamme in
der Zeit einkalkuliert, wird man denk ich nicht enttäuscht.

Anna - Variante Saftkur pur

Geschmack
Yum! Auch nach 5 Tagen kann ich Spezi und Mate easy
durch die Säfte ersetzen. Vor allem die grünen bieten eine
gute Abwechslung und auch die Suppen aus der Küche
Frank Juice überzeugen vom Geschmack. Mein Saftfavorit:
Der Weiße mit Cashew und Zimt!
Hunger
Schon nach dem ersten Tag kann ich 24h nonstop nur noch
 an Essen denken. Hunger und die Frage, wann ich endlich
wieder feste Nahrung bekomme, bestimmten meinen Alltag!
Tag 2 und ich esse am Abend einmal eine Kleinigkeit, so auch
alle weiteren Tage, zusätzlich zu den Säften.
Energie
Durch eine kleine Mahlzeit wie eine selbstgekochte Suppe am
Tag zusätzlich zur Cleanse fühle ich mich tatsächlich fit und habe
kein Hungergefühl. Energie ist am Start, auch ohne sich drei
Mahlzeiten am Tag zu gönnen. Und gut für's eigene Körpergefühl
ist es allemal, mal ein paar Tage nicht der Völlerei zu verfallen.

Am Ende? Steht die Erlösung...

Zumindest für zwei der vier Geheimtipp Probanden konnte es am letzten Tag der Kur nicht schnell genug zur Dönerbude gehen... Ok ok, die anderen haben dann auch gerne reingehauen! Irgendwer musste ja schließlich noch das Bild machen... Auch wenn es dem einen schwerer fällt als dem anderen, was so eine Saftkur aber für alle gleichermaßen gebracht hat: die Erkenntnis, wie wichtig gutes Essen für uns auch in sozialer Hinsicht ist. Mit anderen genießen - egal ob im neuen veganen Sushiladen oder im alt-bewährten Lieblingsbistro - ist einfach schön, macht Spaß und glücklich. Manchmal muss man vielleicht eine Zeit lang auf die Vielschichtigkeit der tollen Speisen, die wir in einer Stadt wie München jeden Tag geboten bekommen, verzichten - um sie dann wieder in vollen Zügen schätzen zu können. Ob eine Saftkur die richtige Herangehensweise dafür ist, muss letztlich jeder für sich selbst herausfinden. 

Anna Pauels

Anna – unsere Wahlmünchnerin fällt nicht nur durch feuerrote Haare, sondern auch durch mehrere Tattoos und Piercings auf. Sie liebt das Extreme und weiß nicht nur in Sachen Körperkult, wo der Bär steppt - sondern auch, in welchen Münchner Clubs und Bars. Ganz getreu dem Motto: Wer aus der Reihe tanzt hat mehr Platz zum Tanzen.