Science & Fiction Festival

Science & Fiction FestivalEin Event wie ein (Drogen)Trip in die Zukunft.

Du willst die Zukunft sehen? Dann freu dich! Die Zukunft kommt nach München. Und zwar in Form des Science & Fiction Festivals. Angeführt von der Kultur-Anarchistin Ronit Wolf beginnt die Zeitreise am Freitag den 28. April und hinterlässt bis zum darauf folgende Sonntag, 30. April, einen fast ununterbrochen wilden Reigen aus Musik und Physik, Robotik und Lyrik, Film und Medienkunst. Das intergalaktische UFO, mit bis zu 120 Künstlern, Performern und Wissenschaftlern an Bord, landet nahe der Regierung von Bayern im Einstein Kultur.

Die Moderatorinnen: Vom Raumschiff auf die Festivalbühne

Das rasant wachsende Festival, das dieses Jahr zum vierten Mal stattfindet, kennt keine Disziplinen. Es versteht sich genreübergreifend als eine Mischung aus Wissenschafts-, Kultur- und Science-Fiction-Festival. Denn Ronit Wolf langweilt sich nicht gerne. Darum hat die gelernte Kommunikationsdesignerin und begnadete Illustratorin ein Event auf die Beine gestellt, das überrascht und fordert und in kein Schema passen will. Alles eben, nur nicht normal.

Das Festival ist ein einziger, fantastischer, verrückter Drogentrip, es ist total fordernd und multisensorisch.

Katrin Fischer, Festival-Moderatorin

Von einer fundiert wissenschaftlichen Basis aus dreht sich eine Spirale aus Kunst und Science-Fiction und trägt absurde Blüten. Wie z.B beim Science-Slam. In dem von Ronit erdachten Format treten Experten aus der Strömungsphysik, Mechatronik, Robotik und Chaos-Wissenschaften gegen fiktionale Charaktere wie eine Weltraumschrotthändlerin, eine Sex-Wissenschaftlerin aus dem 26. Jahrhundert oder einen Cyborg an und vertreten jeweils ihre Thesen. Es klingt verdammt schräg und ist es auch – und ist in gleichem Maße unterhaltsam.

Initiatorin und Kultur-Anarchistin Ronit Wolf

Frei nach dem Motto „Kunst ist nur dann Kunst, wenn sie nicht erwartbar ist“, darf und soll das Festival irritieren und sowohl Künstler als auch Betrachter aus den gewohnten Bahnen werfen. Die Shows sind höchst experimentell. Alles entsteht spontan. Generalproben gibt es nicht.
„Das Festival überzeugt durch seine komplett wahnsinnigen Formate. Wenn Du Leuten Raum lässt, werden sie zu denen, die sie eigentlich sind, und wer sie gerne sein würden. So entsteht eine immense Dynamik“, sagt Ronit Wolf. Das merken die Zuschauer. Es geht nicht darum, Erwartungen zu erfüllen. Es geht um das Erlebnis. Wie auch bei der Hebocon.

Wenn Du Leuten Raum lässt, werden sie zu denen, die sie eigentlich sind, und wer sie gerne sein würden.

Ronit Wolf, Initiatorin

Die Hebocon wurde ursprünglich in Japan erfunden. Bei diesem Wettkampf, der die Stimmung regelmäßig zum Kochen bringt, schustern Teilnehmer aus bunt zusammengewürfelten Dingen Roboter zusammen, die am Ende selten richtig gehen, fahren oder funktionieren können, dafür aber umso grotesker aussehen. Zwei dieser Schrottteile treten dann gegeneinander an, zerstören sich gegenseitig und schmeißen sich von der Tischplatte. Es geht auch um den Mut, dilettantisch sein zu dürfen. Perfektion ist langweilig. Sachen dürfen und sollen daneben gehen.

Kleiner Vorgeschmack in Bewegtbildern

„Das Festival ist ein einziger, fantastischer, verrückter Drogentrip, es ist total fordernd und multisensorisch“, sagt Katrin Fischer, eine der Festival-Moderatorinnen. Dazu kommt die Atmosphäre in den Katakomben des Einsteingewölbes, die die Intensität unter den begeisterten Zuschauer noch weiter steigert. Das spricht sich herum. Jeden Mal kommen mehr Leute. Letztes Jahr musste das Festival zwei Mal seine Pforten wegen Überfüllung schließen.

Unser Autor und Fotograf mitten drin...

Um noch reinzukommen, werden wir also rechtzeitig da sein und freuen uns schon auf unseren Blick in die Zukunft! Wenn es nach dem Team um Ronit Wolf geht, wird sie absurd und abwegig. Und sie wird uns mitreißen. Mit verrückten, aberwitzigen Künstlern und lebendiger Kunst auf einem Festival, das alle Sinne anspricht.

Das volle Programm des Science & Fiction Festivals könnt ihr hier einsehen.

Frank Achim Schmidt

Achim, Querdenker und vormals Taxilenker, ist südlich von München groß geworden. Im Grunde in Indien sozialisiert und im Herzen immer noch Weltreisender, durchkämmt er mit seiner Kamera die bajuwarische Landeshauptstadt, auf der Suche nach spannenden Geschichten und Aussichten.