SAMURAI

SAMURAIPracht des japanischen Rittertums

Ruhm, Ehre und heldenhafte Krieger! Wer sich für historische Rittergeschichten interessiert und zudem für fremde Kulturen, der darf auf keinen Fall die neue Ausstellung in der Kunsthalle München verpassen. Denn das gab es so noch nie in Deutschland zu sehen. Es geht nämlich nicht um die heimischen Krieger, die einst wie Blechbüchsen auf ihren Gäulen durch die Lüneburger Heide juckelten, sondern um die sagenumwobenen Samurai, die über Jahrhunderte die Geschichte Japans prägten.

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Das Land der Samurai: Japan

Der populäre Hollywood-Schinken „Last Samurai“ mit Tom Cruise hat all die zahlreiche Mythen aufgegriffen, die sich um diese noblen Krieger ranken. Da geht es um die ausgefeilten Kampftechniken, eiserne Disziplin und erbarmungslose Selbstaufopferung. Und weil die Samurai auch politische Elite waren, eben auch um fiese Intrigen und bitterbösen Verrat. Davon erzählen auch die über 100 imposanten Exponate, die Ihr nun in München bestaunen könnt.

Und weil damals die Kriegsausrüstung in Japan quasi ein Porsche war – also ein luxuriöses Statussymbol – war sie auch immer dicht mit höchster Handwerkskunst verwoben. Kreativität und Ästhetik spielten immer eine bedeutende Rolle bei Ihrer Herstellung.

Zu verdanken haben wir die Ausstellung dem Ehepaar Ann und Gabriel Barbier-Mueller, das über fast drei Jahrzehnte die weltweit wohl vollständigste und umfassendste Sammlung von „Samurai-Accesoires“ aufgebaut hat: hochkarätige Rüstungen, Helme, Masken, Pferdeausrüstungen und natürlich auch Waffen aus dem 13. -19. Jahrhundert.

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Immer am Körper: das Schwert der Samuraikämpfer

Denn was wäre schliesslich ein Samurai ohne sein Schwert? Eben! Es hatte immer eine herausragende Bedeutung – zugegeben, natürlich sollte es auch die Rübe vom Gegner abhacken – aber vor allem hatte es extremen Symbolwert. Es galt als Seele des Samurai. Beeindruckend aufwändig war dementsprechend seine Herstellung und Gestaltung. Und die Schwertschmieder gehörten stets dem Krieger- oder Hofadel an und führten auch rituelle und priesterliche Handlungen durch.

Die Sammlung bietet anhand der vielfältigen Exponate Zugang zu einer äußerst spannenden und komplexen Kultur – und  kann unser Vorstellung über Japan und Ritter kräftig beleben und erweitern. Nicht nur, wenn Eure einzige Begegnung mit Rittern bisher die „Hanuta“-Werbung war, sondern auch, wenn Ihr schon kleine oder große Experten auf diesem Gebiet seid.

Bilder der Ausstellungsstücke: The Ann & Gabriel Barbier-Mueller Museum, Dallas

Henrike Hegner

Lebe Dein Ändern! Henrike hat es irgendwann aufgegeben, „nie“ zu sagen. Immer dann, wenn etwas unbekannt, irritierend oder anders ist, ist das Nordlicht mit vollem Herzen dabei – oft zu ihrer eigenen Überraschung. Feinste Künste und letzter Trash können sie gleichermaßen begeistern. Nervös wird sie nur, wenn die Flasche Cola nicht in Griffweite ist.