Panta Rhei

Panta RheiDas neue Musik- & MediaArt-Festival

Ja, richtig gelesen - München bekommt ein neues Festival! Und wir dürfen gespannt sein - denn hinter dem Panta Rhei verbirgt sich viel mehr, als ein langweiliger Abklatsch der geldbringenden, Qualm, Konfetti oder eingefärbtes Mehl in die Luft pustenden üblichen Verdächtigen. Die Idee: Kunst und Musik aus allen Genres mit kulturellem Anspruch zu verbinden.

Ein neuartiger Flow erwartet euch bei dem Panta Rhei Festival: Fließende Übergänge zwischen unterschiedlichen Musikgenres und Kunstformen. Deutlich wird das zum Beispiel durch Künstler wie Mykki Blanco - einem amerikanischen Rapper, der auch gerne mal im Brautkleid auftritt und das Aushängeschild der neuen Queer-Bewegung im HipHop ist. Außerdem am Start: Tara Transitory oder FAKA. Die Künstler stehen für „flüssige“ Identitätskonzepte - hä? Heißt: Sie wollen den starren Konzepten von Kultur und Geschlecht die Stirn bieten und das in ganz unterschiedlichster Art und Weise.

„Im Rahmen von Panta Rhei werden radikale Musikkonzepte und installative Kunstformen präsentiert“, erzählt uns der Veranstalter Tobias Staab. Gleich zwei Locations werden vom 5. auf den 6. Mai von dem Panta Rhei Festival bespielt - zuerst das Muffatwerk ab 20 Uhr und ab 23Uhr geht es dann im BLITZ weiter. „In der Muffathalle finden eine Reihe außergewöhnlicher Konzerte statt, wie es sie sonst kaum in München zu erleben gibt – vor allem nicht an einem Abend bzw. einer einzigen Nacht.“ Parallel können die Zuschauer in den Studios des Muffatwerks aufregende Videokunst-Installationen erleben. Außerdem mit dabei: Die neue Multi-Media-Installation „DRUNK, ME“ des Münchner Ausnahmekünstlers Frank Balve (Kunst Block Balve), in der die digitalen Informationsflut unserer Gegenwart erfahrbar wird. Und die immersive AV-Performance „Orbits“, bei der das Berliner Künstlerkollektiv Quadrature live Objekte in unsere Erdumlaufbahn tracken, um sie dann auf beeindruckende Weise sicht- und hörbar zu machen.

Panta Rhei soll ein Festival sein, bei dem man auch mit Künstlern oder Kunstformen konfrontiert wird, die man vorher vielleicht noch nicht kannte, die einen dann aber so in den Bann ziehen, dass man sich auch nach dem Festival weiter damit beschäftigt.

Tobias Staab, Kurator des Panta Rhei-Festivals

Schon lange beschäftige sich Kurator Tobias Staab mit der Idee, ein interdisziplinäres Festival zwischen den Genres und Künstlern zu etablieren. Und wie so oft eckte auch er mit seiner seiner Idee im engstirnigen München an. Aufgeben war allerdings keine Option, denn: „Es gibt hier doch diese Menschen, die sich für eher avantgardistische und abseitige Musikformen interessieren. Leute, die gerne in Clubs oder auf Konzerte gehen, die man aber auch auf Ausstellungen oder im Theater trifft.“

Das Panta Rhei Festival soll ein Event sein, bei dem man sich mit anderen Künstlern und Kunstformen beschäftigt, außerhalb von dem, was man bis dahin kannte. „Das sind für mich die schönsten Erlebnisse auf Festivals: Wenn etwas auf dem Radar erscheint, das einem neue Perspektiven eröffnet.“ Zusammen mit dem künstlerischen Leiter des Muffatwerks, Dietmar Lupfer, und Tobias Staabs Freunden, die den BLITZ Club organisieren, brachten sie gemeinsam den Stein für das neue Festival ins Rollen. 

Tobias Staab, Kurator des Panta Rhei Festivals

Das erste, selbst organisierte Festival ist das Panta Rhei für Tobias aber nicht. Früher veranstalte er die Musiknacht „Ritournelle“ der Münchner Kammerspiele, bei dem im denkmalgeschützten Jugendstilbau der Kammerspiele Stühle aus dem Parkett geschraubt wurden, um in dem Raum zu tanzen. Seit letztem Jahr kuratiert er für das Melt!-Festival ein neues Kunstprogramm. Und nun steht sein neues Projekt, das Panta Rhei-Festival, vor der Tür - und bei dem dürfen wir sicher auf die ein- oder andere Überraschung gespannt sein. 

Kunst ist nicht der Elite vorbehalten. Kunst ist für alle da. Und Kunst darf Spaß machen. Davon bin ich mehr als alles andere überzeugt.

Tobias Staab, Kurator des Panta Rhei-Festivals

Bei dem Festival ist es Tobias besonders wichtig, dass man die Leidenschaft aller Beteiligten spürt. „Kunst ist nicht der Elite vorbehalten. Kunst ist für alle da. Und Kunst darf Spaß machen. Davon bin ich mehr als alles andere überzeugt.“ Panta Rhei ist seine Einladung an uns alle: neue Dinge erfahren, kennen- und schätzen lernen. 

Panta wie der Panda?

... Natürlich nicht! Der Ausspruch "Panta Rhei" kommt vom Philosophen Heraklit und bedeutet so viel wie „alles fließt“.

Anna Pauels

Anna – unsere Wahlmünchnerin fällt nicht nur durch feuerrote Haare, sondern auch durch mehrere Tattoos und Piercings auf. Sie liebt das Extreme und weiß nicht nur in Sachen Körperkult, wo der Bär steppt - sondern auch, in welchen Münchner Clubs und Bars. Ganz getreu dem Motto: Wer aus der Reihe tanzt hat mehr Platz zum Tanzen.