Onlinedating: Puhh... muss das sein?!

Onlinedating: Puhh... muss das sein?!Eine Backmischung vom Profi

"Der Mensch, der zu dir passt, muss erst noch gebacken werden." - Ist das so?! Und wenn ja: wie? Onlinedating ist heute für immer mehr Menschen DAS Rezept der Rezepte. Dieser Artikel richtet sich aber jetzt mal an die überwiegende Mehrheit der Singles, die kein Onlinedating machen: Ihr seid nicht allein! Ich habe mich solange mit Onlinedating beschäftigt, Wissen und Fakten angehäuft, Storys angehört und mit liebertext.de selbst im Markt mitgemischt. 83% aller Deutschen glauben dass, die Chancen online Ihre/n Zukünftige/n zu finden, gleich gut oder sogar besser sind als offline (Quelle: Parship 2017). Aber es ist eben eine sehr persönliche Sache, die Liebe. Und darum ist es nur logisch, dass die Befindlichkeiten ganz vielfältig sind. Obwohl das Tabu offiziell gebrochen ist und jeder es total okay findet online nach der Liebe zu suchen, kenne ich doch einige, die doch ihre persönlichen Vorbehalte haben.

Zum Beispiel ein Freund, der auf verschiedenen Plattformen unterwegs war und nun seine Liebe auf Tinder gefunden hat. Super, aber „keiner soll wissen, dass das Tinder war“. Irgendwie scheint es für ihn den Wert ihres Zusammentreffens zu mindern. Vielleicht auch nur, damit das Bild nach außen natürlicher oder romantischer aussieht? Bei der Hochzeit die alten Tanten nicht die Nase rümpfen? Daweil ändert es an ihrer Liebe nichts! Oder ein anderer Freund, der sich dreht und windet, wenn ich versuche, ihn zu überreden doch mal ein Inserat zu schreiben. „Nee, echt nicht, irgendwie ist das online einfach nicht so mein Ding. Ich lerne lieber Leute so kennen.“ Tut er auch, aber diese Welt ist ihm einfach suspekt. Oder eine andere Freundin, die sich einfach nur nicht „anbieten will wie eine Ware“.

Oder ein Kollege „Ich date keine Tinderellas, die parallel noch nach anderen Typen schauen. Das ist mir zu inflationär. Ich fokussiere mich lieber auf eine Person.“ Und er ist auch nicht gerade angetörnt, wenn ununterbrochen das Handy vibriert. „Während wir ein Date hatten, kamen noch fünf andere matches rein.“ Er kritisiert die Supermarkt-Mentalität, dieses unverbindliche „vielleicht kommt ja noch was besseres“. Oder eine Freundin, die sagt: „Eigentlich möchte ich gerne weniger am Handy hängen und mehr mit den Händen machen. Das passt einfach nicht zusammen, dann checkt man ständig messages, dabei will ich mich entschleunigen.“

Und dann habe ich mich mal wieder selbst reingestürzt und kann sagen: für mich fühlt es sich auch gruselig an. Das was andere als aufregend und neu bezeichnen, fühlt sich für mich beklemmend und fremd an. Wo andere Nachrichten hin und her schicken und das irgendwie spannend finden, würde ich lieber gerne schon chillig an der Isar sitzen und reden. Einerseits ist mir das Geschreibe zu stressig andererseits dauert es mir einfach zu lange. Klar könnte ich ja auch alle sofort treffen… Vermutlich fehlt es mir an Sportsgeist, einfach dabei zu bleiben. Der ist mir eigentlich sehr wichtig – hinfallen, aufstehen, weiter – voll mein Ding. Ich bin auch kein Freund von Rumgeheule. Aber online scheint meine Zähigkeit dann doch wie weggeblasen.

„Den Kuchen musst du erstmal backen, bevor du ihn essen kannst“, sagen meine lieben Freunde. Ich soll mir also bitte schön etwas Mühe geben. Nun gut, Onlinedating als eine Art Backmischung. Mit Algorithmus sind die Mengen bereits abgewogen und man muss nur noch einmal rühren/eine Nachricht schreiben, ab in den Ofen und schon ist er fertig, der Typ. Wenn ich bei dem Bild bleibe, dann... nein, esse ich nicht! Schmeckt mir einfach nicht so. Und das Backen macht mir deutlich mehr Spaß, wenn ich alles selber mache. Ich habe kein Problem mit glitschigen Eiern und fettiger Butter und ich hab auch meistens alle Zutaten da, also was soll das?

Muss man echt alles mitmachen, nur weil das heute eben so ist? Nein, musste man noch nie und ich hab mich immer schon gerne antizyklisch verhalten. Bloß blöd, dass viele nur noch in ihre Handys glotzen und nicht merken, dass sie gerade nett angelächelt werden. Und, es gibt überall nette Leute, ein paar von denen sind sicher auch online – vielleicht finden wir uns ja?

Für alle, die sich gerne selbst überlegen...

... wer sie sind und wen sie suchen, gibt es einen sanften Einstieg in die Datingwelt – liebertext.de. Trau Dich!

Angelika Ziebart

Angie ist eine waschechte Münchnerin, hier geboren und im schönen Umland groß geworden. Eine Weile kehrte sie der Isarmetropole den Rücken, um dann wieder zurückzukehren. Mit einer Mission: #spreadinglove in München mit liebertext.de. Mit Mann und Freundin arbeitet sie am Start-Up, das abseits der fotogeshoppten Profilbilder wieder Persönlichkeit ins Onlinedating bringen will.