One fine Vegan-Day in Minga

One fine Vegan-Day in MingaVom Tofutier in der Weißwurststadt

Es war einmal, vor nicht allzu langer Zeit – da gab es `nen Veganz am Baldeplatz, einen fleischlosen Einkaufsmarkt nur zwei Straßen weiter und ein paar Einkaufsspots im Münchner Westend für Pflanzenliebhaber. Doch sie alle wurden vom Haxen-Minga in die Knie gezwungen. Vegan einkaufen in München? Da ist der Biomarkt um die Ecke noch die beste Adresse. Und oft auch die einzige. Leider. Zugegeben – in München, wo Weißwürschdl und a guada Leberkas quasi auf der Tagesordnung stehen, begeben sich derartige Läden auf ein hartes Pflaster. Zum Glück gibt es hier ziemlich gute Alternativen, um immerhin außwärts lecker schlemmen und shoppen zu können. Achtung! Nicht nur für Veganer! Hier kommt eine kleine Auswahl unserer Topadressen für einen tierleidfreien Tag in München!

In der Früh…

…ist unser erster Halt im Café Jasmin im Univiertel. Wer’s süß mag, bekommt hier ein veganes Energiefrühstück – mit warmem Quinoa, frischem Ingwer, verschiedenen Superfoods und einem Obstsalat. Herzhafter geht’s mit dem Tofurührei – das kommt mit Champignons, Frühlingszwiebeln und einer knusprigen Scheibe Vollkornbrot auf den Teller. Zusammen mit einem frischen und superleckeren Kaffee oder Saft kann man hier für um die 10,-€ gestärkt in den Tag starten. Wer es etwas eiliger hat, ist beim Rosi – Kaffeehaus und Bar an der richtigen Adresse. Hier gibt’s eine große Auswahl an belegten Ciabatta-Broten – vegan, aber auch für Nicht-Veggies - für nicht einmal 5,-€. Dazu kann man sich dann einen der frisch zubereiteten Smoothies gönnen – entweder ToGo oder in dem Lokal unterhalb des Gasteigs. Denn das lädt mit seinem Industrial Shabby Vintage Style absolut zum Bleiben ein. Und bei schönem Wetter könnt ihr euch direkt danach noch eine Runde an der Isar sonnen.

In der Mittagspause…

…hat München tatsächlich ziemlich viele, gute Anlaufstellen – obwohl einige ganz schön versteckt liegen! Das Rebella Bex zum Beispiel am Stachus. In einem kleinen Hinterhof findet ihr hier den Eingang zu dem kleinen Café. Auf der Karte stehen hier täglich wechselnde Buddha-Bowls mit unterschiedlichen Toppings. Wer etwas mehr Hunger mitbringt, sollte aber auf jedem Fall die große Portion wählen. Die kostet knappe 10,-€. Danach kann man im zum Café zugehörigen Yogabereich gleich eine kleine Sportsession einlegen oder noch ein paar Entspannungsübungen machen, bevor es wieder ins Büro geht. Praktisch! Und ziemlich chillig…



In der Nähe des Hauptbahnhofes gibt’s gleich zwei Geheimtipps! Das Royal Kebap-Haus ist sicher einigen ein Begriff. Neben dem „fleischigen“ Original gibt es hier eine vegane Variante. Bei der kommt das Seitan-„Fleisch“ sogar wie beim Vorbild vom Spieß. Und damit das Ganze alles andere als trocken ist, sind gleich mehrere, rein pflanzliche Soßen im Angebot. Entscheiden könnt ihr zum Beispiel zwischen Oriental (mit scharfem Paprikamark), der Sultan-Soße (mit roter Beete & Knoblauch) oder der Yellow Sun (mit Senf, Ingwer und Kurkuma). Klingt doch nach einer guten Alternative zu der stinknormalen Kräuter- oder Knoblauchsauce, oder? Und bei dem Preis von ca. 5,-€ kann man nun wirklich nicht meckern! 

Quasi ums Eck liegt der Laden Frischfutter – klein aber oho! Hier kriegt ihr suuuper leckere Bowls für 7,50,-€ und täglich wechselnde Tagesgerichte. Probiert doch mal die Wellness-Bowl mit gerösteten Kichererbsen, einem Gemüse-Salatmix, karamellisierten Sonnenblumenkernen und einer Zitronen-Sesam-Sauce. Wer es lieber warm mag, sollte unbedingt die Veggie-Chili-Bowl probieren – mit veganem Sojahack, versteht sich! Und wie sieht’s im Münchner Osten aus? Hier hat es uns Emmi‘s Kitchen voll und ganz angetan. In ihrem Laden am Rosenheimer Platz bieten die Inhaber Jennifer Caccetta und Götz Möglinger nicht nur Suppen an, sondern ebenso frische Bowls und Salate für nichtmal ´nen Zehner. Unser Tipp: das Kartoffelgulasch – das ist nicht nur vegan, sondern auch glutenfrei - lecker, würzig und vor allem richtig gesund!

Zum Kaffeetisch…

…wird’s heute tierisch! Aber natürlich nicht auf, sonder eher neben dem Tisch. Im Café Katzentempel könnt ihr mit einem Stück des Avocado-Matcha-Bananen-"Cheese"cakes mit den haarigen Vierbeinern Ayla, Balou oder Gizmo schmusen (#cutenessoverload)! Das Café ist einmalig in München und somit defintiv einen Besuch wert. Natürlich nicht nur wegen der Katzen.

Wer weder Katzen- noch Kuchenfan ist, sollte der Eismanufaktur IceDate mal einen Besuch abstatten. Die leckere Kugel in der Waffel ist hier nicht nur vegan, sondern auch ohne künstliche Zusätze und raffinierten Zucker. Die Betreiber selbst bezeichnen ihr Eis als eine Art gefrorenen Obstsalat. Gesüßt wird mit Datteln und die Creme besteht aus Cashews. Doch wer jetzt nur stinknormales Erdbeer-, Schoko- oder Vanilleeis erwartet, liegt falsch! IceDate bieten neben den üblichen, Verdächtigen richtig coole Sorten an! Probiert doch mal das Schoko-Hanf-Eis, Banane-Brennessel oder das Granatapfel-Sorbet!

Zum Abendbrot…

…geht es direkt weiter ins rein vegane Restaurant Gratitude, ebenfalls im Univiertel. Hier gibt es immer wechselnde und auch mal ausgefallenere Gerichte. Schonmal gegrillte Gurke mit Chili und Erdnüssen probiert? Nein? Dann habt ihr hier die Möglichkeit! Allerdings ist dieser Tipp eher nichts für den schmalen Geldbeutel. Um die 15,-€ kostet hier ein Hauptgericht – geschmacklich ist es das allerdings absolut wert. Da das Restaurant gerade am Abend ziemlich gut besucht ist, lohnt es sich, zu reservieren. So steht dem veganen Late-Night-Dinner sicher nichts im Weg.

Absacker trinken im…

Bodhi. Das Restaurant in der Schwantalerhöhe ist Münchens einziges, veganes Wirtshaus und zusätzlich das größte, vegane Restaurant Süddeutschlands! In vielen Blogs und Foren wird das Bodhi als geheimer Favorit der veganen Szene in München gehandelt – sicher nicht nur wegen des leckeren Essens, sondern auch wegen der leckeren Cocktails. Milch oder Sahneliköre kommen hier nicht ins Glas. Stattdessen gibt’s mal so ganz andere, süffige Kreationen. Gerade erst haben die Inhaber die Sommerkarte veröffentlicht: Für knapp 8,-€ bekommt ihr zum Beispiel den Melon Moe mit Wodka, Gin, Melone, Zitrone, Soda.Oder den Mystic Sailor, bestehend aus dunklem Rum, Mango, Limette und Soda. Oans, zwoa, g'suffa! `Ne ordentliche Grundlage habt ihr ja zum Glück ja schon.

Und das passende Outfit…

…darf natürlich auch nicht fehlen am Veggy-Genießer-Day. Das bekommt ihr zum Beispiel hier: bei Dear Goods. Gleich dreimal ist der Shop in München vertreten! Inhaberin Nicole Noli ist es wichtig, in ihren Läden faire, ökologische und tierfreundliche Mode anzubieten, bei der auch die Arbeiter, die die Mode herstellen, angemessen bezahlt werden. Doch wer jetzt altbackene, stofflich gewordene Albträume aus Omis Kleiderschrank erwartet, liegt falsch. Dear Goods bietet coole junge Mode an, stylisch-sportlich, clean-schick – schaut doch am besten selber mal im Shop vorbei!

And @theEndOfTheDay sieht man: München kann viel mehr, als Weißwurst und Co. Bleibt nur zu wünschen, dass sich bald wieder ein veganer Supermarkt in unsere Stadt traut. Bis dahin hauen wir einfach ordentlich in den zahlreichen Cafés, Bars und Restaurants rein und essen die Karten hoch und runter. Nicht nur, weil‘s grad so wahnsinnig hip ist. Sondern weil man es sich einfach auch richtig gut schmecken lassen kann, ohne `nem Tier in die Quere zu kommen.

Anna Pauels

Anna – unsere Wahlmünchnerin fällt nicht nur durch feuerrote Haare, sondern auch durch mehrere Tattoos und Piercings auf. Sie liebt das Extreme und weiß nicht nur in Sachen Körperkult, wo der Bär steppt - sondern auch, in welchen Münchner Clubs und Bars. Ganz getreu dem Motto: Wer aus der Reihe tanzt, hat mehr Platz zum Tanzen.