Obststandl Diddi

Obststandl DiddiEin Münchner Original zum Gernhaben

Was hat man es uns im Studium nicht eingeimpft... "Wenn du etwas mit Freude tust, wirst du darin gut sein. Und wenn du darin gut bist, wirst du damit auch Geld verdienen." Hat man euch nie gesagt? Na dann habt ihr wohl statt "was mit Medien", etwas Bodenständiges gelernt und niemand musste euch Mut machen, damit ihr eure Leidenschaft trotz fehlender Aussicht auf Yacht und Schlosspark weiterverfolgt. Dass es im Berufsleben aber tatsächlich genau darauf ankommt - auf Leidenschaft zu dem, was man tut, und zwar egal in welcher Branche - davon kann man sich in der Leopoldstraße Höhe LMU live überzeugen. Wenn man Obstandl Diddi bei der Arbeit zuschaut.

Falls man das bei ihm überhaupt so nennen kann - denn so wie Diddi strahlt, so braungebrannt wie er ist, hat man eher den Eindruck, jeder Tag, den er an seinem Stand verbringt, sei für ihn Urlaub. "Mein Motto: Das Leben ist eine Freude!" - das stellt Diddi zu allererst einmal klar, als wir ihn zum Interview besuchen. Natürlich hört sich das bei ihm dialektverliebter an, denn der 59-Jährige ist Bayer durch und durch. Aber bevor sich hier wieder jemand auf den Schlips getreten fühlt, weil man seinen geliebten Dialekt linguistisch verunglimpfe, halten wir uns an die hochdeutsche Übersetzung der Zitate - den bayrischen Charme der Aussprache also bitte unbedingt dazu denken. Denn er macht Diddi tatsächlich NOCH sympathischer, als er ohnehin schon ist.

Diddi treffen!

Und zwar mal ganz persönlich...

Könnt ihr! Am 2. Juni führt er im Rahmen der Spezltouren durch die Lieblingsecken in "seiner" Maxvorstadt. Spezl-was?! Als Brauerei mit lokalen Wurzeln, veranstaltet Hacker-Pschorr von Juni bis September eine Stadtviertel-Tour-Serie, "Spezltour" genannt. Darin soll euch unsere schöne Stadt von Originalen aus dem jeweiligen Viertel nährgebracht werden. Wie ihr teilnehmen könnt, erfahrt ihr unten.

Seit über 30 Jahren steht Dieter "Diddi" Schweiger nun schon samt Stand an der Leopoldstraße und verkauft strahlend wie eh und je Erdbeeren, Äpfel, Birnen, Zwiebeln, Brokkoli und alles, was Mutter Natur sonst noch so zum Schmakatzen gedeihen lässt. Herrlich duftend und verlockend liegen die Leckereien da - uns würde es nicht wundern, wenn sie in Dieters strahlender Anwesenheit nicht zu einer noch vollendeteren Reife fänden. Aber das können wir natürlich nicht beweisen...

Mein Motto: Das Leben ist eine Freude!

Dieter "Diddi" Schweiger

Dabei hatte das berufliche Sein des Münchners ganz dröge angefangen. "Früher habe ich beim Amt gearbeitet. Jeden Tag am Schreibtisch sitzen, das war einfach nichts für einen gesunden, kernigen Naturburschen wie mich", erinnert sich Diddi. Der Stand in der Nähe der LMU war schnell gefunden und der Vorbesitzer mithilfe von Diddis Bruder Georg auch recht bald vom Verkauf überzeugt. Seitdem steht Diddi tagtäglich dahinter, preist seine Bananen und Gurken an... wobei, das stimmt eigentlich gar nicht. Denn anpreisen muss Diddi schon lange nichts mehr. Die Leute kommen einfach so. Und vor allem immer wieder. 

"Ich habe viele Stammkunden. Und denen verkaufe ich nicht nur Obst und Gemüse, sondern wir Ratschen auch mal eine halbe Stunde einfach nur. Da freu ich mich immer sehr drüber", lacht das Münchner Original. Genau das sei eben seine Überzeugung: freundlich, ehrlich und nett sein. Den, der einem gegenüber steht, wirklich sehen. Und eben nicht immer stur ans Verkaufen denken. 

Mit dieser Überzeugung fährt Diddi nun schon viele Jahre nicht nur gut. Sie hat ihn und seinen Stand auch in ganz München bekannt gemacht. Klar, der Imagefilm, den Studenten einst als ein Uniprojekt über "die Marke Obststandl Diddi" machten, mag seins zum Lokalruhm beigetragen haben. Aber letztendlich hält der Erfolg an, weil Diddi einfach er ist - authentisch und sympathisch. Das verkauft sich immer am besten.

Und weil das für viele große Firmen anscheinend was ganz Neues ist, gibt Diddi seit einiger Zeit auch Seminare zur Mitarbeiterschulung - zum Beispiel bei großen Netzanbietern, aber auch in der Industrie. Solltet ihr also bald mal wieder Kartoffeln kaufen wollen und Diddis Stand hat geschlossen, dann könnt ihr davon ausgehen, dass er gerade ein paar ganz seriös krawattierten Big Business Heinos erklärt, wie sie ihr Produkt an den Mann bringen. Und wer verkauft in der Zeit die Bananen? "Eine Vertretung brauch ich nicht an solchen Tagen gar nicht. Die zahlen gut genug", lacht Diddi frei von der Leber. 

Dennoch, das Geld hat für ihn nie im Vordergrund gestanden. Er macht seinen Job einfach gerne und zwar mit ganzem Herzen. "Dass ich als einfacher Krämer heute von anderen um Rat gefragt werde, macht mich sehr stolz", verrät er uns. Überhaupt sei der ganze Rummel um ihn nie geplant gewesen. "Das kam einfach so." Heute gibt es fast keine Lokalpresse, die noch nicht über ihn berichtet hat. Und nun hat ihn auch noch die Traditionsbrauerei Hacker-Pschorr beauftragt, eine ihrer diesjährigen Spezltouren auszurichten. Zusammen mit seinem guten Freund, dem Radiomoderator Stefan Schneider, wird Diddi ausgewählte Tourmitgleder durch die Maxvorstadt führen und die Lieblingsspots und Geheimtipps der beiden vorstellen.

"Welche Stationen wir ansteuern, wird noch nicht verraten", sagt Diddi. "Nur so viel: es wird lustig, gemütlich und dank Hacker Pschorr sicher auch feuchtfröhlich." Und schon lacht er wieder, der Diddi. Und komischerweise bekommen wir gerade Lust auf Erdbeeren... "Vielleicht noch ein paar Aprikosen dazu? Die sind besonders gut!" Klar doch, ab in die Tüte! Mensch der Diddi... Der hat's einfach drauf.

Diddis & Stefans Spezltour

Seid dabei!

Zusammen mit Hacker-Pschorr verlosen wir Plätze für den exklusiven Tagesausflug mit Hopfensupport durch Schwabing und Maxvorstadt am 2. Juni! Wie easy du teilnehmen kannst, erfährst du in dem Post zum Artikel auf unserem Geheimtipp München Facebook-Kanal. 

Pics by Thomas Tomski.

Dieser Beitrag ist in Kooperation mit Hacker-Pschorr entstanden.

Julia Katharina Tomski

Ursprünglich aus dem bodenständigen Nordrhein-Westfalen folgte Julia dem Ruf der Medienstadt München und fand als Feingeist mit Hang zu schönen Dingen, gutem Geschmack und herzerwärmenden Menschen hier ihr Glück und einen Quell an Inspiration. Trotzdem: Im Alltag trägt Julia statt weißem Blüschen und Perlenohrringen lieber zerrissene Jeans und das Herz auf der Zunge. Denn: U can take the girl out of the Pott but U can never take the Pott out of the girl.