Mit Felix Neureuther Garmisch entdecken

Mit Felix Neureuther Garmisch entdeckenHacker-Pschorr Spezltour #4

Hach, was für ein sensationelles Erlebnis: Der Ski-Star Felix Neureuther führt uns durch seine idyllische Heimatstadt Garmisch-Partenkirchen zum atemberaubenden Alpenpanorama der Zugspitze. Ein herrlicher Sommertag - direkt aus dem Drehbuch eines kitschigen Heimatfilms! So war die Vorstellung. Die Realität, oder vielmehr das Wetter: anders. Trotzdem ein Highlight, denn wir Münchner Stadtkinder durften dank der letzten Hacker-Pschorr Spezltour 2018 den ersten Schnee des Jahres begrüßen. Und uns vom Sympathieträger Felix Neureuther zeigen lassen, wie schön die einfachen Dinge des Lebens sind - auch für einen Sport VIP wie ihn.

Es ist Freitag. In München regnet es nicht, es schifft. Und zwar wie aus Kübeln. Dazu gesellt sich ein schneidener Wind, die Temperatur beträgt einladende 13 Grad – selbst in Island würde man diesen Augusttag wohl in die Wetterkategorie „äußerst bescheiden“ einordnen. Davon lässt sich die Spezl-Bagage aber nicht abhalten: Alle geladenen Gäste und Glückspilze diverser Presseverlosungen erscheinen am Ostbahnhof, um den Ausflug in den 80 Kilometer entfernten Skiort Garmisch Patenkirchen anzutreten. Wie wir wollen sie Felix Neureuther mal aus nächster Nähe erleben, der sich im Slalom in die Weltspitze fuhr und fünf WM-Medaillen sowie 13 Weltcup-Siege gewann. Die Wetter-Apps offenbaren das Befürchtete: Das Wetter ist auch dort bescheiden. Die Stimmung im Bus aber überhaupt nicht. Dafür sorgt auch das reichlich ausgeschenkte Hacker-Pschorr, das im direkt hinter uns fahrenden Bier-Kühlwagen vor Vorfreude auf zahlreiche durstige Münder hin und her schunkelt.

Und schon stehen wir am Olympia-Skistadion am Gudiberg – wie etwa eine halbe Million anderer Touristen pro Jahr. Die werden aber nicht vom Fremdenführer Felix Neureuther begrüßt. Wir schon. Und zwar herzlich! Er zeigt uns die heiligen Schanzen des Neujahrsspringen und lenkt unsere Aufmerksamkeit auf seinen Trainingsberg daneben – für ihn sei es vor allem ein „Schicksalsberg“. Hier sei er bei Weltmeisterschaft 2011 „grandios gescheitert“. Und wie er so ist, kann er auch dem Positives abgewinnen und verrät noch: Hier träfe man ihn im Sommer oft beim Trainieren – eine eventuell wichtige Zusatzinfo für weibliche Neureuther-Fans: „oberkörperfrei“. Er zeigt seine Trainingsgeräte: Eine solide Holztribüne und den Fitnessraum mit viel 70er Jahre Charme. Aha! Hier werden also Weltmeister gemacht. Das ist alles so unprätentiös, dass wenig Raum zum Abheben bleibt – und das erklärt wohl auch, warum Neureuther keinerlei Starallüren hat. Er strahlt einfach – auch die Kälte und Nässe weg - und steckt alle mit seiner freundlichen Art an.

Nun reisen wir in seine Kindheit und stehen vor dem Werdenfels Gymnasium. „Da Felix“ gerät wieder ins Schwärmen: Klassenprimus sei er nie gewesen. Beileibe nicht! Er wollte nur Sport machen und als „fauler Hund“ war seine größte Leistung, die Schule nach der 10. Klasse doch nicht zu schmeißen und ein Abitur mit 3,4 hinzulegen. Wie er ganz richtig bemerkt, erfordert das ein kluges strategisches Vorgehen entlang der Durchrasselgrenze. Er habe die Schule trotzdem geliebt: Wegen seiner Schulkameraden – und die sind noch heute seine besten Freunde. Und da ist er wieder – der strahlende Neureuther, der sich einfach diebisch freuen kann, wenn er nur an die Pausen mit seinen alten Freunden denkt.

Die nächste Station ist der Eibsee – vielmehr: er wäre es gewesen. Dem Hinweis, dass es da in der grauen Nebelsuppe wunderschön sein kann, glaubt man - mit viel Phantasie - oder Google-Maps. Egal, der Eibsee läuft nicht weg – Felix Neureuther schon – nämlich Richtung Seilbahn, die uns auf die fast 3000 Meter Höhe der Zugspitze bringen soll. Bei der bescheidenen Sichtweite hätte es auch der Schleswig-Holsteiner Bungsberg gewesen sein können. Aber dann hätte Neureuther viel weniger Zeit gehabt, so unterhaltsam auszuführen, warum er bei jeder Auffahrt an pinkelnde Kinder denken muss – der Fernsehsendung „Verstehen Sie Spaß?“ sei Dank.

Oben angekommen wird es spektakulär - nur anders als erwartet: Wir haben die Zugspitze fast ganz für uns allein. Erfrischende 2,7 Grad und den ersten Schnee des Jahres dürfen wir erleben. Außerdem gibt es diese Aussicht ins weisse Weiß auf keiner Postkarte zu sehen. Nur die Harten kommen in den Garten - und der nennt sich auf der Zugspitze die Hütte „Münchner Haus“. Das über den Sommer ganz vergessene wohlige Gefühl wird beim Eintritt wieder aktiviert: Gemütlichkeit - und wie sehr man sich über eine heisse Suppe mit Bier in der Wärme freuen kann. Nach der Brotzeit unterhält sich Felix Neureuther lange mit seiner Wandertruppe – aus aktuellem Anlass wird sein guter Kumpel Bastian Schweinsteiger und seine Sympathie für die 1860er lange besprochen – am Ende kommt die Frage: Was wäre ein Neureuther ohne Berge? Er setzt ein spitzbübisches Lächeln auf und antwortet: „Das wäre wie Heidi Klum ohne Brüste“ Alle lachen. Ja, verdammt! An schönen Brüsten soll man sich doch auch erfreuen. Glück findet man eben in den einfachen Dingen des Lebens – und Felix Neureuther beherrscht das mit Bravur. Sowas zu sehen ist doch viel spektakulärer als jedes Alpenpanorama. 

Spezl-was?!

Als Brauerei mit lokalen Wurzeln, veranstaltete Hacker-Pschorr zum zweiten Mal von Juni bis September eine Stadtviertel-Tour-Serie, "Spezltour" genannt. Darin wurde uns und euch unsere schöne Stadt von Originalen aus München nährgebracht. Wie ihr teilnehmen könnt und welche VIPs im Frühjahr und Sommer 2019 mit euch spazieren gehen? Wir halten euch natürlich auf dem Laufenden! Also: stay tuned!

Dieser Beitrag ist in Kooperation mit Hacker-Pschorr entstanden.

Henrike Hegner

Lebe Dein Ändern! Henrike hat es irgendwann aufgegeben, „nie“ zu sagen. Immer dann, wenn etwas unbekannt, irritierend oder anders ist, ist das Nordlicht mit vollem Herzen dabei – oft zu ihrer eigenen Überraschung. Feinste Künste und letzter Trash können sie gleichermaßen begeistern. Nervös wird sie nur, wenn die Flasche Cola nicht in Griffweite ist.