Mit Christoph Schaller im Google Pixel Studio

Mit Christoph Schaller im Google Pixel StudioFaces of Minga #3

"Eigentlich bin ich wohl Fotograf geworden, weil ich durch das Fotografieren die Leute kennenlernen kann, die ich interessant finde." Das sagt der Münchner Fotograf und Filmemacher Christoph Schaller als wir ihn im Google Pixel Studio treffen. Als einer von vielen spannenden Gästen, die der Online-Riese noch bis Mitte November in seine Base im Brienner Hof geladen hat, gibt er an diesem Nachmittag einen Workshop für Fotografiebegeisterte. Der Inhalt: praktische Lichtexperimente beim Fotografieren mit der Handycam, aber auch das richtige Mindset eines werdenden Fotokünstlers. Für uns der perfekte Anlass, um dem jungen Lokalprofi, der bereits mit seinen Mitte 20 für weltbekannte Marken shootet, in Sachen Werdegang, Fotografie und Erfolgstipps auf den Zahn zu fühlen.

 

Fotomotiv Mensch - Die Tipps vom Profi

Mit Menschen habe er angefangen, sagt Christoph. Erst Freunde, dann Street Photography. Dabei seien die viel schwerer zu fotografieren. Denn sie sind weniger kontrollierbar als Architektur und Co. Seine Ratschläge: offen mit den Leuten kommunizieren, bevor man sie ablichtet. Und währenddessen? "Nicht zu viele Regieanweisungen geben, das verwirrt nur. Stattdessen viele Fotos machen, so gewöhnen sie sich an den Blitz und der einzelne Auslöser hat nicht so eine große Bedeutung. Auch wenn dann mehr Ausschuss dabei ist, ist die Chance besser, dass man einen natürlichen Moment festhält, meint der Münchner. "

Ohnehin sei es schon eine große Verantwortung Menschen zu fotografieren.  "Schließlich will ja jeder gut aussehen. Empathie ist beim Fotografieren ganz wichtig. Gut ist darum auch, wenn man sich mal selber ablichtet, um nachvollziehen zu können, wie die andere Seite sich fühlt." Selbiges empfiehlt Christoph übrigens auch blutigen Anfängern - einfach, um sich auch technisch auszuprobieren. "Danach dann auf die Straße gehen und einfach Leute anquatschen, die man spannend findet. So lernt man dann auch zu improvisieren und in hektischen Situationen das optimale rauszuholen."

Erfolgstipp: Move based on opportunity!

Gut sieht auf Christophs Bildern wohl jeder aus. So locker flockig, wie der Münchner die Profitipps heraushaut, könnte man meinen, er trage eine Ewigkeit an Foto-Erfahrung vor sich her und mindestens zwei Studienabschlüsse in der Profession. Ist aber nicht so. Kein Studium, keine Ausbildung, einzig und allein Learning by Doing hat Christoph Schaller dorthin gebracht, wo er jetzt ist. Und: "Einfach immer Ja sagen. Im Ernst, das ist eine meiner obersten Regeln, ich nehme einfach immer alles an. Selbst wenn ich erst einmal keine Ahnung habe, wie es funktioniert. Dann arbeite ich mich halt rein. Es gibt schließlich für alles ein Tutorial im Netz. Hat bisher immer funktioniert, auch wenn das ein oder andere Mal im Vorhinein schon etwas Panik im Spiel war."

Christoph lacht. Und das kann er. Schließlich hat er seine Kunden - populäre Marken wie Schwarzkopf, DriveNow und Co. - bisher noch immer glücklich gemacht. Oft kämen sie zu ihm, weil sie "was Junges" wollen. Wie viel der Münchner Fotograf von seinem eigenen Stil reinbringen darf, variiere stark. "Das ist oft 'ne Gratwanderung. Große Kunden sind natürlich stark an ihre CI gebunden. Jüngere Marken, die noch am Anfang sind, experimentieren auch gerne."

 

Die Anfänge: Street Photography

Angefangen hat alles im privaten Rahmen, verrät uns Christoph. "Damals war ich im Freundeskreis einfach der Typ mit der Kamera. Dann fingen die ersten an zu fragen: Kannste nicht mal dies und das für uns fotografieren?." Schon damals habe er dann einfach immer ja gesagt. Um sich selbst herauszufordern. Über Freunde seien dann auch die ersten kleinen, bezahlten Jobs gekommen. Durch seiner hobbymäßigen Street Photography, die Christoph online postete, resultierte eine Anfrage von Stylechecker, der ihn zur Fashion Week nach Paris schickte, um Blog-Bilder zu produzieren.

Kanye West und Co. - VIP Lucky Shot

Dort entstand auch ein Bild von Kanye West - der Rapper auf offener Straße, inmitten von Menschen. Er blickt über die Schulter nach hinten... geradewegs in Christophs Kamera. "Das war der Hammer, total der Menschenauflauf, Geschrei, alle wollen ihn fotografieren. Und dann dreht der sich um und guckt genau zu mir. Ich hab einfach spontan die Kamera hochgehalten und dabei entstand das Bild. Aber ich hab mich dann natürlich trotzdem hart gefeiert danach", sagt Christoph. Und ihm fließt ein spitzbübisches Lächeln über die Lippen. Ziemlich sympathischer Kerl, müssen wir schon sagen...

Kanye West bleibt nicht der einzige VIP, den Christoph schon vor der Linse hatte. Modefotografien mit Beauties wie Cara Delevingne und anderen hübschen Menschen, zum Beispiel für Hochglanz Magazine wie die ELLE stehen öfter mal auf seinem Timetable. Er nimmt's locker: "Im Modekontext zu fotografieren empfinde ich als einfach. Schöne Menschen, ein tolles Setting, da kann man gar kein schlechtes Bild machen." Naja... denken wir und sind ziemlich beeindruckt mit welcher Lässigkeit der Münchner gleich noch ein paar Erfolgstipps aus dem Ärmel schüttelt: "Optimistische Naivität ist das Wichtigste. Erst einmal immer davon ausgehen, dass es schon gelingen wird. Lass dich nicht verunsichern von allem Perfekten. Von den Leuten, die das krasse Equipment haben, die fetten Jobs, die, die besser Fotografieren als Du. Es ist nie der perfekte Moment gekommen, um ein Projekt anzugehen. Wichtig ist, dass man es trotzdem macht. Und mit den Möglichkeiten, die man zu dem Zeitpunkt hat, das Beste herausholt."

Video by Christoph Schaller

Schlussworte? Christoph: "Einfach machen!"

Beispiel gefällig? In seinen Anfängen hat Christoph zusammen mit Freunden ein Musikvideo für eine befreundete Band gedreht. Das Budget: winzigklein und von den Eltern geliehen. "Wir sind dann zu dem Equipment-Verleiher, hatten praktische keine Ahnung von der Kamera, die wir dort abholten, aber haben romprobiert und diese Video einfach mal gemacht. Die Band wurde später unter Vertrag genommen. Und der Plattenfirma gefiel unser Video so gut, dass sie uns für ein anderes Projekt gebucht haben." BAM! Jackpot würden wir mal sagen... Und was lernen wir daraus? Wie Christoph es sagen würde: "Move based on opportunity!" - dann kommt auch der Erfolg. "Wenn man sich selber immer wieder herausfordert, indem man den Möglichkeiten wahrnimmt, die einem begegnen, dann lernt man ständig dazu. Und daraus ergeben sich wieder neue Möglichkeiten. Und das bedeutet automatisch auch Fortschritt." Dem haben wir nichts mehr hinzuzufügen. Außer vielleicht: Danke Christoph, für den spannenden Einblick in deine Arbeit!  

Mehr inspirierende Menschen wie Christoph Schaller...

... könnt ihr noch bis zum 15. November im Google Pixel Studio treffen!

 

  • Di. 13.11. - Meet&Greet mit Xenia Adonts
  • Mi. 14.11. Surprise & SpecialGuest
  • Do. 15.11. Talk mit Rabea Schif & Leyla Piedayesh
  • Watch the timetable!

Dieser Beitrag ist in Kooperation mit Google entstanden. 

Julia Katharina Tomski

Ursprünglich aus dem bodenständigen Nordrhein-Westfalen folgte Julia dem Ruf der Medienstadt München und fand als Feingeist mit Hang zu schönen Dingen, gutem Geschmack und herzerwärmenden Menschen hier ihr Glück und einen Quell an Inspiration. Trotzdem: Im Alltag trägt Julia statt weißem Blüschen und Perlenohrringen lieber zerrissene Jeans und das Herz auf der Zunge. Denn: U can take the girl out of the Pott but U can never take the Pott out of the girl.