Kunst statt Couch

Kunst statt CouchKunstgenuss statt Sesselfurz

Am Sonntag lohnt es sich besonders, Euren Hintern herunter vom Sofa und hinein in die Münchner Kunst- und Kulturszene zu bewegen. Viele städtische Museen kosten an diesem Tag nur einen Euro.

Das ist gut investiertes Geld - möchte Ihr mal ausgewählte Werke von Leonardo da Vinci, Raffael, Rembrandt oder Rubens in der wunderschönen, im Jahr 1836 erbauten Alten Pinakothek bewundern. Das Gebäude wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, aber inzwischen wieder in einer Weise aufgebaut, dass man die Spuren des Krieges zwar noch erahnen kann, der harmonische Gesamteindruck aber nicht gestört wird. Am Fuß der langen, doppelseitigen Treppe hinauf in den ersten Stock könnt Ihr Euch im wunderbaren Café Klenze bei Kaffee und Kuchen, vielen verschiedenen Teesorten und einer feinen Auswahl an warmen Gerichten von der Kunst erholen.

Habt Ihr danach noch einen Euro übrig, könnt Ihr Euch auf der anderen Straßenseite in der Neuen Pinakothek mit Caspar David Friedrich, Spitzweg, Renoir, Monet, van Gogh oder Klimt beschäftigen. 1853 eröffnete das Museum und machte die Maxvorstadt zu einem kulturellen Höhepunkt. Auf einer liegenden Acht werdet Ihr durch die Epochen der europäischen Kunst von der Aufklärung bis zum Beginn der Moderne geführt.

Habt Ihr immer noch nicht genug Kultur getankt? Und ist in Eurer Tasche noch immer nicht Ebbe? Dann nehmt einen weiteren Euro in die Hand, überquert noch eine Straße und taucht ein in den Kosmos des produktivsten aller künstlerischen Zeitalter. In der Pinakothek der Moderne reicht die Palette der modernen Kunst von Malerei über Fotografie zu Design, Architektur und Installationen. Ausgangspunkt für alle Rundgänge bildet eine große Rotunde mit ihrer imposanten, 25 Meter hohen Glaskuppel. Hier könnt Ihr flanieren und Atem schöpfen, bevor Ihr aufs Neue in die Welt der modernen Kunst hinabtaucht.

Es ist schwer vorstellbar, dass Euer Kulturdurst noch immer nicht gestillt ist. Aber falls es dennoch so ist und Ihr Euch gänzlich in Unkosten stürzen möchtet (ein weiterer Euro ist fällig), dann geht ein paar Meter weiter. Im Museum Brandhorst grüßen Euch Werke à la Gerhard Richter, Sigmar Polke oder Andy Warhol von den Wänden. Spätestens wenn Cy Twombly Euch den Rest gegeben hat, habt Ihr das ganze Münchner Museums-Viertel und seine Schätze gesehen. Im Horst Esskultur - Bar kommt Ihr dann wieder zu Kräften. Stilvoll und gepflegt ist es, und durch die wunderbar ausladenden Fenster kann man das ganz normale Leben draußen beobachten.

Informationen zu Museen und ermäßigten Eintrittspreisen könnt ihr hier finden:

Museen in München

 

Frank Achim Schmidt

Achim, Querdenker und vormals Taxilenker, ist südlich von München groß geworden. Im Grunde in Indien sozialisiert und im Herzen immer noch Weltreisender, durchkämmt er mit seiner Kamera die bajuwarische Landeshauptstadt, auf der Suche nach spannenden Geschichten und Aussichten.