Happiness-Geheimtipps von Lifecoach Pia Baur

Happiness-Geheimtipps von Lifecoach Pia BaurFünf konkrete Tipps, die uns sofort glücklicher machen

Bei wem Frustration, Langeweile, Unzufriedenheit oder vielleicht sogar ein ständiges Gedankenkarussell in der aktuellen Zeit an der Tagesordnung stehen, der kann jetzt sofort eine entscheidende Sache anders machen, um die positive Energie wieder ins eigene Leben zu holen: Bewusstsein aufbauen für das, was einem selbst gut tut. Die eigene Einstellung näher betrachten und lernen, sich selbst zu führen. Wir haben mit Pia Baur gesprochen - sie ist systemischer Personal- und Businesscoach bzw. Trainer, sowie zertifizierte Meditations- und Yogalehrerin in München. Das Besondere an ihr und ihrem Ansatz: Sie verbindet das klassische systemische Coaching mit dem Körper. Denn sie vertritt die Haltung:„Wir können nicht den Verstand nutzen, um unseren Verstand zu verändern.“ Stattdessen, so die Expertin, müsse Veränderung nicht nur im Kopf stattfinden. Wir müssen auch unseren Körper, unsere Gefühlen und Handlungen einbeziehen. Wie man mit ganz konkreten, einfachen Steps mehr Zufriedenheit ins eigene Leben bringt? Pia hat es uns verraten.

Wofür seid ihr heute dankbar? Stift und Papier zücken und aufschreiben! © Studio Katrin Winner

Emotionen sind der Schlüssel

Ein Leben fürs Wochenende, 40-50 Stunden die Woche durchackern, abends noch zum Sport, um zumindest körperlich einen Ausgleich zu finden. Oder einfach erschöpft aufs Sofa zu fallen. All das kennen viele von uns. Besonders weil die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit in der aktuellen Homeoffice Situation viel unklarer sind als sonst, ist das für viele von uns eine große Herausforderung. Zufriedenheit und Freude können sehr darunter leiden. Auch Pia hatte solche Zeiten, erzählt sie uns. Und verrät uns, wie sie es geschafft hat, nach diesen kräftezehrenden Zeiten der Unzufriedenheit sich selbst wieder glücklich zu machen. Zunächst gilt es, die eigenen Emotionen wieder zu spüren. Verlieren können wir nichts, also lasst es uns einfach probieren, oder?!

Na, wann wart ihr zum letzten mal so richtig happy?

Schöne Erinnerungen heilen

Zunächst sei es wichtig, sagt Pia, dass man sich selber erst einmal fragt: Wie fühlst du dich gerade? Und wie willst du dich eigentlich fühlen? Ist es glücklich, energetisch oder eher zufrieden und zuversichtlich? "Als nächstes denkst du an eine beispielhafte Situation, in der du dich genauso gefühlt hast: Je genauer du dieses Gefühl visualisierst, umso mehr kann sich dein Körper mit diesem positiven Bild verbinden", erzählt uns der Lifecoach. In diesem Moment passiere Heilung. Denn der Körper selbst kann gar nicht unterscheiden zwischen damals und heute - "Das kann nur der Kopf", sagt Pia. Der Körper folgt der Emotion, die du nur im “Jetzt” fühlen kannst.

Yoga, Tanzen oder vielleicht doch lieber Journaling? Findet ein Hobby, das euch glücklich macht!

Beobachten, was die Emotionen triggern

Bewegung, Singen, Tanzen, Yoga, Schreiben? Für jeden ist es etwas Anderes, aber eins ist sicher: Es gibt Tätigkeiten, die uns emotional werden lassen. Wir müssen nur etwas stöbern und aufmerksam sein. Ein Tipp aus Pias Erfahrung: Sie schreibt jeden Tag auf, wofür sie dankbar ist. Durch bewusste Dankbarkeit lenkt sie ihre Aufmerksamkeit auf die positiven Dinge des Lebens. Ihr ganz konkreter Tipp lautet darum: "Schaffe dir deine eigene Happiness Routine, indem du dir jeden Tag ein bisschen Zeit dafür nimmst. Wie ein Termin, in dem Fall mit dir selbst." Wie man diese Zeit am besten füllt, sei jedem selbst überlassen: Einfach austesten und das weitermachen, was einem Freude macht. Vielleicht gibt es ja Dinge, die einem z.B. früher Spaß gemacht haben, wofür man sich heute aber irgendwie keine Zeit mehr nimmt?...

Sieht ganz schön happy aus, diese Pia Baur... Wir sind gespannt auf ihre Tipps! © Studio Katrin Winner

Das Happiness Journal

Die kleinen Momente am Tag und das bewusste Nachdenken helfen dabei, die Grundzufriedenheit zu erhöhen, sagt der Coach. "Denn dann sehen wir die positiven Dinge, anstatt das, was alles schief läuft. Dankbarkeit hilft erwiesenermaßen die Fülle im Leben zu entdecken. Nimm dir also bevor du ins Bett gehst einfach mal ein paar Minuten Zeit und schreib drei Dinge auf, für die du dankbar bist oder die dich heute glücklich gemacht haben." Für etwas Abwechslung könne man auch noch drei Dinge aufschreiben, auf die man stolz ist: Was lief heute richtig gut? Was hat man gemeistert, was geschafft? "So zeigst du dem inneren Druck und der Unzufriedenheit: Hey guck mal, ich habe doch echt was geleistet!"

Seine Gedanken bewusst wahrzunehmen - ist gar nicht so leicht. Aber hilfreich.

Der Blick aus der Vogelperspektive

Eine weitere Strategie für mehr Happyness sind die vielbesprochenen Achtsamkeitsübungen. Ist nicht für jeden was, aber vielen hilft's. Auch Pia selber: Bei einer ihrer Lieblingsübungen geht es darum, die Gedanken bewusst wahrzunehmen. Gar nicht so easy, denn wer kennt’s nicht: Die Gedanken kreisen, wir kommen vom einen zum anderen Gedanken... Noch 10 Mails warten im Postfach, den Kunden XY zurückrufen, Instagram checken - schon wieder nix geschafft... "Wir fühlen uns gestresst oder gehetzt und vergessen dabei, um was es eigentlich wirklich geht. Um uns!", sagt Pia. Umso wichtiger sei es, sich selbst mal in eine andere Perspektive zu versetzen. Mal aus dem Kopf rauszugehen und von außen drauf zu schauen. Das bewusste Wahrnehmen deiner Gedanken helfe dabei, immer wieder einen Abstand und eine Reflektion darüber zu bekommen, was denn im automatisierten Alltag alles so abläuft. So kann man sich wieder besser selbst regulieren und das verhilft langfristig zu mehr Zufriedenheit und Gelassenheit im Alltag.

Unser neues Motto: Be mindful!

Den Anfang machen

Ein Allheilmittel gegen Unzufriedenheit oder ein allgemein gültiges Wundermittel für die totale Happyness kennt auch die Expertin nicht. was sie aber weiß: Jeder muss für sich herausfinden, welche Steps ihm oder ihr gut tun. Pias Tipp: "Stell dir eine Kombination aus den genannten Tipps zusammen und beobachte, bei welchen Dingen du dich im Flow bzw. in deiner Mitte fühlst. Mache daraus deine Routinen, also wiederhole es wieder und wieder, wenn es sich gut angefühlt hat. Beginne mit einer Kleinigkeit für den ersten Monat. Danach nimmst du eine andere hinzu. 15 Minuten am Tag ganz für dich reichen schon aus." Denn, so sagt Pia: Aus Routinen werden irgendwann Rituale. Natürlich könne das nicht von heute auf morgen gehen. "Aber wir können nicht früh genug anfangen, erst einmal Bewusstsein zu schaffen. Bewusstsein darüber, was uns
selbst ein gutes Gefühl gibt." Wir haben also selbst die Wahl, wie wir uns fühlen wollen. Und wir sollten nicht darauf warten, dass andere uns glücklich machen. Nur wer Verantwortung für sein eigenes Leben übernimmt, der hat die Chance, das Leben zu führen, das er sich für sich selber wünscht. Und genau das macht es am Ende aus, das Glücklichsein.

How to be postive - in drei Schritten

  • Was macht dich glücklich?

    Welche Hobbies gleichen dich aus? Bei was wird dir warm um's Herz? Finde heraus was du liebst, was die Energie gibt und dich glücklich macht!

  • Schritt für Schritt

    Streue jeden Tag ein Bisschen von diesen Dingen und Tätigkeiten in deinen Alltag ein. Damit wird es zur Gewohnheit. Und die wird zur zur Routine.

  • Sei gut zu dir!

    Akzeptiere deine Gefühle! Es geht nicht darum, immer und pausenlos glücklich zu sein - das geht euch gar nicht. Es geht darum, sich selbst bewusst zu machen, was einen langfristig zufrieden macht und wie man sich selbst dabei unterstützt, sich wohlfühlen. 

MORE HAPPY VIBES

Pia x ONE München

Wenn du mehr zum Thema Happiness Strategien erfahren willst: Pia Baur ist 21. Mai um 16 Uhr im Interview sehen bei ONE München. Einschalten via Facebook oder YouTube Stream!

Insides von der Sexpertin

Warum Achtsamkeit & Selbstliebe nicht nur im Bett wichtig sind

Bilder von Studio Katrin Winner und von Unsplash.

Dieser Beitrag ist auf redaktioneller Ebene entstanden. 

Lena Weber

Jede Frau ist für gutes Essen anfällig. Das hat Casanova schon damals erkannt. Und es trifft bei Lena zu 100 Prozent zu. Wenn es ums Schlemmen und Schnabulieren geht, ist sie immer mit von der Partie. Mehr als 5 Jahre Mannheim und die Nähe zur Pfalz haben sie geprägt – vor allem die Vorliebe für Wein. Als Neumünchenerin ist Lena nun neugierig darauf, die Gastrowelt der Biermetropole zu entdecken.