„Sophia, der Tod und ich“

„Sophia, der Tod und ich“Ein Roadtrip mit dem Tod im jungen Zentraltheater München

Habt ihr euch mal vorgestellt, wie es wäre, wenn eines Tages der Tod vor eurer Tür steht? Also der Tod in Persona, so wie man ihn sich vorstellt: Eine dürre, klapprige sensemannartige Gestalt, vor der wir furchteinflößenden Respekt haben. Mit diesem eher unwahrscheinlichen Szenario befasst sich der norddeutsche Indie-Rock-Musiker Thees Uhlmann in seinem Debütroman „Sophia, der Tod und ich“. Dieses wird vom 15. bis 18. September 2020 im jungen Zentraltheater München uraufgeführt. Was uns erwartet? Eine groteske und doch berührende Story über das Leben und die Liebe. 

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Kultur den Alten? Nö! Im Zentraltheater findet jeder einen Platz © wunderland media GmbH

Ciao Hochkultur, Hi Subkultur!

Das Zentraltheater München ist, wie wir wissen, eine sehr junge Bühne. Also genau das, was wir in der Kulturhochburg München gut gebrauchen können. Denn statt den edlen Champagner im Cocktailkleid oder im Smoking wegzuschlürfen, geht man hier extrem lässig übers Parkett und verfolgt mit einem Hellen in der Hand die astreine Vision des Zentraltheaters: Kultur nicht nur den oberen 10.000 zu bieten, sondern für jeden zugänglich zu machen. Genau das, worauf wir jungen Leute Bock haben. Dementsprechend gibt es hier nicht irgendeine moralapostellierende Kindertragödie von Frank Wedekind zu bestaunen, sondern Stücke der Gegenwart, die uns mit ihrer Aktualität und ihren Themen wirklich betreffen.

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Eine Wall of Fame hat das Zentraltheater nicht nötig © wunderland media GmbH

Eine Bühne für postmoderne Werke

Eine saugute Mischung, finden wir. Man nehme einfach einen Bestseller aus der jüngsten Vergangenheit, am besten von einem jungen Autor oder Autorin der Pop-Kultur und macht daraus ein ergreifendes und doch humorvolles Theaterstück mit jungem Cast. Wir wollen uns ja schließlich damit identifizieren. So wurde unteranderem auch Ronja von Rönnes reißerischer Debütroman „Wir kommen“ ins Repertoire des Zentraltheaters aufgenommen. Diesen Monat folgt für kurze Zeit ein neues Stück basierend auf den Bestseller der Musiklegende Thees Uhlmann. „Sophia, der Tod und ich“ handelt vom Wechselspiel zwischen Leben, Tod und den wahnsinnig kurzen Momenten der Erkenntnis. Denn was ist eigentlich, wenn auf einmal der Tod vor unserer Tür steht, uns mitteilt, dass wir bald sterben müssen und wir uns dann plötzlich mit ihm und unserer Exfreundin unvermutet im Auto auf einem Roadtrip befinden?

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Inspiration für die Stücke? Holt sich das Zentraltheater aus der Gegenwartsliteratur © wunderland media GmbH

Wirklich nur für kurze Zeit

Die von Regisseur Max Wagner inszenierte Komödie mit den Nachwuchsschauspielern Jan Viehten, Thimo Meitner und Marysol Baber-Llorente feiert am Dienstag, den 15. September, um 20 Uhr Premiere und wird an den darauffolgenden Tagen jeweils um 19 Uhr und 20.45 Uhr aufgeführt. Toller sozialer Aspekt: Falls ihr euch die Karte nicht leisten könnt, meldet euch doch beim Zentraltheater per E-Mail. Sie finden einen Weg, damit ihr trotzdem zur Vorstellung kommen könnt. 

Sophia, der Tod und ich

Spielzeiten

Dienstag (Premiere), den 15.09.2020 um 20 Uhr 

Mittwoch, den 16.09.2020 um 19:00 & 20.45 Uhr

Donnerstag, den 17.09.2020 um 19:00 & 20.45 Uhr

Freitag, den 18.09.2020 um 19:00 & 20.45 Uhr

Das Zentraltheater

Junger Zeitgeist auf der Nachwuchsbühne

Bilder von Thomas Tomski für wunderland media GmbH und wurden vor der Corona-Pandemie produziert. 

Dieser Beitrag ist auf redaktioneller Ebene entstanden.

Paul Harhausen

Temporärer „Zuagroaßter“ - so würden wohl waschechte Münchener Paul bezeichnen. Auf der To-Do-Liste des eigentlichen Wahl-Weimarers und geborenen „Jong“ von der Waterkant stand schon immer, irgendwann mal in der südlichsten Großstadt Deutschlands zu leben. Die grandiose Lebensqualität, das beständige Wetter, aber auch die Sehnsucht zu den Bergen, das alles hat Paul nach München gelockt. Mit jedem Tritt in die Pedale seines Rennrads und den Blick auf die Isar gerichtet, spürt er nämlich genau das: Lebensqualität. Darauf ein Prosit!