Fünf Geheimtipps zum Fashion Upcycling

Fünf Geheimtipps zum Fashion UpcyclingFrischer Wind im Kleiderschrank

Fast Fashion. Bumm. Diese Wörter allein lösen in unseren Köpfen eine Reaktion aus. In den meisten Fällen kreisen die Gedanken um eine Industrie, die vorrangig mit Ausbeutung, Umweltverschmutzung und übermäßigem Konsum in Zusammenhang gebracht wird. Wir lenken den Fokus zur Auflockerung mal auf die positive Seite der Branche und liefern fünf Strategien, wie wir Textilien nachhaltig wiederverwenden können. Der wohlbekannte Trend nennt sich “Upcycling” und ist die Eintrittskarte jedes Kleidungsstücks in ein neues Lebensglück.

COMEBAG – Upcycling Wundertüte

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Schritt 1: Packe zwei Kleidungsstücke in die COMEBAG. © Wolfskind

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Schritt 2: Auspacken und freuen! Kindermode von Hand gefertigt, nachhaltig und einzigartig. © Wolfskind

Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr euch von etwas trennen müsstet, eure innere Stimme aber immer daran erinnert, wie sehr ihr dieses Teil liebt und wie gern ihr es getragen habt? Auch wenn das bestimmte Exemplar seit X Jahren den Kleiderschrank nicht mehr verlassen hat? Jaja, wir verstehen uns. Wer trotz aller Versuche nicht ganz von seinen Lieblingsstücken loskommt und ein Kind daheim oder im Freundeskreis hat, macht mit der “Comebag” einen super Deal: Anna Wolf hat sich mit ihrem Label “Wolfskind” einen Kindheitstraum erfüllt und kreiert Mode für kleine Entdecker. In puncto Nachhaltigkeit hat die junge Mutter das Konzept der “Comebag” ins Leben gerufen. Zwei alte Kleidungsstücke werden in die dafür vorgesehene Tüte gepackt, samt gewünschten Größenangaben versendet und nach zwei Wochen trudelt das Kinder-Outfit zu Hause ein. Jedes Teil ein Unikat – und das Handmade in Munich versteht sich. Und bei so viel kindlicher Freude ist unser kleiner Verlust auch schnell wieder vergessen.

Zweite Chancen im Blaugold

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Alte neue Schätze – Kleidung aus zweiter Hand. © wunderland media GmbH

München hat eine Vielfalt an ansprechenden Second Hand Shops im Angebot. Dafür gibts von uns einen strahlenden Daumen nach oben, denn Einkaufen aus zweiter Hand ist eine tolle und einfache Möglichkeit, auf fairem Wege neue Kleidung zu ergattern. Besonders nachhaltig ist es, wenn die Teile aus unmittelbarer Umgebung kommen. Das “Buy-Local” Konzept hat mit Sandra Ohler eine treue Anhängerin und wir mit ihrem Laden “Blaugold” eine Anlaufstelle, unsere Klamotten, Accessoires und Schuhen an neue Besitzer zu vergeben. Achtung: Bei Sandras liebevoll ausgewählten Sortiment kann es leicht passieren, dass die Tüten nach der Übergabe gleich voll sind wie davor. Jetzt halt mit einer zweiten Chance. 

It’s all about giving – Spenden im Oxfam

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Kommen und Gehen – Geben und Nehmen. © Oxfam Deutschland

Unsere Kleidung einem neuen Kreislauf zu übergeben, funktioniert auch easy mit Spenden. Und dafür muss nicht extra die Wohlfahrt oder Mutter Teresa bei uns klingen. Dabei geben wir und bekommen zurück – in Form eines herzlichen Dankeschöns und einem liebevollen Lächeln. Und wenn wir ehrlich sind, berührt uns das eher als ein lätscherter Papierschein mit Ziffern oben drauf. Die Organisation Oxfam Deutschland hat Läden im ganzen Land und empfängt Spenden mit offenen Armen. Es gibt Fashion- und Büchershops, sowie Mixshops, die beides anbieten. In München haben wir momentan viermal die Möglichkeit, unsere Kleidung in neue Hände zu geben. Und damit es modetechnisch im Sortiment stimmig ist, wird ausschließlich saisonale Ware angenommen. Die gesponserten Beiträge werden direkt in den einzelnen Läden angeboten und alle Finanzüberschüsse fließen in den Oxfam Deutschland e.V., der sich um Entwicklung und Politik kümmert. Sollten einzelne Kleidungsstücke liegen bleiben, so werden die an lokale Sozialhäuser, gemeinnützige Organisationen oder Recycling-Firmen übergeben. Also alles im grünen Bereich!

Oxfam Shops

Standorte auf einem Blick

Oxfam Mixshops

Isarvorstadt
Fraunhoferstraße 6, 80469 München
Telefon (089) 230 002 10

Maxvorstadt
Türkenstraße 81, 80667 München
Telefon (089) 272 732 23

Pasing
Spiegelstraße 11, Ecke Gleichmannstraße, 81241 München
Telefon (089) 820 302 14

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Oxfam Fashion Shop

Haidhausen
Orleansplatz 4, 81667 München
Telefon (089) 614 661 20

Neuer Anstrich im Feierwerk

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Auf die Siebe, fertig, los – für den Farbkick im Kleiderschrank. © Unsplash

Wer mal Abwechslung zu weißen Shirts oder einfarbigen Jutebeutel braucht und Bock auf eine Portion Kreativität im Kleiderschrank hat, dem raten wir zu einem Abstecher ins Feierwerk. Im Keller des Orangehouses versteckt sich eine Siebdruckwerkstatt, die alle technischen Tools bietet, um Flyer, Plakate, Shirts, Beutel und Merch in kleinen Mengen herzustellen. Die Räume lassen sich stunden- oder tageweise mieten. Einzige Voraussetzung ist die Teilnahme am Einführungsworkshop. Der gibt Einblick in die Siebdruck-Prozedur und zeigt, wie, wo und was es dabei zu beachten gibt. Und wenn wir den in der Tasche haben, kann bunt und fleißig drauf los gedruckt werden.

Siebdruckwerkstatt

Feierwerk

Vermietung
Montag bis Freitag nach Vereinbarung
stunden- und tageweise
5€ pro Stunde, max. 25€ pro Tag

Terminvereinbarung 
siebdruck@feierwerk.de | (089) 724880

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Voraussetzung Einführungsworkshop
Kosten 40€ pro Teilnehmer/in

Anmeldung
David Ozegovic | siebdruck@feierwerk.de

Fashion Marktplatz ZADAA

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Kleidung in Szene setzten und der Verkauf kann starten! © Unsplash

Verkaufen, tauschen, kaufen, verschenken – Plattformen wie Kleiderkreisel oder Ebay-Kleinanzeigen haben wir schon auf dem Schirm, wenn es um die Weiterverwendung unserer Habseligkeiten geht. Mit ZADAA tut sich aber etwas Frisches, etwas Neues, auf. Der digitale Flohmarkt fokussiert sich auf das Handeln von Second-Hand-Mode – so einfach wie im Onlineshop. Das Prinzip ist bekannt: Artikel inserieren, verschicken und Auszahlung erhalten. Was die App auszeichnet? Im hauseigenen Blog wird nebst aktuellen Trends und Mode-Tipps auch über die Bedeutsamkeit und Notwendigkeit von Second-Hand-Mode berichtet. Kampagnen in Zusammenarbeit mit namhaften Fair-Fashion-Unterstützern sollen zu einer Sensibilisierung für Mode aus zweiter Hand beitragen.

Das Wort zum Schluss

Fazit unseres kleinen Exkurs in die Welt der Nachhaltigkeit: Es gibt mehr als nur einen Weg. Der Topf an Möglichkeiten, seine Kleidung wiederzuverwerten, ist groß. Und es ist heute mehr denn je an der Zeit, daraus zu schöpfen und alle individuellen Upcycling Ideen zu verwirklichen.

Bilder von wunderland media GmbH, Unsplash (Beitragsbild) und Oxfam Deutschland.

Dieser Beitrag ist auf redaktioneller Ebene entstanden. 

Lisa Hagen

Grenzen? Gibt’s für unseren neuesten Zuwachs nur auf der Landkarte. Vor rund zwei Jahren ist unsere liebe Lisa vom Süden Österreichs in den Süden Deutschlands gewandert. Was Minga für sie so lebenswert macht? Ausgedehnte Entdeckungstouren mit ihrem Radl quer durch die City, die vielen grünen Oasen und der Blick auf die Berge. Und weil’s so schee is, ist's auch halb so wild, dass wir sie ab und zu nicht ganz verstehen.