Fashiontrends Herbst/Winter 2017

Fashiontrends Herbst/Winter 2017München wird mutig!

Mit der Mode ist es wie mit dem oder der Geliebten - früher noch treu und beständig, heute wechseln die Launen praktisch stündlich. Um mit solch einem schnellen Wandel mithalten zu können, laufen auch in der Isarmetropole in großen Modehäusern die Trend- und Kreativleistungen auf Hochtouren - nonstop, das ganze Jahr über. Um zu Beginn einer Saison dem fashionverliebten Münchner in den Auslagen und Schaufenstern auch wirklich die absolut aktuellsten Stoffe, Schnitte, Farben und Muster präsentieren zu können. Aber was sind die Trends, die uns erwarten? Was wird man in München im Herbst und Winter am hübschen Körper tragen? Und welches Kleidungsstück gehört in den folgenden Monaten auf jeden Fall in unsere Schränke? Pünktlich zum frisch fertig gewordenen Schaufensterlook der kommenden Saison haben wir Dr. Gabriele Castegnaro, Mitglied der Geschäftsleitung des Modehauses Konens getroffen. Und uns von der Expertin aus erster Hand eine Einführung in die aktuellen Fashiontrends geben lassen.

Konen Geschäftsführerin, Gabriele Castegnaro

Aber zunächst mal die Frage: Wie sieht er eigentlich aus, der Münchner Style? „Böse Zungen behaupten ja, die Düsseldorfer kopieren uns“, lacht die Konen Geschäftsführerin. „Nein Spaß! Also alles in allem kann man sagen, dass wir Münchner schon ein bisschen schicker unterwegs sind. Sneaker ja, aber eben dressed up.“ Ein Style, der sich über die Jahre hinweg sehr geändert habe, sagt die Modeexpertin. Seit 17 Jahren ist Gabriele Castegnaro jetzt schon in der Geschäftsleitung im Modehaus mit langer Tradition und Geschichte tätig, ihr Großvater, Herr Konen, hatte das Modehaus damals mit gegründet. In Ihrer Jugend, so erinnert sie sich, sei es kleidungstechnisch in der Isarmetropole alles noch „eher steif und gebügelt“ zugegangen. „Ich erinnere mich an meine Jugendzeit, als im Geschäft zum ersten Mal auch Jeans und Sneaker angeboten wurden. Das war in den 80er Jahren und damals was ganz Neues“, so die Chefin, die selber am liebsten Kleider trägt.

In den 90ern kam dann die Fitness- und Sportwelle. Auch in der Mode. Zum Beispiel in Form von technischen Stoffen und körperbetonten Stoffen. Seit den 2000ern sei es nun sogar so, dass die Trends quasi wöchentlich wechseln - ja mehr noch, dass viele Trends parallel herrschen, sagt Gabriele Castegnaro. "Noch dazu sickern Modeentwicklungen durch Instagram und Co. heute unglaublich schnell durch. Wenn Madonna früher ein Kleid getragen hat, dann dauerte das lange, bis es zum Verbraucher durchkam. Heute müssen wir quasi nonstop online sein, um zu sehen was die Blogger posten und dann dementsprechend zu reagieren.“. Ganz schön viel Arbeit! Nicht nur für das Modehaus, das sich was den Bestand der Marken und Kollektionen angeht ständig auf den neuesten Stand bringen muss. Auch für uns Kunden ist es schwer, bei dem schier unerschöpflichen Pool an Trends den Überblick zu behalten. Was ist denn nun diese Saison wirklich IN?

„Opulenz!“, fasst es die Modeexpertin zusammen. Und zwar bei allem - von den Stoffen, über die Farben, bin hin zu den Mustern. Sprich: wer immer schon auf Stil- und Mustermix stand, der kommt diesen Herbst und Winter voll auf seine Kosten. Graue Mäuse werden es dagegen eher schwer haben. „Wir bewegen uns weg vom Purismus, hin zu mutigen Styles, Muster von Leo bis grafisch, unkonventionelle Looks und intensiven Farben. Da kann man sich so richtig austoben“, sagt die Fashionfachfrau. Konkret heißt das: Farben wie sattes Rot, kräftiges Orange und intensives Pink werden miteinander kombiniert. Oder tiefes Blau und Smaragdgrün. Die Stoffe: ebenso opulent. Und im Stilmix. „Samt und Seide werden mit technischen Materialien kombiniert, sodass ein Bruch entsteht. Also alles andere als Prinzessinnen Look“, sagt Gabriele Castegnaro. Übrigens gilt der „Opulenz in Farbe, Stoff und Muster-Trend“ auch für den Mann: Auffällige Farben wie grün und Senfgelb treffen sich zum Beispiel in Karomustern und auf reichen Stoffen wie Tweed und Wolle.

DIE Top 5 Trends in a nutshell:

MUSTER - Von Leo bis floral: auffallen ist alles!
FARBEN - Sei wild! Rot, Orange und Pink geht wunderbar zusammen!
STOFFE - Geiz ist NICHT geil! Her mit Samt und Seide!
KOMBIS - Mix it, Baby! Kombiniere schicke mit lässigen Teilen!
MUST-HAVE - Steghose mit technischen Elementen. Stylisch aber bequem!

Die It-Peaces der Saison: die Steghose, Blusen und Kleider mit expressiven Drucken oder grafischen Mustern und die zur Wiesn`-Zeit Trachtenjacke. „Das ist einfach ein Klassiker, der für jeden erschwinglich und trotzdem sehr wertig ist“, sagt Frau Dr. Casteganro von der Geschäftsleitung. Überhaupt, so habe sie die Erfahrung gemacht, wollen die Münchner - klar, schick sein - aber immer mehr achten sie auch darauf, dass es bequem ist. „Lieber ein einziges Teil kaufen, das zwar etwas teurer ist, aber dessen Material sich dafür auch angenehm tragen lässt - statt zehn Teile, dessen Plastiknähte überall zwicken.“ Nachvollziehbar. Das sehen auch wir so. Und freuen uns jetzt schon darauf, unseren Kleiderschrank mit den neuen Trends der Saison aufzuwerten. Oder alte Lieblingsstücke mal anders zu kombinieren und den Look damit zu neuem Leben zu erwecken. Dank der wunderbaren Dekadenz in Sachen Stil- und Mustermix sind uns im Herbst und Winter 2017 da ja anscheinend keine Grenzen gesetzt. Mögen die Fashion-Paradiesvögel unsere schöne Stadt erobern und den grauen Monaten so richtig viel Farbe verleihen!

Ihr wollt die neuen Saisontrends angezogen sehen?!

Dann werft doch mal einen Blick in die Konen-Schaufenster - gerade neu dekoriert unter dem Titel „Maison Chic“. Oder schaut auf Instagram und der Internetseite vorbei.

Pics by Konen.

Julia Katharina Tomski

Ursprünglich aus dem bodenständigen Nordrhein-Westfalen folgte Julia dem Ruf der Medienstadt München und fand als Feingeist mit Hang zu schönen Dingen, gutem Geschmack und herzerwärmenden Menschen hier ihr Glück und einen Quell an Inspiration. Trotzdem: Im Alltag trägt Julia statt weißem Blüschen und Perlenohrringen lieber zerrissene Jeans und das Herz auf der Zunge. Denn: U can take the girl out of the Pott but U can never take the Pott out of the girl.