Ein Abend unter Legenden

Ein Abend unter LegendenDas JAMS Music Hotel

Dieser eine Moment, wenn es erst leise knistert. Dann fängt alles an sich zu drehen. Der Raum füllt sich mit einer Atmosphäre, wie es keine zweite gibt. Und die schwarze Platte aus Vinyl dreht sich weiter und weiter. Wer ins JAMS Music Hotel eincheckt, begibt sich in diese besondere Parallelwelt, die nur Musik erschaffen kann. Und eine, die noch dazu wahnsinnig gut aussieht.

Wim Wenders wäre neidisch

Einen Schritt in die Lobby und wir tauchen in einen Retro-Kosmos ein, der jedem Wes Anderson Film harte Konkurrenz macht. Rosa Blüten schmücken die grauen Tapeten im Vintage-Style. Die großen Glühbirnen verbreiten gelbes, gemütliches Licht in dem sonst dunkel gehaltenen Eingangsbereich. An der Rezeption bekommen wir unseren Backstage-Pass – den Schlüssel zu unserem Zimmer.

Platten hören - zurücklehnen © Geheimtipp München

Stilvoll duschen © Geheimtipp München

Mädelsabend © Geheimtipp München

Musik hören, lesen, fernsehen - alles ganz gemütlich. © Geheimtipp München

Das alles auf Pastell und Samt. © Geheimtipp München

Ich kann in jeder Sprache nach Zigaretten fragen.

David Bowie

Im Aufzug mit Rockstars

Im Aufzug schauen uns Elvis, John Lennon und Jim Morrison über die Schulter. Im dritten Stockwerk empfängt uns David Bowie. Kein Problem, wir haben ja einen Backstage-Pass. In jedem Stockwerk erscheint ein anderes Künstlerportrait hinter denn Aufzugtüren. Nimmt man lieber die Treppen, leuchten einem original Schallplatten-Cover den Weg, die als Lampen einen neuen Zweck gefunden haben.

Stagediving für Fortgeschrittene. © Geheimtipp München

Stagediving und Design-Ekstase

Das Zimmer ist warm, die Farben einladend. Noch immer findet sich der 70er Jahre Chic in jedem Detail wieder. Das Herzstück des Raumes bildet das große Bett mit den samtenen Kissen. Es sieht so kuschlig aus, dass Steffi gleich Lust bekommt, sich - mit einem Sprung in die Daunen - im Stagediving zu üben. Resultat: Das Bett ist nicht nur sehr schön, sondern auch unglaublich gemütlich. Perfekt für jeden, der sich nach einem langen Tag einkuscheln und einfach nur fernsehen möchte.

Weich wie Samt © Geheimtipp München

Retro-Chic © Geheimtipp München

David Bowie begrüßt im Gang © Geheimtipp München

Lampe oder Vinyl? © Geheimtipp München

Angekommen im Musik-Paradies

Wer den Tag lieber melodisch ausklingen lässt, hat Glück. Denn in der Lobby befindet sich eine umfangreiche Plattensammlung, in der man in Ruhe stöbern und sich seine Favoriten aussuchen darf. Ein Paradies für Vinyl-Enthusiasten. Auf dem Zimmer wartet ein kleiner Koffer-Plattenspieler auf uns, auf dem wir die geliehenen Schätze sofort anhören. Der Sound ist zwar nicht gewaltig, und trotzdem ist es da wieder, dieses tolle Gefühl, wenn man die Nadel auf die schwarze Platte setzt. Wer à la Rockstar-Manier die Musik doch etwas lauter aufdrehen möchte, der kann das über die Bluetooth-Box tun, die auf dem Nachtkästchen bereit steht.

Das Hotelrestaurant 33rpm - auch hier ist die Schallplatte king © Geheimtipp München

Soul für den Gaumen

Stagediving geübt, wild getanzt und gesungen - der Hunger meldet sich. Kein Problem! Denn zurück im Erdgeschoss, sind es nur drei Schritte aus dem Aufzug und schon stehen wir im 33rpm. Hier bekommen wir nicht nur feinstes Soulfood auf die (Platten-)Teller, sondern auch richtig gute Drinks kredenzt. Und auch hier entdeckt man in jeder Ecke die Liebe zum Detail: Die Karte sieht aus wie eine Schallplattenhülle. Sie ist übersichtlich, wird aber durch eine Tageskarte ergänzt, die mit außergewöhnlichen Gerichten lockt. Das Essen ist so liebevoll angerichtet, dass man sich vor dem ersten Gabelstich ziert. Wir freuen uns schon auf das Frühstück. Und zurecht. Es gibt Müsli, es gibt Pancakes, Smoothies, Bauernbrote in jeglicher Ausführung.

Fact To Go

WUSSTET IHR SCHON..

dass rpm für Umdrehungen pro Minute steht. Je nach Größe der Schallplatte sind das meist 33 1/2 oder 45 rpm. 

Time to say goodbye

Zeit die Parallelwelt wieder zu verlassen, wo kantiges Design sich mit weichem Samt paart und schummriges Dunkel auf freundliches Pastell trifft. Wehmütig geben wir Schallplatten und Backstage-Pass an der Rezeption zurück.

Fotos von Frank-Achim Schmidt

Dieser Beitrag ist in Kooperation mit dem Jams Hotel entstanden

Jennifer Lichnau

Jennys Spiritanimal ist der Dackel. Nicht nur weil sie ein waschechtes Münchner Kindl ist. Sie ist klein, frech und manchmal durchaus hartnäckig. Perfekte Voraussetzungen, um sich in ihrer geliebten Heimat durchzubeißen. Denn München bedeutet für sie nicht nur Spritz in der Sonne trinken. Gott sei Dank! Gerne entdeckt sie neue Ecken der Stadt – ganz abseits von Glanz und Gloria, wie zum Beispiel im Westend – ihrer Homebase. Guter Kaffee ist ihr Lebenselixier, wenn sie also nicht mit einem ihrer Pflegehunde an der Isar ist, sitzt sie wahrscheinlich im Café um die Ecke.