Die schönsten Ecken im Westend & Haidhausen

Die schönsten Ecken im Westend & HaidhausenDas war die Circ-Tour by Geheimtipp München

Wusstet ihr, dass Haidhausen älter ist als München? Oder wo Michael Jackson im Westend seine Comics kaufte? Die Antworten darauf und viele weitere spannende Geschichten, historische Einblicke und Gastrotipps gab es auf den zwei Circ-Stadtvierteltouren by Geheimtipp München. Knapp zwei Stunden cruisten wir mit einigen glücklichen Verlosungsgewinnern aus der Geheimtipp Community auf den schnittigen Circ E-Scootern durch die Hoods. Die Mission: versteckte Winkel und Geheimtipps live abfahren und dabei von dem in Berlin gegründeten Micromobility-Startup lernen, wie man sicher mit E-Scootern unterwegs ist. Da wir euch ja leider nicht alle mitnehmen konnten, aber niemandem die schönen Entdeckungen vorenthalten wollen, haben wir euch die Highlights unserer Touren mal zusammengefasst. In Verbindung mit dem Circ-Promocode könntet ihr also bald einfach mal die Viertel auf eigene Faust erleben. Here we go!

Von historischen Einblicken bis zu den neuesten Geheimtipps © Geheimtipp München

Erst Glasscherben- dann IN-Viertel

Was früher Sendlinger Haid - ist heute die Schwanthalerhöhe, das Westend. Benannt nach dem Schöpfer unserer berühmten Bavaria-Statue, Ludwig Michael von Schwanthaler, ist das ehemalige Glasscherbenviertel mittlerweile eines der In-Viertel unserer Stadt. Damit wir in kurzer Zeit viel zeigen können, durften wir uns auf die E-Scooter von Circ schwingen und so ganz entspannt von einem Spot zum nächsten cruisen. Startpunkt war am Georg-Freundorfer Platz - früher bekannt als der Skate-Hotspots, heute für seinen wöchentlichen Bauernmarkt. Sicherheit liegt der Circ-Crew klar am Herzen, deshalb gab es für alle Teilnehmer erst einmal eine Circ-Driving-Academy. Die Learnings daraus wollen wir euch auch gar nicht vorenthalten...

How to E-Scooter - Tipps aus der Circ-Driving-Academy

  • Auf die Fahrradwege, fertig, los!

    Für E-Scooter gelten die gleichen Regeln wie beim Fahrradfahren. Also Radwege und Straße nutzen, Gehwege sind tabu.

  • Bremsen mit Gefühl

    Immer mit beiden Bremsen und nicht ruckartig, sondern gefühlvoll. Besondere Vorsicht gilt bei nassem Boden und feuchtem Laub.

  • Kluger Kopf

    Zwar keine Pflicht, aber jedem ans Herz gelegt, weil kann halt einfach mal Leben retten: ein Helm.

  • Richtig Parken

    Bitte so, dass sie nicht im Weg stehen und niemanden gefährden, z.B. an den Seiten parallel zur Straße.

  • Don´t drink and ride

    Es gelten die gleichen Regeln wie beim Autofahren. Bedeutet also: Wenn ihr angetrunken fahrt - "Adios Führerschein!"

  • Sehen & gesehen werden

    Sobald's dämmert, Licht anschalten! Den Knopf findet ihr in der Mitte des Lenkers.

Im Westend was Neues

Einer unserer ersten Stopps führt uns zu einem unserer Lieblingscafés der Redaktion: Lohner & Grobitsch. Vor 56 Jahren eröffnete Alexander Grobitsch dort seinen Krämerladen. Dann wurde seine Frau krank und er konnte den Laden nicht mehr führen. Kerstin Lohner lebte zu der Zeit im Westend und hatte sich schon längst in den Laden verliebt - zusammen verwandelten sie die Räume in ein Café. Heute führt der 89-Jährige zusammen mit Kerstin das Café - natürlich mit der schönen, nostalgischen Einrichtung von damals. Alexander selbst lebt, wie auch schon damals, direkt neben seinem Laden. Ganz gerührt von der Geschichte, die uns Geheimtipp München Mitgründer Olli erzählt, cruisten wir auf den Rollern weiter. Vorbei an einem von noch zwei verbliebenen Ledigenheimen in ganz Europa (hier leben ledige Männer aus über 50 Nationen zusammen), geradewegs zur Kreuzung Ligsalz und Kazmairstraße, denn dort wurde laut Regisseur Helmut Dietl der bekannteste Stenz Bayerns geboren: unser Monaco Franze. Die Straße weiter steht - so bunt und blumig, dass wir es gar nicht übersehen können - das Syndikat-Haus Ligsalz8. Dessen Bewohner trugen übrigens auch dazu bei, dass das bekannte "Döner macht schöner Haus" in der Schwanthalerstraße 119 zwangsversteigert wurde.

Hinter jeder Ecke versteckt sich eine schöne Geschichte

Creative Director Olli hatte neben spannenden und skurrilen Geschichten auch Gastro-Tipps in Petto: Das beste Eis in der Hood gibt's bei Punto Gelato. Einen Sprung in die Vergangenheit erlebt ein jeder beim Besuch im Café Marais, hochkarätige Küche im Marais Soir gleich daneben und gleich gegenüber gibt's geile Longdrinks im schwarzen Dackel. Wer auf den Spuren Michael Jacksons unterwegs ist, der sollte den Comic Dealer besuchen. Denn dort kaufte der Sänger in den 90er Jahren fleißig ein. Alles in allem hat uns die Stadtviertel Circ-Tour mal wieder gezeigt, dass sich hinter jeder Ecke spannende Geschichten versteckt halten, die Lust auf mehr München machen. Deshalb ging's mit der nächsten Geheimtipp-Community Gruppe drei Wochen später gleich weiter in's nächste Viertel: Haidhausen.

Schön, schöner, Haidhausen

Als München gegründet wurde, existierte Haidhausen bereits seit 350 Jahren. Nur, dass es damals noch "Haidhusir" genannt wurde, also "Häuser auf der Heide". Seitdem ist historisch so einiges passiert in dem ehemaligen Dorf - den unglaublichen Charme hat sich das Franzosenviertel aber bis heute beibehalten. Auf unserer Stadtvierteltour besuchten wir die charakteristischen Fachwerk- und Herbergshäuschen, erzählten die Gründungsgeschichte der Münchner Biergartenkultur am Hofbräukeller und stellten die bekannteste Boazn Haidhausens vor: das Johannis Café. Vorbei ging es an kleinen Gassen, französischen Plätzen, süßen Cafés wie dem IUNU Ladencafé und ausgefallenen kleinen Läden z.B. dem Medical Art & More. Mit den E-Scootern ging es weiter zum Barroom, hier führt Emanuele Ingusci mit 36 Quadratmetern die kleinsten Bar Münchens. Und auch seine Drinks sind ein Erlebnis.

Der am öftesten umgezogene Brunnen Münchens steht heute am Weißenburger Platz © Geheimtipp München

Früher Tagelöhner-Häusl heute findet sich im Erdgeschoss dasnÜblacker-Herbergenmuseum © Geheimtipp München

Das Volksbad im neubarocken Jugendstilbau © Geheimtipp München

Das größte Schwimmbad am "gaachen Steig"

Auf dem Weg zum größten und teuersten Schwimmbad der Welt (zumindest war das im Jahr 1901 so) - dem Müller'sches Volksbad - düsten wir den Gasteig hinunter. Woher der Name kommt? Na aus dem bayerischen gaacher Steig, was übersetzt "steiler Anstieg" heißt. Das schöne Schwimmbad steht übrigens nur dort, wegen seinem Nachbarn dem Muffatwerk. Einst ein einzelnes Brunnhaus wurde es 1893 zum ersten innerstädtischen Elektrizitätswerk aus Dampf- und Wasserkraftwerk. Die dort aufkommende Wärme wollte genutzt werden und so entstand das Volksbad. Diese und viele weitere historische Facts sprudelten nur so aus unserem Tour Guide und Mitgründer Olli heraus. Zum Abschied und auf ein Feierabend-Spezi ging es bei Sonnenuntergang über die Ludwigsbrücke vor die Tore des Deutschen Museums, wo wir uns mit einem herzlichen "Servus und Pfiad´s eich!" von unseren Circ-Tourteilnehmern verabschiedeten. Was für ein tolles Erlebnis für uns als Tourguides euch die Stadt zu zeigen! Wir müssen sagen: wir haben Blut geleckt! Also wer weiß, vielleicht wird es ja bald mal wieder eine Geheimtipp Tour auf Rollen geben... Wir freuen uns drauf!

Exklusiver Geheimtipp-Code: CIRCGT

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Lust München auf eigene Faust zu erkunden? Circ-App downloaden, Code eingeben (nur für Neukunden) und losdüsen!
Damit könnt ihr übrigens auch 42 weiteren Städten europaweit mit den Circ-E-Scootern erkunden.

Das bunte Syndikat-Haus Ligsalz8 © Geheimtipp München

Bilder von Isabell Kloss für Geheimtipp München.

Dieser Beitrag ist in Kooperation mit Circ entstanden.

Stefanie Manna

Halb sizilianisch – halb bayerisch: Bei dieser Kombo kann ja nur was Verrücktes rauskommen! Wenn Steffi nicht gerade lacht oder isst, redet sie. Oder macht sich auf die Suche nach neuen Abenteuern. Frei nach Pippi Langstrumpf "Lass dich nicht unterkriegen, sei frech und wild und wunderbar.“ ist Steffi am liebsten mit dem Rucksack auf Reisen. Kommt am Ende aber immer gerne zurück in die Stadt für die ihr Herz schlägt: nach München.