Die schönsten Badeseen in und um München

Die schönsten Badeseen in und um MünchenFünfmal Urlaubsfeeling direkt vor der Tür

Der Sommer ist bereits in die erste Runde gestartet, es bleibt lange hell und die Temperaturen steigen. Es wird also höchste Zeit, wieder an unsere Lieblingsbadeseen zu düsen, in das kühle Nass zu springen, Sonne zu tanken und uns an den Kiosken die Bäuche mit Pommes vollzuschlagen. Mit fast 80 Seen in und um München sind wir dafür schließlich bestens ausgerüstet. Doch einige Seen bieten das optimale Badeerlebnis, andere weniger. Wir wollen euch bei der Entscheidungsfindung zu Seite stehen: Dafür haben unsere Redakteure ihre Top Five der schönsten Badeseen in und um München rausgesucht.

 

Die Berge rufen zum Kochelsee

Wenn das Badetuch erstmal ausgebreitet ist, lässt es sich gleich viel entspannter sonnenbaden. © Geheimtipp München

Wenn wir auf der A95 am Starnberger See einfach mal vorbeihuschen, finden wir nach insgesamt etwa einer Stunde Autofahrt den Kochelsee. Neben einem atemberaubenden Alpenblick und einem seichten Einstieg am Badeplatz in Schlehdorf, besticht der Bergsee zusätzlich mit seinem natürlichen Grün. Der Badesee eignet sich wunderbar für alle, die Sonnenbaden wollen – und Action mögen. Wanderungen oder Radtouren sind hier sehr beliebt, vor allem Fußmärsche zum höhergelegenen Walchensee. Dort könnt ihr euch an beiden Enden eurer Tour erfrischen und bekommt wieder einen kühlen Kopf. Und zwar wirklich, denn beide Bergseen sind tendenziell eher zapfig als Badewannentemperatur, doch das ist nach so einer Tour eh viel angenehmer. Zu Snacken gibt’s am Kochelsee natürlich allerhand: Restaurants findet ihr in den kleinen Gemeinden um den See herum zur Genüge.

Pilsensee – kleiner Bruder des Ammersees

Der Pilsensee ist mit seinen grünen Ufern ein wahrer Evergreener unter den Seen. © Geheimtipp München

Geschwister gibt’s sogar unter Seen, das war uns auch neu. Doch in der Nähe von München trifft dieser Fall tatsächlich zu. Der eher unscheinbare, 195 Hektar große, Pilsensee steht nämlich ziemlich im Schatten seines allbekannten großen Bruders, dem Ammersee. Da der Apfel jedoch bekanntlich nicht weit vom Stamm fällt, kann sich auch der Pilsensee sehen lassen. Vor Jahrtausenden war dieser übrigens fester Bestandteil des Ammersees, erst eine Verlandung trennte sie voneinander. Was sich melancholisch anhört, hat trotz alldem seine positiven Seiten. So überzeugt der Pilsensee mit Stille und vollkommener Geruhsamkeit. Immerhin, etwa ein Drittel des Sees soll vom Menschen unberührt bleiben – für die Naturliebhaber unter euch also genau das Richtige. Doch auch zum Baden ist der Pilsensee ein echter Geheimtipp im Starnberger Fünfseenland. Seine kleine Größe ermöglicht im Sommer eine angenehme Wassertemperatur von fast 25 Grad, bei einer konstant guten Wasserqualität. Für den warmen Sprung ins Wasser empfehlen wir euch daher die Ostseite des Sees. Dort befindet sich eine schattige Badestelle mit Toilettenhäuschen und Parkplätzen. Auch der dort ansässige Kult-Kiosk Zur Wurzn lässt das hungrige Schwimmerherz höherschlagen, denn vom Fleischsalat bis zur Süßkartoffelpommes gibt’s hier alles. Nicer Nebeneffekt: Das Baden ist umsonst.

Baden mit Alpenpanorama am Kirchsee

Warme Füße bekommen? Auch bei 26 Grad Wassertemperatur kann der Kirchsee eine echte Erfrischung sein. © Geheimtipp München

„Ey, ab in den Süden!“ In den Süden Münchens, um genau zu sein. Denn zwischen Bad Tölz und Holzkirchen liegt ein wahres Schätzchen unter den oberbayerischen Badeseen. Der Kirchsee gehört zu den schönsten und wärmsten Gewässern (unglaubliche 26 Grad!) in der Region. Die malerische Aussicht auf das Voralpenland hat er dem strengen Naturschutz zu verdanken. Deshalb sind die Bademöglichkeiten an diesem See etwas begrenzt. But don‘t worry, denn eine frühe Anreise zum Kirchsee lohnt sich! Obwohl sich die Plätze auf Nord- und Südufer beschränken, kann man sich auf Holzstegen und Liegewiesen schön die Sonne auf die Plauze scheinen lassen. By the way: Da es dort an schattigen Plätzen mangelt, solltet ihr fürs richtige Tanning an einen Sonnenschirm denken. Der Badespaß am Kirchsee kostet euch trotz der bereitgestellten Wasserwacht übrigens nichts. Wer nach einem ausgedehnten Badetag einen leeren Magen und nach mehreren Kiosk-Besuchen die Nase voll hat, kann einen Abstecher ins Klosterbräustüberl Reutberg machen. Im Biergarten mit Aussicht schmeckt das hauseigene und selbstgebraute Reutberger Bier besonders gut – der perfekte Abschluss eines erholsamen Badetags.

Minigolfen and more am Olchinger See

Hier könnt ihr eure Seele baumeln lassen © Stadt Olching

Nicht nur tagsüber super schön © Stadt Olching

3, 2, 1 ... Sprung ins kühle Nass! © Stadt Olching

Ein kleiner hübscher Baggersee nördlich von Gröbenzell in einem Landschaftsschutzgebiet – Das ist der Olchinger See. Mit Umkleidekabinen, Einstiegshilfen ins Wasser, einer riesigen Liegefläche und einer Wasserwacht eignet er sich perfekt, um einen sicheren und entspannten Sommertag zu genießen. Sommer, Sonne, Badespaß – Wir sind dabei! Besonders cool am Olchinger See ist, dass sich auf der Nordseite sogar ein Minigolfplatz befindet. Ideal also für die Nicht-Volleyballfans unter euch oder für diejenigen, die mindestens eine genauso miese Hand-Augen-Ball-Koordination“ haben wie unsere Redakteurin. Bei ihr dient das Nicht-Spielen von Volleyball mehr oder weniger der eigenen Sicherheit und all derer, die sich in ihrer Nähe aufhalten. Ordentlich essen könnt ihr am Olchinger See selbstredend auch. Verwöhnt werdet ihr von einem Kiosk und einem Restaurant – Ach, und einen Biergarten gibt’s auch noch, herrlich! Falls ihr euch lieber selbst versorgt, kein Problem, am Olchinger See findet ihr auch Feuerstellen zum Grillen.

Chillen am Fidschi

Urlaub im Südpazifik? Muss nicht sein. Vor allem wenn der „Fidschi“ so unfassbar nah liegt. © Geheimtipp München

Dass das Eldorado doch so nah sein kann, beweist der „Fidschi“. Moment mal, ist das nicht eigentlich ein paradiesischer Inselstaat im Pazifik? Doch, doch! Aber wir sprechen hier vom Heimstettener See, unweit der östlichen Stadtgrenze Münchens. Seinen Spitznamen verdankt er übrigens den Einheimischen. Zu Recht, denn der Anblick des hellblauen und glasklaren Wassers katapultiert uns sofort in einen Südseetraum. Ursprünglich entstand der künstliche Grundwassersee durch den Eisenbahnbau in den 1930er-Jahren. Heute punktet der Fidschi unter anderem mit einer sehr guten Wasserqualität. Sein langes Bestehen sorgt dafür, dass alte Bäume einen schönen Schatten auf das weitläufige Ufer werfen. Fabelhaft, wenn es in der Mittagssonne doch mal zu heiß wird. Wer sich, abgesehen vom (Sonnen-)Baden, noch anderweitig bewegen möchte, kann sich auf dem nahegelegenen Bolzplatz, dem Spielplatz oder mit einem Tischtennis-Match die Zeit vertreiben. Dadurch überzeugt der Fidschi nicht nur Groß und Klein, sondern ist aufgrund seiner unmittelbaren Nähe zur Stadt das perfekte Ziel für einen Familienausflug. Da Sommerzeit schließlich auch Barbecue-Saison ist, bietet der Heimstettener See an ausgewiesenen Flächen am Westufer die Möglichkeit zum Grillen. Zudem befindet sich direkt am See ein Biergarten, der ein wohlverdientes Helles bereithält.

Für die richtige Stimmung

Bilder von Isabell Kloss für Geheimtipp München und bereitgestellt von der Stadt Olching.

Dieser Beitrag ist auf redaktioneller Ebene entstanden.

Malina Köhn

In Schwabing geboren und aufgewachsen und schließlich im Westend gelandet: Man kann durchaus sagen, unsere Malina ist ein waschechtes Münchner Kindl. Bekannt für ihren exzessiven Konsum von Kaffee und To Do Listen, ist sie ihrer großen Liebe immer treu geblieben. Im Sommer findet man Malina fast ausschließlich am Eisbach oder an der Isar, meistens mit 'nem kühlen Hellen oder 'ner Paulaner Spezi in der Hand. Manchmal aber auch... ja genau, mit einem Kaffee.