Das Little Wolf

Das Little WolfDie pure Fleischeslust

Es gibt diese Tage, Abende und Stunden im Leben, da hat man einfach keine Lust auf Salat, irgendwelche Superfoods oder gesunde Bowlereien.

Kein Grund gleich zu fetttriefenden und im Magen liegenden TK-Pizzas zu greifen oder sich mit mittelmäßigem Fast Food zufrieden zu geben. Vielmehr sind diese magenknurrenden Situationen ideal für feinstes, der Seele sowie sämtlichen Katern gleichermaßen schmeichelndem Soulfood im Südstaatenstyle. Willkommen im Little Wolf und willkommen im Paradies für jeden Fleisch- und Diner-Liebhaber.

Wer das kleine Restaurant im Glockenbachviertel betritt, ist erst einmal ein wenig überrascht, denn das so stilvolle wie stylische Diner könnte auch easy in den großstädtischen Straßen von New York verortet sein. Angefangen bei den dunkelgrün gestrichenen Wänden, welche mit vielen, kleingerahmten Bildern behängt sind, über den langen Tresen, bis hin zu den aus alten Eisenbahnen stammenden Holzbänken ist der Little Wolf eine echte Wohlfühlstation innerhalb der Münchner Fine-Dining-Szene.

Und nicht nur gemütlich ist es hier, sondern auch genussvoll, denn aus dem ersten und einzigen (Indoor-)Smoker zaubert die so sympathische wie talentierte Köchin Sarah feinstes Fleisch und Südstaaten-Gerichte mit hohem Suchtpotential. Ein Must-Eat neben den würzigen Beef Ribs ist das stundenlang im Holzrauch gesmokte Brisket, das so butterzart und rauchig-aromatisch daherkommt, dass man es am liebsten mit den bloßen Händen verzehren möchte. Und das kann man auch getrost tun, denn die Atmosphäre im „Kleinen Wolf“ ist entspannt und familiär – nicht zuletzt, weil die Besitzer Wolfi und seine Frau Corinna höchstpersönlich im Laden stehen und der „große Bruder“ des Diners, die Bar „Zum Wolf“, sich ebenfalls in unmittelbarer Nachbarschaft und Umfallnähe befindet.

Doch bevor man sich auf einen Absacker in den „großen Wolf“ begibt, muss man unbedingt noch die selbstgemachte Mezcal-Soße oder den cremigen Blue Cheese Dip zum Fleisch kosten und sich Beilagen wie buttrige Mashed Potatoes, Coleslaw oder traditionelle Beans & Bacon in das verzückte Mündchen stopfen. Wer sich am Ende des Mahles ein wenig Platz im Magen aufgehoben hat, wird allerdings von Köchin Sarah reich belohnt. Zum Dessert wartet die junge Köchin nämlich mit einer selbstgemachten Pecan Pie auf, die quasi nur aus Nüssen, Schokolade, Karamell und Glückseligkeit besteht.

My best friend is the one who brings out the best barbecue!

Henry Ford

Und, wenn man dann nach einem so üppigen wie genussvollen Dinner und dem ein oder anderen Glas Wein – denn davon gibt es einige grandiose Tropfen hier– noch auf einen Drink hinüber, in die Bar zum Wolf geht oder wahlweise wankt, ist man komplett tiefenentspannt und angenehm voll mit gutem Essen und einer ebenso guten Laune.

LITTLE CHECKLIST:

  • WANN KOMMEN?

    Abends! Und zwar am besten am Wochenende… einfach nur, um sich die Option zur dezenten Eskalation in der verbrüderten Bar Zum Wolf nach dem Dinner noch offen zu halten. 

  • MUST EAT?

    Brisket, Mezcal Sauce und die cremigsten Mashed Potatoes der Welt.

  • MUST DRINK?

    Unbedingt einen Prince of Wales vorweg und dann einen Vino… denn trotz aller Diner-Vorurteile ist der Weinkühlschrank des „Wölfchens“ gut und hochwertig gefüllt. Zum Abschluss wartet Corinna zudem mit dem besten Filterkaffee der Stadt auf müde Gäste.

  • WELCHE BEGLEITUNG?

    Freunde, Feinde oder Familie. Der Wolf ist für alle da. Erste Dates werden aufgrund fehlender zweier Tische an den Tresen verlegt und zu einer so lockeren wie erfolgsversprechenden Sache. Smoke it like it’s hot!

  • VEGGIE OPTIONEN?

    Das vegetarische Jambalaya strotzt nur so vor Reis, gesmoktem Gemüse und gutem Geschmack!

Verena Borrell

Verena ist eine Wahlmünchnerin wie sie im Buche steht. Noch mehr als für die Landeshauptstadt schlägt ihr Herz aber für gut gemachte Drinks und derben HipHop. Verena weiß nicht nur viel über Münchens Gastro Szene, sie ist ein Teil davon.