Das Izakaya

Das IzakayaJapan meets Südamerika

Das Beste aus zwei trendigen und geschmacksexplosiven Landesküchen verbindet seit ein paar Tagen das Izakaya im neuen Roomers Hotel an der Landsberger Straße. Zusammen mit dem ebenso vor kurzem eröffneten Servus Heidi schräg über die Straße und der Roomers Hotelbar plus dem Hidden Room als Partyszenespot, hat das Westend einen Ballungsraum der hochkarätige Abendkultur dazugewonnen. Wir durften schon einmal unter dem filigranen Fischmobile aus Buchenholz Platz nehmen, das imposant über dem großräumig gestalteten Izakaya Gastraum schwebt. Und konnten ein mindestens ebenso imposanten Einblick in die Koch- und Gestaltungskünste von Chefkoch Hariprasad Shetty und seinem Team genießen.

Sake-Lokal zum Hinsetzen © Geheimtipp München

Ein Koi schwebt mitten im Restaurant © Geheimtipp München

Restaurant Manager Jürgen Haberle © Geheimtipp München

Diesen Fisch möchten wir gleich mitnehmen © Geheimtipp München

Lauschige Sitzecken © Geheimtipp München

Freier Blick auf die Künstler in der Küche

Izakaya - das ist japanisch und bedeutet so viel wie "Sake-Lokal zum Hinsetzen". Was sich so rustikal anhört, kommt im Izakaya München als fine dining daher. Klar, sitzen kann man hier auch, aber nicht rustikal, sondern vielmehr stylisch und mit einem Hauch Extravaganz. Gedimmtes Licht umspielt die modern eingedeckten Tische, die Gäste sitzen entweder in kleinen, heimeligen Sitznieschen oder an der langen Tafel unter dem hölzernen Wasserriesen. Für alle ist der Blick frei auf die Künstler in der Küche, die mit zügigen, routinierten und zugleich artistischen Handgriffen und Messerbewegungen die Köstlichkeiten aus japanisch-südamerikanischer Fusion kreieren.

Küchenchef Hariprasad Shetty und sein Team © Geheimtipp München

Im Hintergrund die Küchencrew © Geheimtipp München

Wir könnten stundenlang beobachten © Geheimtipp München

Abwechslungsreiche Gerichte gemeinsam erleben

An den Tischen herrscht das Sharing Prinzip, die Gäste sollen die abwechslungsreichen Gerichte gemeinsam erleben und vor allem entdecken. Und es gibt viel zu entdecken! Anspruchsvolle Menüs und unkonventionelle Gerichte, die sich durch eine Mischung traditioneller und innovativer Techniken auszeichnen. Zum Beispiel Sakana-Speisen aus einer speziellen japanischen Kochplatte, der Hibachi-Feuerschale. Oder Temari Sushi, Kombujime oder Corn Tempura (absolut zu empfehlen mit den spicy Sojadips!) sowie klassisches aber Sushi und Sashimi raffiniert verfeinert mit exotischen peruanischen Gewürzen.

Viele Highlights und ein süßes Finale

Unsere Highlights des Vorverkostungsabends: die gerüffelte Gambas auf säuerlich und gleichzeitig cremig mit Parmesan angemachtem Babyspinat, die Seezunge knusprig ausgebacken und kunstvoll drapiert, Jakobsmuscheln auf Shitakepilzen getoppt von einer intensiven Trüffelsauce und zum Höhepunkt: Sirloin, mit einer besonders rauchigen Note aus dem japanischen Robata Grill. Abgerundet wird das Gastroerlebnis mit einem süßes Finale aus geeistem Cappuccino (man muss erst mit dem Löffel die feste, sahnige Milchhülle durchbrechen, um an den aromatischen Kaffeekern zu gelangen), Basilikumeis und cremiger Cheesecake Krumple an Früchten - was soll man da noch sagen?! 

Ein Flirt mit der Bar

Dank Restaurantmanager Jürgen Haberle machen wir an diesem Abend unsere erste Sake-Erfahrung. Viel zu spät im Leben, wie sich bei dem feinen Tropfen mit leichter, unaufdringlicher aber spannender Gärnote herausstellt. Mit seiner Salzburger Gastfreundschaft heißt Jürgen Haberle, der schon viele Jahre lang in der Gourmetgastronomie zuhause ist und unter anderem auch im Schumanns schon die Münchner beglückt hat, jeden Gast von Herzen willkommen. In seinem neuen Baby, dem Izakaya München. "Und wenn ihr euch mal umschaut, dann könnt ihr auch schon ein Bisschen mit der Bar flirten", lädt er uns ein und deutet durch die kunstvoll gestalteten Lamellen in unserem Rücken. 

Kunstvoll gestaltete Lamellen © Geheimtipp München

Edle Tropfen © Geheimtipp München

Die große Roomers Bar bietet Platz für alle © Geheimtipp München

Sound on © Geheimtipp München

Die 360Grad Roomers Bar

Das lassen wir uns nicht ein zweites Mal sagen und nehmen nach dem feudalen und exotischen Dinner gerne an der 360Grad Roomers Bar aus schwarz-gebeiztem Holz und ihrem Tresen aus Onyx-Marmor Platz. Und genießen das von den Barchefs Dietmar Petri und Johannes Möhring entwickelte Konzept, das einen Fokus auf Vermouth, Sake und Sherry, also auf leicht gespritzte Weine legt. Schon zu Beginn des Abends hatte uns der Signature Aperitif Mr. Who mehr als überzeugt - ein leichter Drink basierend auf ein japanisches Joghurtgetränk und hausgemachtem Holunderblütensirup.

Cheers © Geheimtipp München

Schummrige Stimmung © Geheimtipp München

oder hell? © Geheimtipp München

Gründer Thomas hat seinen Platz gefunden © Geheimtipp München

Musikalische Untermalung

Arkustisch untermalt werden all diese Geschmäcker von Elektromusik vom DJ-Pult. Freitag und Samstag wird das im Izakaya immer der Fall sein. Und wer sich nach dem guten Essen und den mehr als guten Getränken noch zu einer längeren Sause hinreißen lassen will, der ist eine Tür weiter genau richtig. Denn hier, hinter einer dunklen Holztür, die sich naht- und sichtlos in die Wandverkleidung einfügt, befindet sich der Hidden Room des Roomers. Ein Ort, der bald schon unter den Szenepartygängern in München Furore machen soll und der die Gäste ganz in Rot zurück in die verborgenen Exzesse der 1960er Jahre erinnern soll. 

Nach dem erfolgreichen Start des Izakayas in Amsterdam hat THE ENTOURAGE GROUP unter der Leitung von Mitbegründer Yossi Eliyahoo, Liran Wizmann und Stephanie Pearson das Konzept nach Hamburg und Ibiza gebracht. Und nun auch nach München. Die Speisekarte: Überall gleich. Einmalig.

Bilder von Frank Achim Schmidt für Geheimtipp München.

Julia Katharina Tomski

Ursprünglich aus dem bodenständigen Nordrhein-Westfalen folgte Julia dem Ruf der Medienstadt München und fand als Feingeist mit Hang zu schönen Dingen, gutem Geschmack und herzerwärmenden Menschen hier ihr Glück und einen Quell an Inspiration. Trotzdem: Im Alltag trägt Julia statt weißem Blüschen und Perlenohrringen lieber zerrissene Jeans und das Herz auf der Zunge. Denn: U can take the girl out of the Pott but U can never take the Pott out of the girl.