Das Barschwein

Das BarschweinKultplace #10

Allen bekannt ist, dass Münchner Wohnraum sich nahezu mit Gold aufwiegen lässt. Ähnlich preisdramatisch ist es leider auch um das bayrische Nationalgetränk bestellt. So kramt man in der blau-weißen Landeshauptstadt für’s kühle Blonde doch mal schnell die Scheinchen aus der Gesäßtasche. Aber nicht so im Barschwein - hier in einer der wenigen Kölsch-Kneipen der City bekommt ihr (statt großen Augen bei der Rechnung) den Hopfen-Pin nämlich schon für ’nen Euro und das sogar mitten in Schwabing.

Schon' dein Sparschwein im Barschwein © Geheimtipp München

Und das an 365 Tagen im Jahr! © Geheimtipp München

Erschwingliche Hopfenpreise und das Mitten in Schwabing?! © Geheimtipp München

...das gibt's nur im Kultplace: Barschwein © Geheimtipp München

Lasst die Münzen klimpern!

Der selbsternannte, gemütlichste Wohnzimmerbiergarten Münchens wartet im schummrig-schönen Rotlicht an 365 Tagen im Jahr ab 18 Uhr bis Open End auf durstige Kundschaft. Und anders als sonst so üblich im gut betuchten Schwabing, muss Letztere im Barschwein nicht einmal besonders wohlhabend sein. Denn Chef Mike (Michael Kampschulte) hat ein Herz für Sparfüchse und notorische Pleitegeier. Im Barschwein könnt ihr bei den Preisen für Gehopftes auch gerne mal einen über den Durst trinken - und zwar ganz ohne böses Erwachen. Okay, Letzteres trifft eher auf eure Geldbeutel als auf euren Kater zu, aber so bleiben euch am Morgen danach immerhin ein paar Kröten für’s gescheite Frühstück übrig.

Kölsch trifft auf Helles. Oder anders herum?

Kein Wunder also, dass sich auch Studenten nicht selten in das Community-Wohnzimmer in der Schwabinger Franz-Straße verirren. Unweit der Münchner Freiheit wird es im kultigen Barschwein allerdings gerade wegen des regen Andrangs am Wochenende auch schnell kuschlig-eng. Und das trotz zwei Etagen. Doch durstig hat bei den Preisen sicher noch Niemand den Heimweg angetreten. Und keine Sorge: wer bei Kölsch nur an Bier-gefüllte Reagenzgläser denken muss, für den wartet natürlich auch ein frisch gezapftes Helles am Barschwein-Tresen. 

Und für den Deckel gibt’s ’ne Karte

Bequem am Ende des Abends bezahlen per Verzehrkarte

Euren Deckel bezahlt ihr im Barschwein bequem per Verzehrkarte. So müsst ihr am Ende eines feucht-fröhlichen Abends weder im Schnapps-Delirium mühsam die Rechnung auseinander klamüsern, noch muss bei den zahlreichen ausgeschenkten Kölsch alle Nase lang das Kleingeldfach durchforstet werden. Im Barschein hat man halt ein Herz für die Sorgen leidenschaftlicher Teilzeitalkis.

Fotos: Anna Pauels für Geheimtipp München

Miles Köhler

Miles - mit dem Herz auf der Zunge und dem Bass im Ohr, tanzt sich unser ehemaliges Hauptstadtkind munter durch Münchens Elektroclubs. Von Kopf bis Fuß in schwarz - aber mit 'ner großen Portion Konfetti, bitte! Auf der Suche nach dem kleinen Hauch Berliner Luft im Augustinerland und dem Tofu-Steak im Weißwurst-Heaven.