Das Avva

Das AvvaFür Sonne im Herzen und Exotisches im Bauch

Würzige Aromen, verheißungsvolle Düfte und warmes Licht – schon beim Betreten des südafrikanischen Restaurants Avva im Dreimühlenviertel wird einem ganz warm ums Herzerl und sämtliche, nervige Alltagsproblemchen sind vergessen. Wenn man dann auch noch von der sympathischen Besitzerin Preshika und dem durchwegs sympathischen Personal herzlich begrüßt wird, fühlt man sich schon fast wie bei Freunden.

Wer nur Lust auf ein Glaserl Wein hat, nimmt im vorderen, in warmem Orange gestrichenen Barbereich Platz und lässt sich von Sommelier Aaron ein paar großartige südafrikanische Tropfen ins Glas und in die Kehle gießen. Noch besser ist es allerdings, wenn man mit ordentlich Magenknurren gekommen ist, denn auf der saisonal wechselnden Karte stehen ungewöhnliche Gerichte wie Wildschwein Bobotie, Lammfrikando oder Dongo Dongo – exotische Namen, die auch in einem phantasievollen Märchenbuch stehen könnten.

© Verena Borell

© Verena Borell

© Verena Borell

© Verena Borell

Allerdings sind die Speisen nicht nur märchenhaft lecker, sondern auch kulinarische Kindheitserinnerungen von Preshika, die in Südafrika aufwuchs. Für eine moderne Interpretation und die Gaumen- und Augenschmeichelnde Präsentation der Gerichte sorgt der stets gut gelaunte Koch Luke, der nicht nur ein Könner am Herd ist, sondern auch ein studierter Künstler. Das Besondere der Gerichte im Avva ist die so exotische wie überraschende Kombination von Zutaten – süße Bananencreme an würzigem Fleisch und knusprigem Puffreis, cremiges Curry mit aromatischem Koriander, saftiges Lammfleisch nebst kernigen Linsen und saftiger Papaya. So ungewöhnlich sich diese Teller-Phantastereien auch anhören, so ansprechend und betörend sind sie für Zunge, Gaumen, Nase und Mundgefühl.

Bei so vielen Geschmäckern, Aromen, Texturen und den dazu gereichten südafrikanischen Weinen ist eine gaumenlastige Sinneserweiterung quasi garantiert! Wenn man sich dann nach dem Essen kulinarisch befriedigt und mit vollem Bäuchlein zurücklehnt, die gemütliche Atmosphäre des erdrot gestrichenen und mit viel Holz eingerichteten Restaurants auf sich wirken lässt und noch einen letzten Schluck Rotwein genießt, fühlt man sich gleich so erholt, als hätte man einen sonnigen Trip nach Südafrika hinter sich.

Nice to know:

  • WANN KOMMEN?

    Abends! Und am besten man nimmt sich genügend Zeit mit. No stress just pleasure!

  • MUST EAT?

    Am besten man lässt sich vom Service beraten und geht dann ein überraschendes, kulinarisches Wagnis ein.

  • WAS TRINKEN?

    WEIN! VIEL WEIN!

  • WELCHE BEGLEITUNG?

    Mit Freunden kann man prima ein paar Gerichte zum Teilen bestellen. Aber auch für romantische Dates mit dem Spatzerl oder besondere Anlässe wie Geburtstage und Jahrestage ist das Avva das perfekte Platzerl.

  • VEGGIE GEHT?

    Meist steht ein vegetarisches Curry auf der Karte, aber auch die anderen Gerichte können als Veggie-Variante geordert werden.

  • DICKE DES PORTEMONNAIES?

    Man muss kein Scheine-schmeißender HipHop-Star sein, um hier satt zu werden, aber günstig ist das Avva definitiv nicht. Doch auch wenn Hauptspeisen München-typische 20€ kosten, lohnt sich der Besuch schon allein wegen der Geschmacksexplosionen.

Verena Borrell

Verena ist eine Wahlmünchnerin wie sie im Buche steht. Noch mehr als für die Landeshauptstadt schlägt ihr Herz aber für gut gemachte Drinks und derben HipHop. Verena weiß nicht nur viel über Münchens Gastro Szene, sie ist ein Teil davon.