Cevicheria Pez

Cevicheria PezPeruanischer Foodtrend at its best

Na endlich! Nachdem gefühlt die ganze restliche Welt schon dem Ceviche-Rausch anheim gefallen ist, kommt München nun endlich auch in den Genuss des peruanischen Nationalgerichts. Ganz Geheimtipp versteckt sich die „Cevicheria Pez“ am ruhigen Ende der Occamstraße nahe der Münchner Freiheit. Ihr Signature-Dish: so einfach wie genial. Man nehme frisches, rohes Fischfilet, mariniere es in einer himmlischen Limetten-Chili-Ingwer-Marinade, sogenannter „leche de tigre“, und verfeinere es mit frischem Koriander – fertig ist das Sommergericht 2018! Erfrischender gehts nicht. Wir empfehlen dringend: sofort hingehen und probieren! Wer’s nicht tut, verpasst was!

Zum Auftakt gibts – natürlich – Pisco Sour. Der Aperitiv aus Traubenschnaps ist Perus Version des Gin Fizz. Deliziös. Mit dieser soliden Grundlage schlemmen wir uns durch verschiedenste Ceviche-Variationen: klassisch mit Bacalao, fein mit Lachs und Avocado, sogar warm im Bananenblatt serviert und geschmacksexplosiv mit Tamarinden-Sojasauce. Letzteres erinnert schon sehr stark an Sushi. „Tatsächlich ist das Nikkei-Ceviche, inspiriert von der japanischen Küche, auch in Peru gerade ein riesen Trend.“, klärt uns Inhaberin Kathrin auf.

Klingt alles nice?

Dann am besten erstmal das "Trio de Ceviches" bestellen – die drei leckersten Ceviche-Varianten in Probiergröße! 

Kathrins peruanischer Gatte weiß genau, auf was man achten muss für das perfekte Ceviche. Darum wurde der peruanische Koch aus einem Sterne-Lokal in Madrid abgeworben. Und darum fährt man alle paar Wochen nach Italien, um dort peruanischen Chili zu kaufen. Wie bitte? Kathrin: „Dort gibts ne größere Exil-Peruaner-Community und deswegen den Chili, der den Unterschied macht!“ Überzeugt.

Und dann ist das kleine Lokal auch noch soooo schön: kleine, weiße, mit Messing eingefasste Tischchen, türkis gepolsterte Bänke, bunte Fisch-Karaffen und ein riesiger, türkis-goldener Bacalao als Wanddeko – erfrischend und raffiniert ... quasi Ceviche übersetzt ins Interiordesign. Da hüpft das Designerherz!

Neben Ceviche, das man in Peru laut Kathrin quasi wie Brot isst, kommt man hier außerdem noch in den Genuss diverser weiterer exquisiter, peruanischer Spezialitäten – überwiegend von der maritimen Art. Und sogar Veggies sind mit Optionen wie Champignon-Ceviche und Quinoasalat bestens versorgt. Alles kommt in eher schlanken Portionen, zu eher gut portioniertem Preis. Aber man bedenke: ist halt auch frisches, rohes Fischfilet. Und sooooo lecker ...
Und so erfrischend ...! Heiße Sommernächte, wir wären soweit!

Pics by Patrick Freitag & Verena Schindler

Verena Schindler

Gut ist, was neu ist! Verenas Augen und Ohren sind permanent im Aufnahmemodus. Als Designerin freut sie sich über alles, was das als spießig verurteilte München auf der Skala der hippen Städte etwas steigen lässt. Zum Reizflut-Ausgleich: einen Cappuccino in der Sonne – very Munich... Die Welt sehen?! Unbedingt! Woanders leben? Auch cool. ABER: keine Berge sind keine Option.