Buildering Guide

Buildering GuideKapitel Oans

Dooooch wir wissen, wie man „Bouldern“ schreibt! Um’s Bouldern geht’s hier aber nicht. Wir wollen in dieser Reihe eine günstige Alternative zum neuen Münchner Supertrend zeigen.

Zur Erklärung: Building + Bouldering = Merkt ihr selbst.... Nee? Zusammengefasst: Anstatt an Seilwänden klettert man beim Buildern an Mauern und Häuserfassaden hoch.

Die Achttausender sind alle 'verbraucht'.

Reinhold Messner

Der Ursprungssport Bouldern ist fast so alt wie das sportliche Klettern selbst. In der Region von Fontainebleau - bis heute einer der beliebtesten Boulder-Spots der Welt - nahm wohl alles seinen Anfang.

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Das dachten sich wohl auch die ersten Größen des Klettersports. Doch auch sie fielen bei wagemutigen Technikübungen erst einmal lieber auf die nicht zu weit entfernte Matte. Das Bouldern war geboren.

Der wahrhafte Boom dieses Sports dürfte sich wohl darin erklären, dass er wesentlich Anfängerfreundlicher ist als ein 20-Meter-Vorstiegs-Free-Climb. Noch viel entscheidender dürfte aber die besonders kommunikative Komponente sein. Zusammen auf einer bequemen Matte fläzen und über den besten Move philosophieren…

Genau hier setzt unser Plädoyer an. Jeder, der dem Sport verfallen ist, kennt es: Man läuft durch die Straßen und entdeckt überall an Wänden, Brückenpfeilern, Mauern oder jeglicher Architektur überhaupt Kletterrouten.

Wer diese Gedankenspiele umsetzt, wird eine neue Sportart entdecken, die noch um einige Spaßfaktoren reicher ist als das Mainstream-Bouldern. Die Gleichung lautet:

Stadtspaziergang + Entdeckungslust + versteckte Ecken + Frischluft + Picknickfeeling + Bouldern + Geselligkeit + Gratis = UNSCHLAGBAR!!!

Lust bekommen? Hier unser Spotvorschlag als kleiner Vorgeschmack: die Wittelsbacher Brücke.

Am Nordende der Flaucher-Anlagen bietet die Struktur der Brückenpfeiler die unterschiedlichsten Schwierigkeitsgrade. Natürlich gilt, nur mit Matte macht es wirklich Spaß – und ist vor allem sicher. Die Umgebung lädt sowieso schon zum Sporteln ein. Das Münchner Beachfeeling des Flaucher lockt bei schönem Wetter tausende an - die kilometerlange Weißwurscht Copacabana. Warum nicht die Menge aus Kickern, Frisbeedudes, Schwimmern und Sonnenanbetern um einen weiteren Lifestyle bereichern?!

Unser Tipp: Wer nicht zu viele Beobachter haben möchte, nimmt sich einfach erst einmal die Nordseite der Brücke vor. Hier ist weniger los.

Und wer sich an der Wittelsbacher Brücke geübt hat, für den haben wir in Kürze einen weiteren Buildering-Spot parat. Buildering-Guide Kapitel zwoa.
Stay tuned…

Oliver Rothstein

Olli ist eine gebürtig rheinische Frohnatur, wurde aber um ein Haar in München geboren. Keiner ist perfekt. Die Stadt erkundet er ausschließlich zu Rad, so entgeht ihm kein versteckter Winkel. Er liebt die Seen, die Berge aber vor allem den Stadtdschungel.