Bikram Hot Yoga

Bikram Hot YogaSchwitzen und Strecken bei über 40°C

Wenn das Thermometer im Sommer an der 40°C Marke kratzt, würde ich nie auf die Idee kommen, draußen Sport zu treiben. Ohne Klimaanlage, ohne mich! Da ich beim Blick in den Urban Sports Club Fundus auf der Suche nach meinem nächsten Fitnesstrend-Test der Meinung war, bei Yoga nicht allzu sehr ins Schwitzen zu kommen, hätte ich im ersten Moment lediglich dem vermeintlichen „Entspannungssport“ eine Chance gegeben. Dank Bikram Hot Yoga Schwabing muss ich nicht auf den Hochsommer warten, um festzustellen, dass ich diese Meinung ganz schnell überdenken muss.

Als Desirée Stadler ihr Studio 2011 eröffnete, war Bikram Yoga in München eine Rarität. Auch wenn der heiße Yoga Stil heute schon weit verbreitet ist: Das Studio in der Hohenzollernstraße zählt nach wie vor zu den beliebtesten Anlaufstellen. In einem Hinterhof in Schwabing ist die Location zwar zentral und doch fernab vom Innenstadttrubel gelegen. Sehr angetan vom ersten Eindruck, mache ich mich über die Außentreppe auf den Weg in die Räumlichkeiten im Obergeschoss. Ich finde mich in einem großzügigen Studio wieder, dass fast schon an ein kleines Häuschen erinnert. Auf drei Ebenen finden sich Studio, Chill Out Lounges und Umkleidekabinen, die allesamt in einem sehr freundlichen, hellen Stil gestaltet sind. 

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Am Eingang empfängt mich das freundliche Team des Studios zusammen mit Bikram Choudhury höchstpersönlich. Dieser strahlt uns freundlich von einem signierten Portrait entgegen. Der Yogameister gilt als Begründer des Bikram Yoga. Nach einem schweren Unfall in jungen Jahren erfuhr der Inder die heilende Wirkung von Yoga am eigenen Leib. Aus Dankbarkeit verschrieb er sich bald dem Ziel seines Gurus, Yoga in die Welt zu tragen. Das Ergebnis: Bikram Yoga. Die Yoga Serie besteht aus 26 Übungen plus zwei Atemübungen am Anfang sowie am Ende. Die Posen werden dabei zunächst stehend, dann liegend und schließlich sitzend durchgeführt. So soll der gesamte Körper gleichzeitig gestärkt und gedehnt werden. 

Wie es der Name Hot Yoga schon vermuten lässt, wird die Yoga Serie bei hohen Temperaturen durchgeführt. Die Raumtemperatur sollte mindestens 40°C betragen, die Luftfeuchtigkeit 40%. Laut Bikram seien diese Bedingungen unter anderem nötig, um den Körper vom Überhitzen zu bewahren, die Muskeln beim Dehnen zu schützen, den Körper beim Ausscheiden von Gift- und Schadstoffen zu unterstützen und die Durchblutung anzuregen. Ziel von Bikram Yoga ist es einerseits, eine Balance zwischen Mobilität und Kraft herzustellen. Andererseits sollen die Übungen helfen, Stress abzubauen und für mehr Gelassenheit im Alltag zu sorgen. Bikram Yoga gilt als optimales Training fürs Herz-Kreislauf-System, die Gelenke, die Organe und nicht zuletzt die mentale Kraft. 

Ausgestattet mit meinem Handtuch, Wasser und meiner Yogamatte checke ich mit meiner Urban Sports Club App bei Bikram Hot Yoga Schwabing ein, um mir selbst ein Bild von diesem außergewöhnlichen Yoga Stil zu machen. Nach dem ich den Hot Room betreten habe, fällt mir als erstes auf: Die Kleidung ist deutlich knapper, als ich es von einer „kalten“ Yogastunde gewohnt bin. Kurze Kleidung, heiße Temperaturen – klingt das nicht nach Summerfeeling? Nein, heute nicht. Von Beginn an ist die Stimmung im Raum sehr ruhig, sehr fokussiert. Alle Teilnehmer stimmen sich ganz individuell auf die anstehende Stunde ein. Die Hitze nehme ich als angenehm wohlige Wärme war. Wenig später, pünktlich auf die Sekunde, ertönt auch schon der Gong. Es kann losgehen. Die heutige Aufgabe für mich als Einsteigerin ist erst einmal: durchzuhalten! Und den Raum, wenn möglich, nicht zu verlassen. 

Wie bereits angekündigt, starten wir mit einer sehr langen Atemübung. Auch wenn mir diese gänzlich unbekannt ist, finde ich dank der Anweisungen der Trainerin schnell in die Technik. Es folgen die versprochenen 26 Übungen, wobei wir uns vom Stehen übers Liegen zum Sitzen vorarbeiten. Die Übergänge sind fließend, die Verweildauer ausgedehnt. So bleibt mir ausreichend Zeit, mich in neue Posen einzuarbeiten und zu testen, wie weit ich mit meinem Körper gehen kann. Viel zu beschäftigt mit den Bewegungen, könnte ich glatt vergessen, dass ich mich gerade in einem Raum mit einer Temperatur von 40°C befinde. Meine Schweißproduktion gibt jedoch ihr Bestes, um mich stets an dieses kleine aber feine Detail zu erinnern. Habe ich mich vorher noch gefragt, wofür die Hitze benötigt wird, so ist der Groschen schon bei der ersten dehnenden Pose gefallen. Meine Muskeln fühlen sich viel beweglicher, viel mobiler an und leisten beim ausgiebigen Strecken deutlich weniger Widerstand. 

Nach dem Training entspanne ich mitsamt meinen Mit-Yoginis in der Chillout-Lounge des Studios bei frischem Obst sowie Tee und lasse die Stunde Revue passieren. In 90 Minuten Hot Yoga bei Bikram Hot Yoga Schwabing habe ich gefühlt literweise Schweiß verloren, jede einzelne meiner Muskelfasern (von denen ich viele noch gar nicht kannte) gedehnt und meinen Kopf zu koordinativen Höchstleistungen auflaufen lassen. Ich fühle mich schlapp, aber gleichzeitig von Innen heraus gestärkt. Nach vielen weiteren Stunden im Hot Room beeindruckt mich vor allem die Veränderung des eigenen Körpergefühls. Zu lernen, den eigenen Körper wahrzunehmen, zu spüren und einzuschätzen. Bikram Hot Yoga ist eine tolle Gelegenheit, seinen Körper ganz behutsam neuen Herausforderungen zu stellen – und nicht zuletzt, um sich im Alltag eine kleine Standby Pause zu gönnen. 

Pics by Bikram Yoga Schwabing.

Johanna Böllmann

Espresso Shot in einer Person“– treffender kann man Johanna nicht beschreiben. Gleich nach dem Abi kletterte die gebürtige Nördlingerin aus dem beschaulichen Rieskrater, um zu sehen, was die weite Welt zu bieten hat. In Venedig gab’s den besten Spritz, in New York neue Lifestyle-Trends, in London die Highlights der Gastro-Szene. Nun ist Johanna zurück in ihrer Lieblingsstadt München, um die Fühler nach Geheimtipps im Bereich Food und Lifestyle auszustrecken.