Bananaleaf

BananaleafVeganes Frühstück liebevoll zubereitet

Nur ein paar Monate ist es her, dass sich die Medienmanagementstudentin Daniela Weinhold gefragt hat: Warum bleiben tagsüber eigentlich so viele Gastro-Küchen kalt? Warum nicht einfach diesen Räumen schon morgens Leben einhauchen und sie mit den leckersten Düften durchfluten? Immerhin gibt es doch einige Querdenker mit neuen Gatsrokonzepten, die sich und ihre Idee einfach mal ausprobieren wollen. Sie selbst zum Beispiel. Für Freunde kochen - das ist Danielas größte Leidenschaft. Und weil die Freunde beim besten Willen nicht so viel essen können, wie Daniela Leckereien zaubert, hat die Münchnerin jetzt ein Popup ins Leben gerufen - und verwöhnt uns den ganzen Sommer immer freitags bis sonntags mit ihren veganen Brunchrezepten im Bali-Style.

Aus dem Indonesien Urlaub zurück und vom minimalistischen Lebensstil inspiriert, schreibt die Wahlmünchnerin damals einfach ihr Ideen rund um das Frühstücks-Popup in ein Konzept nieder. Eine Gastronomie mit freier Küche von morgens bis mittags ist dank einer Freundin schnell gefunden. Sie wohnt gegenüber vom Nudo an der Amalienstraße und connectet Dani mit den Inhabern. Plopp: Geboren ist die kleine Bananaleaf Popup Frühstücksoase!

Das Angebot: Glutenfreie Brote mit Avocado oder Rote Beete Humus, Gurken und Sprossen (8,50 Euro), bunte Bowls mit Müsli, frischen Früchten und diversen Superfoods (8,90 Euro) oder ganze Frühstückspakete mit Smoothie, Bowl, Brot und Raws Bites - genannt "Purple Power" und "Green Glow" (13 Euro) - na, wer bei diesen Namen nicht schon augenblicklich morgenfrisch wird, dem ist wohl eh nicht mehr zu helfen. Überhaupt wird von Daniela nicht nur alles liebevoll selbst gekocht, gebacken und zubereitet - auch die Karten und das Logo von Bananaleaf hat sie selbst entworfen. Und zwar mit ganz viel Herzblut. "Ich freue mich einfach, wenn ich sehe, dass es den Leuten schmeckt und sie sich wohlfühlen - dann Lächeln sie, und genau das ist mein Ziel", erzählt die fröhliche Quereinsteigerin. 

Daniela selbst lebt zu drei Viertel selber vegan, zu 100 Prozent aber vegetarisch. An guten veganen Gastroalternativen fehle es in München noch, findet sie. Hier soll ihr Frühstücks-Popup Abhilfe schaffen - den ganzen Sommer über erst einmal im Nudo. Und danach? "Wir werden sehen. Ich möchte mit meinem Ansatz einfach auch dazu beitragen, dass Münchner Gastronomien, die nur abends in Betrieb sind, vielleicht häufiger von mehreren Köchen und Machern parallel genutzt werden. Ist doch eigentlich viel zu schade: die Infrastruktur ist da und es gibt viele Neulinge wie mich, die kein Lokal mieten können und trotzdem die Möglichkeit hätten, sich auszuprobieren."

Wobei betont werden muss: Nach "Ausprobieren" schmecken Danielas Leckereien wirklich nicht. Eher nach fein abgestimmten, gut kombinierten Zutaten, zusammengebracht mit dem Händchen für das Gewisse Genießer-Etwas. Besonders schön: Zum Start gibt's einen Ingwer-Ayurveda-Shot (Hallo wach!). Danach empfehlen wir besonders: die Süßkartoffelwaffel mit Avocado-Topping. Spannend: Die Raw Bites aus eingelegten Cashewkernen, serviert auf süßen, von Daniela selbst getöpferten, Mini-Untersetzern, damit sie nicht vom Brett kullern. Im bananaleaf steckt einfach von hinten bis vorne ganz viel Liebe drin! Darum kommen wir gerne wieder. Aber Vorsicht: unbedingt vorher per Facebook reservieren! Sonst wird's eng.

Julia Katharina Tomski

Ursprünglich aus dem bodenständigen Nordrhein-Westfalen folgte Julia dem Ruf der Medienstadt München und fand als Feingeist mit Hang zu schönen Dingen, gutem Geschmack und herzerwärmenden Menschen hier ihr Glück und einen Quell an Inspiration. Trotzdem: Im Alltag trägt Julia statt weißem Blüschen und Perlenohrringen lieber zerrissene Jeans und das Herz auf der Zunge. Denn: U can take the girl out of the Pott but U can never take the Pott out of the girl.