Backen macht glücklich!

Backen macht glücklich!In der veganen Plätzchenbäckerei

Oh, riecht das gut! Oh, riecht das fein! Oder: In der Vorweihnachtszeit grinsen dich auf der Arbeit wieder jeden Tag die Kekse der Kollegen an, sodass man meinen könnte, dass Krümelmonster wurde kurzfristig neu angestellt. Jährlich grüßt das Murmeltier, fühlst du dich dann mit deinen eher schlecht als rechten Backkünsten auch dazu animiert, den heimischen Kochlöffel - Pardon! - das Nudelholz zu schwingen und die Lieben mit leckeren Keksen zu verwöhnen. Doch Peter isst neuerdings glutunfrei, Marie Lactoseintoleranz und Martin ist das Grauen in Person: Veganer. Pflanzenfresser! Kein Problem! In den seit kurzem angebotenen veganen Backkursen "Backen macht glücklich!" von Ines Pfisterer kannst du dir zeigen lassen, wie du Plätzchen zauberst, die wirklich jeden Kollegen vom Hocker hauen.

Das wollten wir auch ausprobieren, um unserer Geheimtipp-Redaktion eine süße Freude zu machen. Zugegeben, am Herd stehen wir schon öfter, aber die zuckrigen Verführungen haben es uns bis jetzt noch nicht so richtig angetan. So ganz sicher sind wir uns auch nicht, ob wir die Crew schon mit dem Wort „vegan“ gänzlich verschrecken. Dabei schmeckt man gar keinen Unterschied, wie wir später feststellen werden. „ „Das Wort vegan schreckt irgendwie so ab und ich finde es ist eben genau das Gegenteil…“, erzählt uns Ines Pfisterer, die den veganen Backkurs leitet, „…es ist kreativ und bunt - jemand anderes hat wahrscheinlich noch nie mit Kokosöl gebacken!“. Und zugegebenermaßen lassen sich auf diese Art des Backens viele Lebensmittel wie Milch, Zucker, Eier oder bestimmte Mehlsorten super easy ersetzen, um auf alle Sonderwünsche und Unverträglichkeiten der Plätzchennascher einzugehen. Also wagen wir das Abenteuer und treffen uns mit ca. 15 anderen Teilnehmern an einem Samstagabend zur Weihnachtsbäckerei. 

Das Wort vegan schreckt irgendwie so ab. Ich finde es ist eben genau das Gegenteil - es ist kreativ und bunt.

Ines Pfisterer, Backen macht glücklich

How to: Vegan backery

Ein kleines 1x1 aus der pflanzlichen Backstube

Wer sich das erste Mal mit dem veganen Backen beschäftigt, stellt sich zuerst einmal die Frage, wie man gewisse Produkte, die bei vielen Rezepten das A und O sind, überhaupt ersetzen soll?! Dabei ist es ganz einfach! Und funktioniert mindestens genauso gut. Die Bindung eines Eis kann zum Beispiel ganz einfach durch eine 1:3 Mischung aus Sojamehl und Wasser ersetzt werden. Sahne wird gegen Soja-Cuisine getauscht, die man mit etwas Sahnesteif und eiskalt aus dem Kühlschrank auch zu einer fluffigen Masse aufschlagen kann. Damit die Kekse auch gut halten, kann man Chiasamen oder Leinsamen zum Teig geben - so bekommt Omas gute alte Backstube einen neuen, hippen Touch!

Ines empfängt die Gruppe freundlich und erzählt erst ein paar Worte zu sich. Durch die Liebe zu Wiener Cafés entdeckte sie ihre Leidenschaft für die Backkunst. Schnell verhalfen ihr Hingabe und ein Löffelchen voll Zucker dazu, Kochkurse an der etablierten Kochschule Kurkuma in Hamburg zu geben. Aber warum das Ganze in vegan? „Das ist das Schöne am veganen Kochen, dass man viel experimentiert“, schwärmt Ines. Stimmt, beim Blick auf die einzelnen Zutaten, die da neben den ausgedruckten Rezepten liegen, kommt uns so einiges recht spanisch vor: Sojamehl, Alsan, Kokosblütenzucker und... Soja-Cuisine?! Doch keine Angst! Neben diesen „Exoten“ bestimmen den Großteil der Zutaten immernoch ganz bodenständig Mehl, Zucker, diverses Obst oder Schokolade. Jeder sucht sich mit einem Partner eine Plätzchensorte aus und bekommt ein Rezept zugeteilt. Dann wird losgeknetet, gerührt und gerollt. 

Was direkt auffällt: Erstaunlich viele Männer wagen sich hier ans Nudelholz. Ehrlich gesagt waren wir von einem girly Abend ausgegangen und der männliche Kollege des Recherche-Teams hatte schon Angst, komplett fehl am Platz zu sein. Zwischen Sex and the City-Tratsch und ohrenbetäubendem Gekicher quasi... Wer hier nur - Achtung: Vorurteilschublade auf! - Öko-Muttis mit Backschürzchen und furchteinflößende, von oben bis unten tätowierte Straight Edger erwartet, liegt falsch. „Das sind eben auch die Erlebnisse, dass der Vater dann mit der Tochter kommt - da ist der Papa eben nicht vegan aber seine Tochter. Und er dachte sich: Ein Backkurs zusammen ist doch wunderschön!“. Und so kommen in Ines Kurse alle Altersgruppen und Typen zusammen, auch Kids sind herzlich willkommen. Pro Person zahlt man zum Beispiel für's Plätzchenbacken 59 Euro. Aber auch Kuchen und andere süße Naschereien sind im Repertoire der Hamburgerin, die erst vor kurzem nach München gezogen ist. Die Genuss-Kurse unter ihrem Markennamen "Schneewittchen" hat Ines kurzerhand mit in den Süden gebracht. 

Natürlich spricht man eine spitze Zielgruppe an. Umso mehr freut es mich, dass ich damit trotzdem das breite Publikum erreiche.

Ines Pfisterer, Backen macht glücklich

So langsam erkennt man auf den Blechen schon die ersten Sternchen und aus dem Ofen duftet es nach einem frischen Pflaumen-Crumble. Jeder schaut jedem mal über die Schulter, rührt und hilft wo er kann. Was uns extrem erstaunt: wie leicht sich Eier und Milch in den Rezepten ersetzen lassen. Nach zwei Stunden ist es vollbracht und vor uns offenbart sich ein Nasch-Repertoire für Liebhaber des gepflegten Zuckerschocks. Schneller als wir "Plätzchen" sagen können, landen Nussecken, Marmeladenkugeln, Vanillekipferl und Moccakekse in unserem Bauch. Wir lassen den Geschmack sprechen und geben dem Backkurs einen großen Daumen nach oben - auch aus ökologischer Sicht. Die veganen Plätzchen können definitiv mit den „normalen“ Plätzchen mithalten - wenn sie nicht sogar noch ein Bisschen leckerer sind. Um es mit Krümelmonsters Worten zu sagen: „Mh, lecker Kekse!“. 

Knusper! Knusper! Knäuschen!

SPAREN & GEWINNEN

Haben die Kollegen schon alle Kekse weggeknabbert? Dann kannst du jetzt für Naschub sorgen! Wenn du dich bei einem Backkurs von Ines Pfisterer anmeldest, gib den Gutscheincode "GEHEIMTIPP-MUENCHEN" an! Mit dem hat Ines für die Geheimtipp Community nämlich 10% auf jede Buchung parat. Yay! Aber ist denn heut schon Weihnachten?! Irgendwie schon. Denn wir verlosen zusätzlich einen Platz in ihrem nächsten Kurs am 27.01.2019. Verrate uns bis zu 15.12. 12h wo's in München eure liebsten Plätzchen gibt und werde mit etwas Glück ausgelost.

Pic's by Miles Köhler

Anna Pauels

Anna – unsere Wahlmünchnerin fällt nicht nur durch feuerrote Haare, sondern auch durch mehrere Tattoos und Piercings auf. Sie liebt das Extreme und weiß nicht nur in Sachen Körperkult, wo der Bär steppt - sondern auch, in welchen Münchner Clubs und Bars. Ganz getreu dem Motto: Wer aus der Reihe tanzt hat mehr Platz zum Tanzen.