Aus dem Leben eines Münchner Singles

Aus dem Leben eines Münchner SinglesOder: weiblich, ledig, sucht…

Wie ist das so konkret mit 36 hier in München? Nennen wir sie Julia. Sie will den Mann finden mit dem man das volle Programm durchziehen kann und möchte. Über die Jahre ist Julia klar geworden, dass die Prinz/Pferd Nummer nicht läuft und sie sich selbst auf die Suche machen muss. Mit allem was so eine Suche mit sich bringt: Ein bisschen Selbstfindung, Erkenntnisse wie der Mann denn sein soll, Kennenlernen im „echten“ Leben, Onlinedating, Vorfreude und Liebeskummer und ganz am Schluss hoffentlich ein Happy End. Denn Julia ist so realistisch wie hoffnungsfroh romantisch.

Im „echten“ Leben kommt unsere liebe Julia viel rum, aber wenn es darum geht sich „Niederzulassen“ ist das nicht unbedingt hilfreich. Julia geht in München aus, aber leider: „Es bringt nichts in eine Bar zu gehen, dann trinke ich da nur und gehe dann doch alleine heim. Alle checken sich nur aus und nichts geht voran.“ Darum dann Onlinedating. Wie alle probiert sie verschiedene Apps aus. Und obwohl es nur Apps sind, stellen sich plötzlich die ganz großen Fragen: Wo stehe ich im Leben? Wer bin ich? Wen suche ich? Das passiert ganz automatisch. Im gängigen Onlinedating wird multiple-choice-mässig der Charakter in Schubladen sortiert. Profile sind ja nichts anderes als rasch aufbereitete Steckbriefe der Persönlichkeit, die Schritt für Schritt abgefragt werden. Das macht es Julia natürlich einfacher sich derart grundlegenden Fragen zu stellen. Nicht, dass sie nicht reflektiert wäre, aber Psychotests sind ja immer ganz lustig.

Und dann, wo will ich hin? Nur heiraten und Kinderkriegen will niemand. Julia hat, wie alle, diffuse Wünsche und konkrete Vorstellungen. Die hat sie in ein Inserat geschrieben, wobei das nicht einfach war. Abzuwägen welche Themen sie, in welcher Reihenfolge wie aufs Tablett bringt war ein gutes Stück Arbeit. Julia ist gerade bei einem Onlinedating ohne Bilder „Das bewahrt mich vor meiner eigenen Oberflächlichkeit, mir ist ja klar, dass der Charakter wichtiger ist, aber wenn ich zuerst das Bild sehe, dann bin ich halt oberflächlich.“

Endlich, erste Chats, Julia ist mega aufgeregt. Sie gibt sich echt Mühe, ist sehr aktiv, nimmt sich Zeit und schreibt viel. „Das schöne am Chatten ist, dass ich viel schneller persönlich werde, da geh ich gleich die großen Themen an. Die Anonymität hilft schon sich zu trauen.“ Und so schreibt sie witzig, nett, ehrlich hin und her bis sie sich verliebt. Ganz ohne zu wissen wie Er aussieht. Happy End? Sackgasse? Das wird erst das Treffen zeigen! Sie haben beschlossen vor dem ersten Treffen keine Bilder auszutauschen „Was, wenn mich das Bild abschreckt? Er nicht so ein tolles Foto hat? Das Risiko war mir echt zu groß. Wir haben beschlossen lieber gleich ein Bild-Date zu machen, das ist dann wenigstens wirklich echt.“ Konsequent mutig.

„Unser erstes Treffen war ganz entspannt [Anm.: Sie war mega aufgeregt], natürlich waren wir etwas schüchterner als im Chat, aber wir hatten schon so viel besprochen, sodass klar war, dass wir uns in vielen Dingen einig sind.“ Ja es hat funktioniert. Vielleicht auch, weil es beide ernst meinten, weil sich beide etwas mehr als die üblichen Gedanken gemacht hatten, was ihnen wichtig ist. Und beide waren offen und mutig. Ein bisschen Glück gehört natürlich auch dazu! Ich freu mich für Euch!

Dem eigenen Glück auf die Sprünge helfen,...

... etwas über sich selbst herausfinden, glücklich werden. Mutig und offen, neulich auf liebertext.de

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Angelika Ziebart

Angie ist eine waschechte Münchnerin, hier geboren und im schönen Umland groß geworden. Eine Weile kehrte sie der Isarmetropole den Rücken, um dann wieder zurückzukehren. Mit einer Mission: #spreadinglove in München mit liebertext.de. Mit Mann und Freundin arbeitet sie am Start-Up, das abseits der fotogeshoppten Profilbilder wieder Persönlichkeit ins Onlinedating bringen will.