Aloha Poke

Aloha PokeHawaii auf der Zunge und Zufriedenheit im Bauch

Aloha München! Das ruft einem der kleine Laden an der Türkenstraße freudig entgegen, sobald man seine Tür nur einen winzigen Spalt aufschlägt… Vor einem knappen Jahr gingen die Geschäftsführer Thomas Kruse und Claus Kratzeisen mit ihrem gesunden Fast-Food-Modell rund um die hawaianischen Bowls mit Shrimps, Gemüse, Avocado und Co an den Start. Seit Kurzem gibt es auch eine zweite Filiale im Werksviertel und bald schon je ein Franchise in Düsseldorf und Köln. Scheint als haben die beiden mit ihrer Idee einen Nerv getroffen: Quietsch-frische, gesunde und spannende Zutaten, die man sich frei nach Schnauze zusammenstellen kann. Und schnell geht`s auch noch. Bowl Time Baby!

Die Basis: Reis und/oder Salat, darauf Proteine - Shrimps, Lachs, Tofu oder sogar Tintenfisch - und Vitamine: zum Beispiel Mango, Kiwi, Minitomaten und Avocado, getoppt von crunchy Komponenten wie geröstete Algen, Cashews oder Sesam und herrlichen hausgemachten Saucen - von Pfirsich-Wasabi oder Orange-Honig-Senf bis Erndnuss-Koriander. Aus einer großen Auswahl von ganz frischen und saisonal wechselnden Zutaten könnt ihr euch eure persönliche Lieblingsbowl zusammenstellen - und bekommt dabei mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Kombi, die noch nie jemand vor euch gegessen hat. Oder ihr bestellt einfach die von den Bowl-Experten ausgefuchsten Kombis mit wohlklingenden Namen wie "Mischpoke" oder "Sweet Catch". „Das Tolle ist: jede Gabel, die im Mund landet, schmeckt ganz anders“, beschreibt Mitgründer Thomas. „Je nachdem, wo ich reinpiekse, erwisch ich mal einen Shrimp mit Reis, mal ein Stück Lachs mit knusprigen Algen - die verschiedenen Haptiken und Konsistenzen - das macht einfach Spaß beim Essen.“

Drei Monate hatte Thomas mit seiner Frau und der kleinen Tochter auf Hawaii verbracht - ein längerer Familienurlaub, der den ehemaligen Fernsehredakteur auf den Geschmack brachte. „Die Food Bowls mit Reis als Basis sind dort ein Nationalgericht, das du an jeder Straßenecke bekommst“, erzählt er. „Wir haben das dort ständig gegessen, so gut ha's uns geschmeckt.“ Zurück Zuhause war ihm schnell klar: Diese Fast-Food Variante müssen die Münchner probieren! Also holte sich der Quereinsteiger Thomas seinen Freund Claus ins Boot, einen Gastro-Experten, wie er im Buche steht, mit Erfahrungen aus seiner Tätigkeit bei Feinkost Käfer und dem Bayrischen Hof.

Die beiden wurden die Vorreiter, die die Food Bowls in München unter der Fahne von Aloha Poke bekannt machten - ein Trend auf den mittlerweile andere Anbieter aufgesprungen sind. „Wir sehen das hier nicht als reines Geschäft. Sondern es ist unsere große Leidenschaft", betont Thomas. "Alleine an den Saucen haben wir zum Beispiel acht Monate lang gefeilt. Jede Zutat ist sorgfältig ausgewählt und wird immer frisch und liebevoll geschnippelt. Und ich glaube, das merkt man.“

Aber hallo, recht hat er! Das sehen auch die Stammgäste so. "Einer von ihnen kommt sogar aus Hawaii. Neulich hat er mal gesagt, er fühlt sich immer ein Bisschen zuhause, wenn er hier im Laden ist. Das ist natürlich ein großes Kompliment!“ Und von uns gibt’s noch eins hinterher: nach einer Doppelten-Bowl-Portion mit Shrimps, Lachs, diversen Früchten und Gemüse, Gojibeeren, crunchy Algentopping und Co. Fühlen wir uns als ob wir Bäume ausreißen könnten… ganz anders als das gewohnte Feierabend Food Koma. Gut so, denn so passen noch ein, zwei hawaiianische Bierchen rein - die gibt es neben dem klassischen Hellen natürlich auch bei Aloha Poke. Und so lassen wir den insulanen Abend gemütlich ausklingen… Huch was war das?! - Eine leichte Meeresbriese… Ukulelen-Musik… der Sommer ist nicht mehr weit. Zumindest von hier aus betrachtet. Aloha!

  • Poke wie Pogen?

    Nein, natürlich hat das nichts mit Metal oder Punk zu tun! "Poke" heißt auf der Sprache der Hawaiianer "in Stücke schneiden" .

  • Was trinken?

    Bier! Um genau zu sein: hawaiianisches Bier. Das gibt's bei Aloha Poke in diversen Sorten - von fruchtig bis kernig - und schmeckt wie eine gute Mischung aus Pils und Helles.

  • Die Kostenfrage

    Die Bowle gibt's je nach Größe zwischen 9 und 12 Euro. Kleiner Tipp: Wenn ihr euch zwei Kids Bowls zusammenstellt, könnt ihr sogar noch mehr probieren! Die kleinste Größe kostet nicht einmal 4 Euro.

  • Mehrwert zur Völkerverständigung

    Schaut doch mal unter die Kronkorken beim hawaiianischen Bier - da lernt ihr noch ein paar Vokabeln. zum Beispiel: Inu = Drink oder Brah = Freund. Weißte bescheid! 

Julia Katharina Tomski

Ursprünglich aus dem bodenständigen Nordrhein-Westfalen folgte Julia dem Ruf der Medienstadt München und fand als Feingeist mit Hang zu schönen Dingen, gutem Geschmack und herzerwärmenden Menschen hier ihr Glück und einen Quell an Inspiration. Trotzdem: Im Alltag trägt Julia statt weißem Blüschen und Perlenohrringen lieber zerrissene Jeans und das Herz auf der Zunge. Denn: U can take the girl out of the Pott but U can never take the Pott out of the girl.