7 Klimaschutz-Geheimtipps mit Polarstern Weil jeder zum Umweltschutz beitragen muss

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Um es mit Greta Thunbergs Worten zu sagen: „Our House is on fire“. Lange haben wir die Augen vor den Veränderungen geschlossen, die unsere unbesorgte Lebensweise mit sich bringt. Das Licht ausmachen? Ach, es ist gemütlicher, wenn wir nicht im Dunklen nach Hause kommen. Den Müll trennen? Puh, kommt doch eh alles in eine Tonne. Bei diesen oder anderen Angewohnheiten ertappt sich vermutlich jeder mal. Dabei wäre es oft nur ein kleiner Handgriff, ein Gedanke mehr und wir müssten uns gar nicht so oft an die eigene Nase fassen, wenn es um den Schutz unserer Mutter Erde geht. Und dabei muss es nicht unbedingt eine radikale Veränderung unseres Alltags sein, – sondern kleine Schritte, die einen gewaltigen Unterschied machen. Gemeinsam mit dem zielstrebigen Ökoenergieversorger Polarstern, der zugleich Social Business und Mitglied der Gemeinwohl-Ökonomie ist, haben wir sieben praktikable Geheimtipps vorbereitet, die dem Klimaschutz und dem guten Gewissen dienen.

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1. Sparen fängt Zuhause an

Wie ihr Energie in den eigenen vier Wänden einspart

Los geht es – ihr konntet es euch denken, beim Stromverbrauch. Mal abgesehen davon, dass wir auch unserer Seele etwas Gutes tun, wenn wir unseren ständig blinkenden elektronischen Alltagshelfer einfach mal den Mund verbieten, ist es auch wesentlich nachhaltiger, alle Geräte abzuschalten, statt in den Stand-by Modus zu versetzen. Stichwort: Energieeffizienz. Auch euer WLAN-Router darf sich seine Nachruhe ruhig mal gönnen – ein gutes Buch hilft ebenfalls wunderbar beim Einschlafen. Nicht zu vergessen der Kostenfaktor, der nicht ganz unerheblich ist. Und solltet ihr in nächster Zeit darüber nachdenken, eine neue Waschmaschine oder Ähnliches zu kaufen: Prüft die Energieklasse eures neuen Mitbewohners. Und wusstet ihr eigentlich, dass euer Energieverbrauch zu 80 % auf euer Heizverhalten zurückgeführt wird? Wenn ihr eure Heizung gerade mal ein klitzekleines Grad herunterdreht, spart ihr rund 6 % eurer Heizkosten. Da freut sich nicht zuletzt der Geldbeutel. Weiterer Profitipp: Eure Heizkörper brauchen Platz zum Atmen. Das heißt, wenn ihr euer sperriges Sofa oder die massive Kommode vor euren Wärmegeber schiebt, dann läuft ein beträchtlicher Teil der Wärme ganz schlicht und einfach ins Leere, weil sie sich nicht ordentlich verteilen kann. Na ja, und dass ihr das Licht nicht nur im Bett ausmachen könnt, das weiß doch eigentlich jeder…

Fakt: Laut Umweltbundesamt senkt man mit der Umsetzung auf Ökoenergie (Strom und Wärme) seinen CO2-Fußabdruck um rund ein Viertel. Das sollte als Anreiz zum Umstieg eigentlich schon reichen. Aber wir haben da natürlich noch ein paar mehr Tipps für euch vorbereitet…

Geheimtipp Muenchen Café Vegan Frühstück 10 – ©wunderland media GmbH
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2. Bewusste Ernährung als Alternative

Warum nicht mal vegan?

Tatsächlich ist das Essen immer noch ein Thema für sich. Du isst vegan? Macht das überhaupt Freude? Was ist mit der guten alten Leberkassemmel? Muss die Diskussion wirklich sein? Ja! Denn der Fleischkonsum ist laut Klimaforschern ganz klar eine Belastung für die Umwelt. Allein 14 Prozent der vom Menschen verursachten Treibhausgas-Emissionen stammen aus der Landwirtschaft. Methan, das bei der Verdauung von Rindern ausgestoßen wird, erwärmt das Klima noch 25 Mal stärker als Kohlendioxid. Deshalb muss man aber nicht unbedingt verzichten, – gerade in einer Großstadt wie München gibt es so viele tolle Orte, an denen ihr die Möglichkeit habt, euch von einer Ernährungsumstellung zu überzeugen. Wir hätten da zum Beispiel 7 leckere Cafés für ein veganes Frühstück, die wir euch ans Herz legen wollen – und die euch garantiert auch glücklich machen, wenn ihr sonst gerne Fleisch, Butter & Co. konsumiert.  Aber auch wenn ihr Daheim den Kochlöffel schwingt, könnt ihr euch kleine Alltagskniffe merken: Seid nicht so hart zu eurer Zucchini, die ein paar braune Stellen hat. Oder zur Banane, die nichts dafür kann, dass sie weich wird unter euren Blicken. Gebt ihnen eine zweite Chance, blättert durch ein paar Rezepte und überlegt euch, wie ihr eure Reste verwerten könnt, statt sie herzlos in die Tonne zu schmeißen. Und wenn ihr beim nächsten Einkauf planlos vor dem pflanzlichen Milchregal steht, greift lieber zur Hafermilch statt zur Mandelvariante – Hafer wird meist in Deutschland angebaut statt in Kalifornien und ist außerdem klarer Gewinner wenn es um Wasserverbrauch und Landnutzung geht. Generell gilt bei Ersatzprodukten: Schaut genau hin. Für die Produktion von Soja werden in Südamerika beispielsweise Regenwälder abgeholzt, die zu den wichtigsten C02-Speichern der Welt zählen. Achtet also darauf, woher das Soja in euren Produkten stammt.

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3. Per pedes – oder wenigstens mit dem Sharing-Anbieter

Sharing is (car)ing

Natürlich ist es bequem, praktisch und äußerst komfortabel, wenn wir bei Schlechtwetter, dem Wocheneinkauf oder einem Ausflug auf ein Auto zurückgreifen können. Vier Räder sind ja dann doch irgendwie schneller als zwei, – aber leider auch wesentlich belastender für unsere Umwelt. Für die einen unverzichtbar, für die anderen schon lange kein Thema mehr, – doch es gibt immer noch zu viele Verbrenner in Deutschland und die sind alles andere als gut für unsere Klimabilanz. Fährt ein Auto 10.000 km pro Jahr (bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 6 Litern auf 100 km), so stößt es in diesem Zeitraum etwa 1,4 Tonnen CO2 aus. Das klingt nicht nur viel, das ist auch viel. Schlechtere Bilanzen hat man fast nur noch mit einem Kreuzfahrtschiff (1,5 Tonnen in 7 Tagen) oder im Flieger (ca. 3,8 Tonnen auf einem Flug von München nach New York). Was heißt das jetzt für uns? Kommen wir nirgendwo mehr hin, wo keine Busse und Bahnen fahren? Können wir keine abgelegenen Wanderungen mehr machen? Doch! Aber wir können andere Alternativen nutzen. Um in der Stadt von A nach B zu kommen, tut es auch das Fahrrad oder der MVG. Denkt dran: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Und alles Weitere lässt sich wunderbar mit dem E-Auto bestreiten, das ihr euch am besten noch beim Car Sharing Anbieter eurer Wahl leiht. Und legt ihr eine längere Strecke zurück und habt keine drei Koffer dabei, dann bietet eure Karosserie doch als Fahrgemeinschaft an. Wenn keiner mitfahren will, solltet ihr euch höchstens über eure Fahr-Skills Gedanken machen…

Frische Backwaren – unverpackt.  – ©wunderland media GmbH
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4. Verpackungsmüll? Braucht kein Mensch!

Unverpackt ist die Lösung

Kennt ihr das? Ihr wart gerade einkaufen und jetzt quillt der Plastikmüll zu Hause fast über. Obwohl wir schon drauf achten, gibt es im Supermarkt immer noch zu wenig unverpacktes Gemüse. Lebensmittel generell sind meist doppelt und dreifach eingehüllt. Gut ist das nicht, – denn Aluminium, Weißblech und Kunststoff verursachen zwischen 2 und 8 kg CO2 Emissionen pro verpacktem Kilo. Jede Dose, jeder Joghurtbecher und jede Plastiktüte trägt also dazu bei, dass wir viel zu viel CO2 ausstoßen. Es ist aber nichts verloren! In der Stadt gibt es immer mehr kleine Lädchen, die dem Plastik den Kampf ansagen. Hier gibt es keine Verpackungen mehr, hier kommt man beispielsweise mit seinen eigenen Behältern, befüllt diese und geht ganz ohne neuen Müll mit seinem Einkauf wieder heim. Wir haben 7 nachhaltige und schöne Unverpackt-Läden in München für euch erkundet und sind absolut überzeugt vom Konzept! Geht auch: Statt in den Discounter zu rennen, zu einem der wunderbaren Wochenmärkte gehen. Hier spielt natürlich auch der Faktor Regionalität eine große Rolle, – denn die Tomate vom Bauern aus eurer Region ist wesentlich „grüner“ (also rot, aber ihr wisst schon) als die von einem unserer Nachbarländer.

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5. Auf Ökoenergie umsteigen

Ökostrom fürs Gemeinwohl

Weniger Bullshit, mehr wirklich! Ein Motto, das wir so unterschreiben. Polarstern hat es sich zur beeindruckenden Aufgabe gemacht, wirklich etwas zu verändern, wenn es um das Thema Energiewende geht. Und das geht beim Thema Ökostrom los. Wisst ihr zum Beispiel, wie viel CO2 ihr im Jahr sparen könntet, wenn ihr unkompliziert wechselt? Wir auch nicht – zumindest bis jetzt. Dank dem praktischen Tarifrechner finden wir das allerdings in Nullkommanichts heraus. Wir geben einfach unsere Postleitzahl ein, sagen an, wie viele Personen wir sind und Schwupps, haben wir den monatlichen Preis und unsere Ersparnis. Beispiel: In 80539 München mit zwei Personen vermeiden wir 855 kg CO2 und 0,96 Gramm radioaktiven Abfall. Der kundenfreundlichste Energieversorger Deutschlands ist zu 100 % unabhängig von Atom- und Kohlekraftwerken und erzeugt den Wirklich Ökostrom aus deutscher Laufwasserkraft.

S Bahn Muenchen Sanden 24 – ©wunderland media GmbH
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6. Fernweh stillen geht auch ohne Ticket

Die eigene Stadt und ihre Facetten entdecken

Ach, wie gerne würden wir mal wieder ferne Länder erkunden – Corona macht es sowieso schon schwer, aber der Umweltaspekt pikst uns ebenfalls voller Unmut in die Seite. Aber auch innerhalb Deutschlands ist das Fliegen eigentlich ziemlich unnötig –  würden wir stattdessen auf Bus oder Bahn umsteigen, könnten  wir 86 Prozent der Emissionen sparen. Wie wir finden eine ziemlich krasse Zahl. Noch umweltfreundlicher könnt ihr den Urlaub aber sowieso zu Hause mit unseren Geheimtipps gestalten. Warum bis nach Afrika oder Spanien fliegen, wenn wir doch so eine facettenreiche Stadt voller Möglichkeiten direkt vor der Haustür haben? Wie wäre es denn zum Beispiel mit Tapas und Salsa oder Croissant, Crêpes und französischem Chanson bei Les Deux Messieurs? Oder ist euch eher nach einem sonnigen Tag in Afrika? Wenn das alles nichts hilft und eure Wanderlust muss gestillt werden, dann gibt es ebenfalls wirksame Tipps, die ihr euch in den Koffer packen solltet. Vermeidet beispielsweise die Zeit des Massentourismus – Einwohner und Natur eures Zielortes werden es euch danken. Eco-Hotels und Plattformen wie bookdifferent oder GoodTravel unterstützen euch außerdem bei der Suche nach nachhaltigen Unterkünften. Ihr geht Campen? Dann lasst die Plastikgabeln bitte im Laden! Tupperware und wiederverwendbares Besteck sind wesentlich langlebiger. 

Hemden in allen Farben und Stoffen. – ©wunderland media GmbH
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7. Slow statt Fast Fashion

Es muss nicht immer neu sein

Wir alle lieben unsere Klamotten, wir gehen gerne Shoppen und wenn wir ehrlich sind, sind unsere Kleiderschränke auch ziemlich prall gefüllt. Dabei wird für die Produktion von Klamotten übermäßig viel Wasser gebraucht – und was den CO2-Ausstoß angeht, sind unsere Kleidungstücke auch nicht gerade unschuldig. Ein einziges Baumwollshirt zum Beispiel sorgt für 11 kg CO2-Emission. Allein der Anbau der Baumwolle und die Herstellung machen 40 Prozent dessen aus. 40 Prozent, die wir also sparen könnten, wenn wir auf das ein oder andere Shirt verzichten oder aber einfach mal unsere Einkaufsgewohnheiten ändern. Statt in den großen Ketten die Tüten vollzuschaufeln, stöbert doch im hübschen Vintage Laden um die Ecke.  In denen könnt ihr mindestens genauso gut shoppen und schützt letztendlich auch noch die Umwelt damit, da keine neue Kleidung produziert werden muss. Wir haben für euch 7 Second Hand und Vintage Geheimtipps in München zusammengestellt, die einen Besuch wert sind. Und wenn euer Lieblingsteil irgendwann doch einmal ausgedient hat, dann achtet außerdem auf die richtige Entsorgung: Kann man es noch anziehen oder hat es die besten Tage schon hinter sich? Wenn Ersteres zutrifft, dann könnt ihr es beispielsweise in einem Container karitativer Einrichtungen abgeben, die den Erlös des Altkleiderverkaufs an soziale Projekte weitergeben. Und wenn ihr damit nicht mal mehr den Boden putzen würdet, weil es schlicht und einfach kaputt ist, dann kommt es in den Hausmüll oder auf dem Wertstoffhof. Dort wird es im Zweifel weiterverwertet in der Baubranche und wird zum Dämmmaterial. Und so hat eben alles ein zweites Leben… 

Der hellste Stern am Stromhimmel Faktencheck zu Polarstern

Wirklich die Welt verändern – mit Energie. Die drei Gründer Florian, Jakob und Simon haben sich mittlerweile ein großartiges Team an unabhängigen Menschen aufgebaut, die ihre Expertise aus unterschiedlichen Bereichen zusammenbringen. Gemeinsam etwas bewegen und den Teamspirit nach außen tragen – so die Unternehmensphilosophie. Doch das betrifft nicht nur den Energiemarkt: Polarstern ist außerdem Teil der Gemeinwohl-Ökonomie. Das heißt? Es geht darum, den Handel nicht nur ökonomisch anzutreiben, sondern auch ökologische und soziale Aspekte mit gleicher Gewichtung einzubeziehen. „Geld ist für uns ein Mittel der Ökonomie, um ein gutes Leben zu ermöglichen – und kein Selbstzweck.“ So steht es auf der Website geschrieben. Außerdem setzt sich das fleißige Polarsternteam auch dort ein, wo es im Alltag gebraucht wird: Flussufer werden gemeinsam aufgeräumt, Klimastreiks und Kraftwerktouren inklusive.

Mehr Start-ups kennenlernen? Dann kommt mal mit!